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Suche nach vermisstem Kanufahrer auf der Elbe geht weiter

sferrario1968 (CC0), Pixabay

Die Suche nach einem vermissten Kanufahrer auf der Elbe läuft auch am heutigen Mittwoch auf Hochtouren. Wie die Polizei dem MDR mitteilte, handelt es sich um einen 60-jährigen Mann aus Baden-Württemberg, der seit Dienstag als vermisst gilt. Der Mann war allein mit einem Kanu auf der Elbe unterwegs und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Eine Vermisstenmeldung wurde von Angehörigen eingereicht, nachdem er nicht wie vereinbart zurückkehrte.

Rettungskräfte seit Dienstag im Einsatz

Am Dienstag rückten sofort umfangreiche Rettungseinheiten aus, um nach dem Vermissten zu suchen. Insgesamt waren sechs Boote der Feuerwehr und der DLRG sowie ein Polizeihubschrauber an der Suchaktion beteiligt. Der abgesuchte Flussabschnitt erstreckte sich über rund 20 Kilometer Länge, beginnend bei Dessau-Roßlau elbabwärts.

Die Suchmaßnahmen gestalteten sich schwierig, da die Elbe stellenweise hohe Strömungsgeschwindigkeiten aufweist und durch dichte Ufervegetation sowie Buhnenfelder schwer einsehbar ist. Der Hubschrauber suchte das Gebiet aus der Luft systematisch ab, während die Boote gezielt Uferbereiche und Wasserflächen absuchten. Auch Wärmebildkameras kamen zum Einsatz – bislang jedoch ohne Ergebnis.

Ausweitung der Suche Richtung Magdeburg

Da der Vermisste bislang nicht gefunden werden konnte, soll die Suche heute in Richtung Magdeburg ausgeweitet werden. Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht wollen mit verstärkten Kräften erneut absuchen – auch, um die Strömungsgeschwindigkeit der Elbe zu berücksichtigen, durch die sich Personen oder Gegenstände schnell fortbewegen können.

Die Polizei geht derzeit von einem Unglücksfall aus. Hinweise auf ein mögliches Verbrechen liegen nach bisherigen Erkenntnissen nicht vor. Auch das Kanu wurde bisher nicht aufgefunden.

Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise

Die Polizei bittet dringend um Zeugenhinweise. Wer am Dienstag in der Region Dessau-Roßlau Beobachtungen an der Elbe gemacht hat – etwa ein herrenloses Kanu, eine ins Wasser gefallene Person oder ungewöhnliche Bewegungen – soll sich bei der Polizei melden.

Hintergrund: Elbe birgt Gefahren

Die Elbe gilt an vielen Stellen als tückisches Gewässer: Strömungen, Treibgut und Strudel können selbst erfahrene Kanufahrer in Gefahr bringen. Auch das Tragen einer Schwimmweste ist nicht überall vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Immer wieder kommt es zu Unglücken mit Freizeitbooten – häufig unterschätzen Nutzer die Risiken oder geraten in plötzlich veränderte Wetterlagen.

Die Behörden wollen die Suche fortsetzen, solange realistische Chancen auf einen Fund bestehen. Ob und wann Taucher eingesetzt werden, ist derzeit noch offen.

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