Ein Großeinsatz sorgt aktuell für Aufsehen im mittelfränkischen Langenzenn bei Nürnberg: In einem DHL-Verteilzentrum kam es am Vormittag zu einem ABC-Alarm, nachdem Mitarbeiter beim Sortieren mit einem unbekannten Pulver in Berührung kamen. Die Polizei bestätigte, dass mindestens zwölf Personen verletzt wurden – sieben von ihnen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Spezialkräften
Das betroffene Logistikzentrum wurde umgehend geräumt. Neben Polizei und Feuerwehr sind auch Spezialkräfte für Gefahrstoffe im Einsatz. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt, um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen.
Ein Spezialtrupp für chemische, biologische und radiologische Gefahrstoffe (ABC-Einheit) bereitet sich derzeit darauf vor, das Gebäude zu betreten. Ziel ist es, das verdächtige Paket zu lokalisieren, zu sichern und den Inhalt genau zu analysieren.
Ermittlungen laufen
Nach ersten Erkenntnissen wurde das Pulver bei der Sortierung eines Pakets freigesetzt. Ob es sich um einen gefährlichen oder giftigen Stoff handelt, ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an. Das betroffene Gebäude bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
Lage ernst, aber unter Kontrolle
Die Einsatzleitung betont, dass die Situation unter Kontrolle sei. Es bestehe aktuell keine Gefahr für die umliegende Bevölkerung. Dennoch bitten die Behörden darum, das Gebiet rund um das DHL-Zentrum zu meiden.
Hintergrund
ABC-Alarm steht für Gefahr durch atomare, biologische oder chemische Stoffe. Solche Einsätze erfordern besondere Schutzmaßnahmen und geschultes Fachpersonal. Die genaue Einstufung des Vorfalls – ob es sich tatsächlich um eine gezielte Tat, ein gefährliches Produkt oder einen harmlosen Vorfall mit Vorsichtsmaßnahme handelt – wird erst nach Auswertung des Paketinhalts möglich sein.
Die Bevölkerung wird über die offiziellen Kanäle laufend informiert.