VSR-Gewässerschutz analysiert hunderte Proben – Belastungen in mehreren Regionen nachgewiesen
Magdeburg, 6. Mai 2025 – In zahlreichen Regionen Sachsen-Anhalts ist das Brunnenwasser mit Schadstoffen belastet. Das geht aus mehrjährigen Untersuchungen des Umweltvereins VSR-Gewässerschutz hervor, der zwischen 2018 und 2024 Hunderte Wasserproben analysiert hat. Besonders auffällig sind deutlich überhöhte Nitratwerte in Städten wie Gommern, Burg, Loburg und Genthin.
Auch erhöhte Konzentrationen von Eisen sowie das Vorkommen von Bakterien wurden in einzelnen Proben festgestellt. Vergleichbare Belastungen seien auch im Harz, in der Saale-Unstrut-Region und im Raum Anhalt-Wittenberg dokumentiert worden.
Nitrat im Trinkwasser kann gesundheitsschädlich sein – insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder. Es stammt meist aus intensiver Landwirtschaft, etwa durch Gülle oder Kunstdünger. Auch Eisen und mikrobiologische Verunreinigungen sind ein Hinweis auf potenzielle Risiken bei der Nutzung von Brunnenwasser als Trink- oder Nutzwasser.
Der VSR-Gewässerschutz ruft Privatnutzer:innen auf, ihr Brunnenwasser regelmäßig testen zu lassen – insbesondere, wenn es unbehandelt zur Versorgung von Haushalten genutzt wird. Der Verein bietet dazu mobile Laboreinsätze und eine Einsendung von Proben an.