Ein schwerer Unfall hat das kleine Dorf Andiast im Schweizer Kanton Graubünden erschüttert: Eine 91-jährige Einheimische ist beim traditionellen Alpauftrieb von einer Kuhherde tödlich verletzt worden.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte die betagte Frau versucht, die Tiere durch eine enge Passage der Dorfstraße zu leiten. Dabei kam sie zu Fall – ein tragischer Moment, in dem sich die tonnenschwere Herde nicht mehr rechtzeitig stoppen ließ. Mehrere Kühe liefen über die am Boden liegende Frau, die dabei so schwer verletzt wurde, dass jede Hilfe zu spät kam.
Ihr Sohn fand seine Mutter leblos auf der Straße. Die umgehend alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.
Andiast, auch unter dem rätoromanischen Namen Andest bekannt, liegt hoch in den Bündner Bergen – ein Ort, in dem das Leben eng mit der Landwirtschaft und dem Rhythmus der Jahreszeiten verbunden ist. Der Alpauftrieb, bei dem Kühe aus den Ställen auf die höher gelegenen Sommerweiden getrieben werden, ist dort ein jahrhundertealter Brauch – nun überschattet von einem tragischen Unglück.
Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen. Das Dorf steht unter Schock – und trauert um eine Frau, die tief mit der Region verwurzelt war.