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NOAA warnt: Atlantik bereitet sich auf aktive Hurrikansaison 2025 vor

MikeGoad (CC0), Pixabay

Die diesjährige Hurrikansaison im Atlantik könnte überdurchschnittlich aktiv werden, warnt die US-amerikanische Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). In ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose rechnet die Behörde mit 13 bis 19 benannten Stürmen, von denen 6 bis 10 zu Hurrikans und bis zu 5 zu schweren Hurrikans der Kategorien 3 bis 5 werden könnten.

Damit liegt die erwartete Aktivität deutlich über dem langjährigen Durchschnitt: Zwischen 1991 und 2020 gab es im Schnitt 14 benannte Stürme pro Saison, davon sieben Hurrikans.

Warum wird eine starke Saison erwartet?

Die NOAA spricht von einem „Zusammentreffen mehrerer begünstigender Faktoren“, darunter:

  • ENSO-neutrale Bedingungen (weder El Niño noch La Niña),

  • überdurchschnittlich warme Wassertemperaturen im Atlantik,

  • schwache Windscherung (weniger störende Höhenwinde),

  • und ein aktiver Westafrikanischer Monsun, der oft Ausgangspunkt für Atlantikstürme ist.

Diese Kombination schafft ideale Voraussetzungen für die Entstehung und Verstärkung tropischer Wirbelstürme.

Erinnerung an ein tödliches Vorjahr

NOAA-Verantwortliche erinnerten bei der Präsentation der Prognose an das verheerende Jahr 2024, in dem 18 benannte Stürme auftraten – darunter die tödlichen Hurrikans Helene und Milton. Mit über 400 Todesopfern war 2024 die tödlichste Hurrikansaison seit 2005, und zugleich die drittkostspieligste nach den Jahren 2017 und 2005.

Allein Helene forderte 241 Menschenleben in den USA – mehr als jede andere Naturkatastrophe seit dem Hurrikan Katrina.

Weitere Prognosen deuten ebenfalls auf eine aktive Saison hin

Auch andere renommierte Wetterdienste sehen eine überdurchschnittlich aktive Saison:

  • Die Colorado State University erwartet 17 benannte Stürme, davon 9 Hurrikans.

  • AccuWeather rechnet mit 13 bis 18 Stürmen, darunter 7 bis 10 Hurrikans.

Zum Vergleich: Der Rekord liegt bei 30 benannten Stürmen in einer Saison (2020).

Start der Hurrikansaison und erste Namen

Die offizielle Hurrikansaison im Atlantik beginnt am 1. Juni und endet am 30. November. Der erste Sturm wird traditionell „Andrea“ heißen – Namen, die bereits festgelegt sind.

Im Pazifik hingegen erwartet die NOAA eine unterdurchschnittliche Saison. Die dort entstehenden Stürme bleiben meist auf offener See, können aber Mexikos Westküste treffen.

Vorbereitung ist entscheidend: Was Sie jetzt tun sollten

Die US-Katastrophenschutzbehörden rufen dazu auf, sich bereits jetzt auf mögliche Stürme vorzubereiten. Dazu gehören:

  • Die Einschätzung, ob das eigene Zuhause durch Sturmflut, Überschwemmungen oder Wind gefährdet ist.

  • Die Sicherung von Bäumen, Dachziegeln und Gartenmöbeln.

  • Die Einrichtung eines Notfallrucksacks mit Medikamenten, Batterien, Wasser, Dokumenten und wichtigen Kontaktdaten.

  • Ein Evakuierungsplan, falls das Verlassen des Hauses notwendig wird.

Die National Hurricane Center empfiehlt:

„Die beste Zeit zur Vorbereitung ist vor Beginn der Saison – nicht während eines drohenden Sturms.“

Fazit:
Die Zeichen stehen auf Sturm – buchstäblich. Mit Blick auf die hohe Wahrscheinlichkeit intensiver Hurrikane raten Expert*innen zu Wachsamkeit, vorausschauender Planung und lokalen Wetterwarnungen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Nach dem katastrophalen Vorjahr bleibt zu hoffen, dass 2025 weniger Opfer fordert – doch vorbereitet sein ist entscheidend.

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