Die brutalen Xbox-Morde von 2004 erschütterten die USA. Jetzt hat eine Jury erneut entschieden: Jerone Hunter (38) und Troy Victorino (48) sollen die Todesstrafe erhalten. Beide Männer wurden bereits 2006 wegen des Massakers in Deltona, Florida, zum Tode verurteilt, doch die Strafe wurde später aufgehoben. Nun, fast 20 Jahre nach dem Verbrechen, fiel die Entscheidung erneut zugunsten der Todesstrafe aus.
🪓 Die Tat: Sechs Menschen brutal ermordet
Am 6. August 2004 drangen die beiden Täter zusammen mit zwei weiteren Komplizen – Michael Salas und Robert Cannon – in ein Haus ein, bewaffnet mit Metallschlägern. Victorino war wütend, weil ihm sein Xbox-Gaming-System und weitere Besitztümer aus einem anderen Haus, in dem er illegal wohnte, abhandengekommen waren.
Die Männer erschlugen sechs junge Menschen:
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Erin Belanger (22)
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Michelle Nathan (19)
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Roberto „Tito“ Gonzalez (28)
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Jonathan Gleason (17)
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Francisco „Flaco“ Ayo-Roman (30)
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Anthony Vega (34)
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Auch ein Hund wurde getötet.
Der Tatort war ein Bild des Grauens: zertrümmerte Schädel, blutgetränkte Wände, verstümmelte Körper. Die Brutalität des Verbrechens machte es zu einem der grausamsten Morde in der Geschichte Floridas.
🏛️ Der Prozess: Zweimal zum Tode verurteilt
Obwohl die Verurteilung von Hunter und Victorino bereits 2006 stattfand, wurden die damaligen Todesurteile aufgrund verfahrensrechtlicher Mängel später aufgehoben. Nun, nach einem langen Rechtsstreit, kam die Jury erneut zusammen – und entschied sich erneut für die Todesstrafe.
Um die Todesstrafe zu verhängen, mussten mindestens acht von zwölf Geschworenen dafür stimmen. Die Entscheidung fiel eindeutig aus, obwohl die Richter theoretisch nicht verpflichtet sind, der Empfehlung zu folgen.
🗳️ Stimmen der Jury:
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Victorino: 10-2 Stimmen für die Todesstrafe bei zwei Opfern, 9-3 bei einem weiteren, 7-5 beim vierten. Für die beiden anderen Opfer wurde lebenslange Haft empfohlen.
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Hunter: 10-2 für zwei Opfer, 9-3 für die anderen beiden. Auch hier wurden für zwei Opfer lebenslange Haftstrafen empfohlen.
🛑 Plädoyer der Verteidigung: Schwere Kindheit und psychische Probleme
Die Verteidiger versuchten, mildernde Umstände anzuführen:
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Victorino habe eine traumatische Kindheit erlebt, sei sexuell missbraucht worden und habe psychische Probleme, einschließlich eines Suizidversuchs.
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Hunter sei unter dem Einfluss von Victorino gestanden und habe ebenfalls eine schwierige Kindheit gehabt. Sein Zwillingsbruder starb mit fünf Monaten, und Hunter führte noch lange Gespräche mit ihm.
Trotz dieser Argumente hielt die Jury die Brutalität der Tat und die klare Führungsrolle von Victorino für schwerwiegender als die vorgebrachten mildernden Umstände.
🔄 Warum die erneute Verurteilung?
Die ursprünglichen Todesurteile von 2006 wurden aufgehoben, weil nicht alle Geschworenen einstimmig für die Todesstrafe votiert hatten. Ein späteres Urteil des Obersten Gerichtshofs von Florida änderte jedoch die Anforderungen, sodass die aktuelle Verurteilung wieder rechtlich Bestand hat.
💬 Fazit: Gerechtigkeit nach 20 Jahren?
Die Entscheidung zur Todesstrafe wirft erneut die Frage auf, ob diese Form der Bestrafung gerechtfertigt ist. Für die Angehörigen der Opfer bedeutet das Urteil zumindest einen Schritt hin zur Gerechtigkeit. Doch die Diskussion um die Todesstrafe bleibt weiterhin kontrovers.