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Thyssenkrupp Marine Systems verzeichnet Rekordauftragslage – Auslastung bis in die 2040er Jahre

scholty1970 (CC0), Pixabay

Der Kieler U-Bootbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) erlebt einen historischen Boom: Mit einem Auftragsbestand von über 16 Milliarden Euro ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bis in die 2040er Jahre ausgelastet. Das gab TKMS-Chef Oliver Burkhard bekannt.

Explosion bei Neuaufträgen

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/2025 (das am 30. September endet) konnte die Werft Neuaufträge im Wert von rund 5,6 Milliarden Euro verbuchen – eine Verachtfachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 669 Millionen Euro. Es ist der höchste jemals verzeichnete Auftragsbestand des Unternehmens.

Burkhard spricht von einem „Rekordniveau“ und einem „historisch starken ersten Halbjahr“.

Hohe Nachfrage durch geopolitische Lage

Der massive Anstieg bei Bestellungen ist insbesondere auf die verstärkte Aufrüstung westlicher Marinen zurückzuführen – nicht zuletzt als Reaktion auf die veränderte sicherheitspolitische Lage durch den Ukrainekrieg und weltweite Spannungen. TKMS liefert unter anderem konventionelle U-Boote, Fregatten und Überwasserschiffe, die derzeit stark nachgefragt sind.

Standort Kiel profitiert

Mit dem Auftragsboom geht auch eine langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen und ein Ausbau der Kapazitäten am Standort Kiel einher. TKMS will sich zunehmend als eigenständiges maritimes Sicherheitsunternehmen positionieren, auch nachdem über einen Verkauf oder Teilverkauf des Bereichs durch den Mutterkonzern Thyssenkrupp spekuliert wurde.

Fazit:
TKMS steuert auf eine goldene Dekade zu – getragen von weltweiter Nachfrage nach moderner Marinetechnik. Die volle Auslastung bis in die 2040er Jahre unterstreicht die strategische Bedeutung des Kieler Werftstandorts für Europas Verteidigungsindustrie.

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