Ein dramatischer Arbeitsunfall hat sich am Mittwochabend auf einem Erdbeerfeld in Zahra, Gemeinde Taiskirchen im Innkreis, ereignet: Ein 45-jähriger Landwirt zog sich bei einem Unfall mit einem Miststreuer schwerste, lebensbedrohliche Verletzungen zu. Der Mann stürzte vom Anhänger eines Traktors und geriet mit dem Kopf in das rotierende Streuwerk. Der tragische Vorfall löste einen Großeinsatz aus.
Gemeinsam mit seiner 42-jährigen Ehefrau war der Landwirt gegen 17.30 Uhr damit beschäftigt, Stroh auf dem Feld zu verteilen. Während sie den Traktor lenkte, stand er auf dem Anhänger und schob das Stroh mit einer Heugabel nach – eine alltägliche Arbeit in der Landwirtschaft, die an diesem Abend in einem Albtraum endete.
Ein Moment der Unachtsamkeit mit verheerenden Folgen
Laut Angaben seines 74-jährigen Vaters, der sich in unmittelbarer Nähe aufhielt, verlor der Mann aus bisher unbekannten Gründen plötzlich das Gleichgewicht. Er stolperte und fiel kopfüber in das Streuwerk des Miststreuers. Seine Ehefrau reagierte geistesgegenwärtig, stoppte sofort den Traktor und alarmierte den Rettungsdienst.
Großeinsatz der Rettungskräfte – Landwirt in Lebensgefahr
Drei Feuerwehren rückten zur Unglücksstelle aus, ebenso wie der Rettungshubschrauber Christophorus Europa 3. Der Verletzte wurde noch vor Ort notärztlich versorgt und anschließend ins Kepler Uniklinikum nach Linz geflogen. Dort kämpft er derzeit ums Überleben – laut einer Kliniksprecherin schwebt der 45-Jährige in akuter Lebensgefahr.
Krisenintervention für die Familie – Ermittlungen eingeleitet
Neben den Rettungskräften war auch ein Kriseninterventionsteam im Einsatz, um die Angehörigen, insbesondere die Ehefrau und den Vater des Verunglückten, psychologisch zu betreuen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären. Besonders tragisch: Der Vorfall ereignete sich im familiären Miteinander – und hat die betroffene Familie in einen Schockzustand versetzt.
Ein Mahnmal für die Gefahren der landwirtschaftlichen Arbeit
Der schwere Unfall ist ein erschütterndes Beispiel für das hohe Risiko, dem Landwirtinnen und Landwirte in ihrem Berufsalltag oft ausgesetzt sind. Routinearbeiten können binnen Sekunden zur Lebensgefahr werden – selbst unter der Obhut vertrauter Hände.
Die Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei dem Verletzten und seiner Familie – mit der Hoffnung, dass die Ärzte das scheinbar Unmögliche doch noch schaffen.