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„Horrorhäuser“ in Bulgarien: Polizei befreit 75 misshandelte Senioren aus illegalen Pflegeheimen
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„Horrorhäuser“ in Bulgarien: Polizei befreit 75 misshandelte Senioren aus illegalen Pflegeheimen

janrye (CC0), Pixabay

In Bulgarien hat die Polizei zwei illegale Pflegeheime im zentral gelegenen Dorf Yagoda gestürmt und dabei 75 Senioren aus teils katastrophalen Zuständen befreit. Nach Angaben des Justizministeriums in Sofia waren die Einrichtungen weder offiziell registriert noch kontrolliert worden – und wurden unter menschenunwürdigen Bedingungen betrieben.

Die Bewohnerinnen und Bewohner, zwischen 51 und 85 Jahre alt, seien laut Justizminister Georgi Georgiev zum Teil an den Füßen gefesselt und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln angetroffen worden. Georgiev sprach wörtlich von „Horrorhäusern“ und kündigte umfassende Ermittlungen an.

Im Rahmen der Polizeiaktion wurden fünf Verdächtige festgenommen, darunter mutmaßliche Betreiber der Heime. Ihnen werden Misshandlung Schutzbefohlener, Freiheitsberaubung und illegaler Betrieb einer Pflegeeinrichtung zur Last gelegt.

Die befreiten Senioren wurden medizinisch untersucht und vorübergehend in andere Pflegeeinrichtungen und Kliniken gebracht. Die bulgarische Regierung steht nun unter Druck, systematische Kontrollen und rechtliche Konsequenzen einzuleiten, um weitere Fälle dieser Art zu verhindern.

Menschenrechtsorganisationen zeigen sich erschüttert über die Zustände und fordern verstärkte staatliche Aufsicht über private Pflegeangebote. Der Fall wirft ein grelles Licht auf Missstände in der Altenpflege – nicht nur in Bulgarien.

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