Aktenzeichen: 70k IN 218/25 – Amtsgericht Köln
Köln / Sommerhausen, 23. Mai 2025 – Im Zuge wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat das Amtsgericht Köln um 12:22 Uhr im Insolvenzverfahren über das Vermögen der KLH Handelsgesellschaft mbH erste Sicherungsmaßnahmen nach den §§ 21 und 22 der Insolvenzordnung (InsO) angeordnet.
Die Gesellschaft, mit Sitz in der Ochsenfurter Straße 17 F, 97286 Sommerhausen, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter der Nummer HRB 11633 eingetragen. Geschäftsführer ist Herr Klaus Diebold, ebenfalls wohnhaft in Sommerhausen. Das Unternehmen ist im Einzel- und Versandhandel mit Waren und Gebrauchsgütern des täglichen Bedarfs tätig und bietet darüber hinaus dienstleistungsbezogene Services rund um den Handel an.
Rechtsanwältin Marion Rodine übernimmt vorläufige Insolvenzverwaltung
Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Marion Rodine bestellt, die ihre Kanzlei in der Kamekestraße 20–22, 50672 Köln, führt. Sie übernimmt nun die Aufgabe, das Vermögen der KLH Handelsgesellschaft mbH zu sichern und durch geeignete Maßnahmen vor einer weiteren Verschlechterung der finanziellen Lage zu bewahren.
Einschränkungen für die Geschäftsführung
Mit dem heutigen Beschluss darf die KLH Handelsgesellschaft mbH nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin über ihre Vermögenswerte verfügen. Diese Regelung betrifft sämtliche Rechtsgeschäfte – vom Zugriff auf Bankguthaben bis hin zu operativen Entscheidungen mit finanziellen Auswirkungen (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).
Zahlungen nur noch an die Verwalterin
Auch Gläubiger und Vertragspartner der Gesellschaft sind betroffen: Drittschuldner, also Personen oder Unternehmen mit Zahlungspflichten gegenüber der KLH Handelsgesellschaft mbH, dürfen ab sofort ausschließlich an die vorläufige Insolvenzverwalterin leisten. Rodine wurde zugleich ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen und eingehende Gelder anzunehmen (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Zahlungen an die Gesellschaft selbst gelten ohne Zustimmung der Verwalterin als unwirksam und können rechtlich beanstandet werden.
Bedeutung und Ausblick
Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung bedeutet noch nicht die endgültige Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, sondern dient der finanziellen Sicherung in einer kritischen Übergangsphase. Rechtsanwältin Rodine wird nun die wirtschaftliche Lage des Unternehmens bewerten, prüfen, ob ein Insolvenzgrund wie Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt, und beurteilen, ob Sanierungsoptionen bestehen.
Für Mitarbeitende, Kunden und Geschäftspartner der KLH Handelsgesellschaft mbH beginnt damit eine Zeit der Unsicherheit – aber auch eine Phase, in der unter professioneller Aufsicht Wege zur Stabilisierung oder Neuordnung erarbeitet werden können. Der Ausgang des Verfahrens bleibt abzuwarten, doch der heutige Beschluss stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Unternehmensentwicklung dar.