Trotz wachsender Beliebtheit herrscht bei vielen Menschen in Deutschland Unwissen über Nahrungsergänzungsmittel – das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen. Demnach glauben 49 Prozent der Befragten, dass solche Mittel vor dem Verkauf von Behörden auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft würden.
Doch das ist ein Irrtum: Anders als bei Arzneimitteln unterliegen Nahrungsergänzungsmittel keiner behördlichen Zulassung oder Sicherheitsprüfung, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) betont. Hersteller dürfen ihre Produkte ohne vorherige Genehmigung auf den Markt bringen – solange sie geltende Kennzeichnungsvorgaben einhalten.
Milliardenmarkt ohne Kontrolle
Die Verbraucherzentralen sehen in den Ergebnissen ein klares Warnsignal. Nahrungsergänzungsmittel seien ein Milliardenmarkt, auf dem viele Produkte mit Gesundheitsversprechen werben – jedoch oft ohne wissenschaftlich fundierte Belege. Besonders problematisch: Viele Verbraucher nutzen die Mittel in der Annahme, sie seien automatisch geprüft und sicher.
„Die Vorstellung, dass Behörden diese Produkte vor dem Verkauf kontrollieren, ist weit verbreitet – aber leider falsch“, warnt die Verbraucherzentrale. Sie fordert mehr Transparenz und strengere gesetzliche Vorgaben, um Verbraucher besser zu schützen.