Trotz Warnungen von Schlafmedizinern bleibt die Schlummertaste am Wecker für viele Menschen ein tägliches Ritual. Laut einer aktuellen Studie der Harvard Medical School, die im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht wurde, drücken Millionen Menschen regelmäßig die Snooze-Funktion, um sich noch ein paar Minuten mehr Schlaf zu gönnen.
Ausgewertet wurden Daten der bekannten Schlafanalyse-App „Sleep Cycle“, die das Verhalten von Nutzern aus aller Welt aufzeichnet. Die Ergebnisse zeigen: In fast 56 Prozent der Nächte wurde die Schlummertaste verwendet – und das durchschnittlich 2,5 Mal pro Nacht allein in Deutschland.
Schlafexperten raten davon ab, da das wiederholte Aufwachen und Wiedereinschlafen den natürlichen Schlafrhythmus stört und zu Trägheit, Konzentrationsproblemen und schlechterem Start in den Tag führen kann. Dennoch zeigt die Studie: Der Wunsch nach „nur fünf Minuten mehr“ bleibt tief verankert – offenbar auch, weil viele Menschen den morgendlichen Wecker als zu früh empfinden oder zu spät ins Bett gehen.
Fazit der Forscher: Die Snooze-Gewohnheit ist weltweit verbreitet, trotz bekannter Nachteile. Wer dauerhaft erholter aufwachen will, sollte eher an konstanteren Schlafenszeiten und einer ausreichenden Schlafdauer arbeiten – statt sich in kleinen Schlummer-Etappen aus dem Bett zu kämpfen.