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Plattdeutsches Wort des Jahres 2025: „Schlackermaschü“ macht das Rennen

IdeaTivas-TLM (CC0), Pixabay

Schlackermaschü“ – so heißt das plattdeutsche Wort des Jahres 2025. Aus rund 100 Einsendungen wählte eine Jury das charmant-kulinarische Wort aus, das in vielen norddeutschen Haushalten für Schlagsahne oder ganz allgemein für cremige Süßspeisen steht. Vorgeschlagen wurde der Begriff von einer Einsenderin aus Oldenburg.

Neben dem Hauptgewinner zeichnete die Jury auch eine beste Redensart aus:
„Von’n gaut Wuurt warden de Tähn’n nich stump“Von einem guten Wort werden die Zähne nicht stumpf. Die Lebensweisheit aus Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erinnert daran, wie kraftvoll und kostenlos Freundlichkeit sein kann.

„Upschuveritis“ gewinnt Publikumsvoting

Die beste Wortneuschöpfung wurde in einer Publikumsabstimmung ermittelt. Der Favorit: „Upschuveritis“, ein augenzwinkerndes Plattwort für Prokrastination – den allzu menschlichen Hang, Aufgaben aufzuschieben. Der Vorschlag stammt aus Hannover, rund 200 Menschen beteiligten sich online an der Abstimmung.

Jung bis alt: Platt lebt weiter

Die jüngste Teilnehmerin am Wettbewerb war gerade einmal 17 Jahre alt, der älteste Einsender 91. Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen, die den Wettbewerb seit 30 Jahren ausrichten, sehen darin ein starkes Zeichen für die lebendige Kraft des Plattdeutschen über Generationen hinweg.

Frühere Siegerworte waren unter anderem:

  • „Tauversicht“ (Zuversicht – 2024)

  • „Spijöök“ (Spaß, Flunkerei – 2009)

  • „Swienplietsch“ (pfiffig, gerissen – 2003)

  • „Klaukschieter“ (Klugscheißer – 1997)

Reuter-Symposium und neue Archivschätze

Die Preisverleihung fand beim Reuter-Symposium in Stavenhagen statt. Neben dem Sprachwettbewerb stand auch die Zukunft der Reuter-Forschung im Mittelpunkt. Dabei wurde erstmals ein neues Archivgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt, das große Nachlässe bedeutender Reuter-Forscher aufnimmt – eine Schenkung von Hans-Joachim Griephan und Dr. Arnold Hückstädt.

Auch eine neue Idee wurde präsentiert: Die „Straße des Niederdeutschen“ – ein touristisch-kulturelles Projekt zur Förderung von Sprachpflege und regionaler Identität.

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