In einem Spiel, das für die Minnesota Timberwolves überlebenswichtig war, zeigten sie im heimischen Target Center ihre bislang beste Leistung der Serie. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt der Western Conference Finals gegen die Oklahoma City Thunder, setzten die Wolves in Spiel 3 ein Ausrufezeichen – und wie.
Bereits zur Halbzeit führte das Team von Coach Chris Finch mit 72:41 – ein neuer Franchise-Rekord für die meisten Punkte in einer Playoff-Halbzeit. Es war ein wilder Ritt durch die ersten zwei Viertel, angeführt von Starspieler Anthony Edwards, der zur Pause bereits 20 Punkte auf dem Konto hatte. Auch Rookie Terrence Shannon Jr. sorgte für Furore: In gerade einmal vier Minuten Spielzeit erzielte er neun Punkte und belebte die Bank enorm.
Verzweiflung wird zur Energie
Der Druck war groß: Eine 0:3-Serie gegen ein Top-Team wie die Thunder hätte wohl das Aus bedeutet. Doch Minnesota wirkte von der ersten Sekunde an fokussiert. Bereits nach dem ersten Viertel stand es 34:14 – die Thunder hatten in dieser Saison nie weniger Punkte in einem Auftaktviertel erzielt.
Mit einer Trefferquote von über 56 % (27 von 48 Würfen) und 9 Dreiern bei 19 Versuchen war der Unterschied zur Offensive von Oklahoma City deutlich: Nur 12 von 40 Würfen fanden ihr Ziel, die Trefferquote von 30 % spiegelte die Probleme der Gäste wider. Auch MVP Shai Gilgeous-Alexander konnte dem Spiel bis dahin nicht seinen Stempel aufdrücken, auch wenn er mit 9 Punkten führte – allerdings bei vier Ballverlusten.
Verändertes Mindset – verändertes Spiel
Schon vor dem Spiel kündigte Coach Finch an, dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren wolle: „Unsere Wurfauswahl war nicht schlecht in den ersten beiden Spielen. Wir müssen einfach unsere Chancen besser nutzen und dürfen keine fünfminütigen Blackouts mehr zulassen.“
Das Team hielt Wort. Die Energie stimmte, das Zusammenspiel lief deutlich runder – und das Publikum in Minneapolis peitschte die Mannschaft unermüdlich nach vorn.
OKC unter Druck – Spiel 4 mit Vorentscheidungscharakter
Trotz der Niederlage bleibt Oklahoma City in der Serie vorn (2:1). Doch Spiel 4 wird nun zum psychologischen Wendepunkt: Können die Thunder zurückschlagen, oder gelingt Minnesota der Ausgleich und die totale Wende?
Die nächsten Tage dürften spannend werden. Noch ist unklar, ob der Game-3-Triumph nur ein kurzes Aufbäumen war – oder der Beginn eines legendären Comebacks.
Fakten im Überblick – Spiel 3
📍 Ort: Target Center, Minneapolis
⏰ Ergebnis zur Halbzeit: Timberwolves 72 – Thunder 41
🔥 Topscorer: Anthony Edwards (20 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists zur Halbzeit)
💥 Überraschung des Abends: Terrence Shannon Jr. (9 Punkte in 4 Minuten)
📊 Wurfquote zur Pause: Minnesota 56 %, OKC 30 %
🎯 Dreierquote: Minnesota 47 %, OKC 26 %
Nächstes Spiel:
🗓 Game 4 – Datum: [Eintragen, wenn bekannt]
📍 Ort: Erneut Target Center, Minneapolis