Am 7. Mai kam es an der renommierten Columbia University in New York zu massiven Protesten pro-palästinensischer Aktivisten. Während der Prüfungswoche besetzten die Demonstranten Teile der Butler Library, was zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften und der Polizei führte.
🚨 Was ist passiert?
Die Demonstranten, darunter viele Studierende, drangen in die Bibliothek ein und blockierten einen Lesesaal. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie sich Aktivisten mit Universitätsangestellten und Sicherheitskräften auseinandersetzen. Draußen versammelten sich Hunderte Unterstützer, einige versuchten, sich gewaltsam Zugang zum Gebäude zu verschaffen.
Die Protestierenden trugen Masken und Keffiyehs und hielten Plakate hoch, die Solidarität mit Palästina und dem festgehaltenen Columbia-Studenten Mahmoud Khalil bekundeten. Khalil befindet sich derzeit in Haft durch die US-Einwanderungsbehörde ICE wegen seiner pro-palästinensischen Aktivitäten.
👮 Polizeieinsatz und Festnahmen
Nachdem die Situation eskalierte, bat die Universitätsleitung die New Yorker Polizei (NYPD) um Hilfe. Die Beamten, teilweise in Helmen und Gesichtsschutz, räumten das Gebäude und nahmen laut WKCR insgesamt 21 Personen fest. Bürgermeister Eric Adams betonte auf Social Media:
„Wir werden Hass oder Gewalt in keiner Form in unserer Stadt tolerieren.“
Einige Campus-Sicherheitskräfte wurden während des Einsatzes verletzt, ebenso wie einige Demonstranten. Am Abend verschickte die Universität eine Textnachricht an alle Studierenden mit der Aufforderung, die Bibliothek zu verlassen.
📢 Hintergrund: Warum protestieren die Studierenden?
Die Proteste fanden unter dem Motto „Basel Al-Araj Popular University“ statt – benannt nach einem palästinensischen Aktivisten und Schriftsteller. Die Aktivisten werfen der Universität vor, die palästinensische Gemeinschaft zu unterdrücken und kritisieren die restriktiven Maßnahmen gegen Proteste auf dem Campus.
Bereits im Vorjahr hatte es an der Columbia ähnliche Proteste gegeben, nachdem die Universität die Protestregeln verschärft hatte. Diese Maßnahmen wurden unter Druck der Trump-Administration eingeführt, die der Universität damals mit dem Entzug von Bundesmitteln drohte, wenn sie die Demonstrationen nicht besser kontrollieren würde.
🌍 Konflikt auf dem Campus: Meinungsfreiheit vs. Sicherheit
Die Leitung der Columbia University verurteilte die Störung des akademischen Betriebs und betonte, dass Gewalt und Antisemitismus auf dem Campus keinen Platz hätten. Gleichzeitig kritisierten die Demonstranten die Maßnahmen als Versuch, legitimen Protest gegen die Gewalt in Gaza zu unterdrücken.
Das Thema sorgt auch unter den Studierenden für Kontroversen: Während einige die Proteste als wichtige politische Stellungnahme betrachten, fühlen sich andere durch die Störung der Prüfungszeit und die Sicherheitsrisiken beeinträchtigt.