Während über 200.000 Trauernde in Rom Abschied von Papst Franziskus nahmen, fand der ehemalige US-Präsident Joe Biden bewegende Worte für das Wirken des verstorbenen Pontifex.
In einem emotionalen Meinungsbeitrag sprach Biden von einer Welt, die nun „kälter und weniger gerecht“ sei – und rief dazu auf, das Erbe von Franziskus lebendig zu halten.
Papst Franziskus: Ein Symbol der Barmherzigkeit
Biden erinnerte an das Leitmotiv von Franziskus:
„Miserando atque eligendo“ – „Er sah ihn mit Barmherzigkeit an und erwählte ihn.“
Franziskus habe stets für Mitgefühl, Wahrheit und Menschenwürde eingestanden – in einer Zeit, in der viele Führungspersönlichkeiten weltweit auf Grausamkeit und Lügen setzten.
Besonders hob Biden die Betonung des Papstes auf den Schutz der Schwachen, Migranten und der Umwelt hervor:
„Für Franziskus war der Klimawandel kein politisches Thema, sondern eine moralische Verpflichtung.“
Persönliche Begegnungen und bleibende Inspiration
Biden traf Papst Franziskus erstmals 2013 bei dessen Inthronisierung als damaliger Vizepräsident.
Er beschreibt, wie ihn Franziskus’ Haltung inspirierte, den katholischen Glauben neu zu erleben:
Ein Glaube, der den Armen dient, den Schwachen schützt und die Menschlichkeit in jedem Menschen anerkennt.
Ein besonderes Erinnerungsstück begleitet Biden bis heute: Ein Foto von ihm mit Papst Franziskus, das auf seinem Schreibtisch im Oval Office stand und jetzt seinen Arbeitsplatz in Delaware ziert.
Der Auftrag: Franziskus’ Erbe fortführen
In seinem letzten Ostersegen rief Franziskus zum Frieden auf und verurteilte Kriege, Gewalt in Familien und die Verachtung gegenüber Migranten und Schwachen.
Jetzt, so Biden, sei es die Aufgabe derer, die Franziskus liebten, sein Werk fortzusetzen:
„Barmherzigkeit ist keine Schwäche. Sie ist die größte Stärke.“
Abschließend betont Biden, dass Franziskus ein großer Führer und ein zutiefst guter Mensch gewesen sei. Seine Werte – Mitgefühl, Gerechtigkeit, Menschlichkeit – sollten auch nach seinem Tod eine lebendige Inspiration für alle sein.