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Bürgerrechtler verteidigen afroamerikanisches Nationalmuseum gegen politische Angriffe
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Bürgerrechtler verteidigen afroamerikanisches Nationalmuseum gegen politische Angriffe

geralt (CC0), Pixabay

Mit einer groß angelegten Aktionswoche verteidigen Bürgerrechtsorganisationen das National Museum of African American History and Culture gegen Versuche der Trump-Regierung, die Darstellung afroamerikanischer Geschichte einzuschränken.
Die Aktion steht unter dem Motto #HandsOffOurHistory und soll Bewusstsein schaffen sowie Widerstand organisieren.


Hintergrund: Regierungskritik an „kritischer Geschichtsvermittlung“

Auslöser ist eine Reihe von Dekreten Präsident Donald Trumps, die auf die Abschaffung von Diversitäts-, Gleichstellungs- und Inklusionsprogrammen (DEI) in Bundesbehörden abzielt.
Zudem ordnete Trump an, Narrative abzulehnen, die amerikanische oder westliche Werte als „schädlich oder unterdrückend“ darstellen – namentlich betroffen: auch Museen der Smithsonian Institution, darunter das afroamerikanische Nationalmuseum.

„Diese Angriffe sind absichtlich. Sie wollen Schwarze Geschichte, Schwarze Stimmen und Schwarze Leben auslöschen“, sagte Kimberlé Williams Crenshaw, Direktorin des African American Policy Forum, in einer Erklärung.

Aktionen zur Unterstützung der Geschichte

Am 3. Mai wird ein Protestmarsch von Freedom Plaza zum Nationalmuseum stattfinden.
Zudem rufen die Organisatoren lokale Gruppen dazu auf, schwarze Museen, Bibliotheken und Institutionen in ihren Gemeinden aktiv zu unterstützen – durch Besuche, Spenden oder das Anmieten von Veranstaltungsräumen.

Ein offizielles Bekenntnis wurde ebenfalls unterzeichnet:

„Schwarze Geschichte ist amerikanische Geschichte. Ohne sie können wir den Kampf um Freiheit nicht verstehen, noch eine demokratischere Zukunft sichern.“

Sorge um Zukunft der Museen

Nach öffentlicher Empörung und dem Rücktritt des Museumsdirektors Kevin Young Anfang April verschärft sich der Ton.
Vedet Coleman-Robinson, Präsidentin der Association of African American Museums, rief dazu auf, mehr zu tun:

„Wir müssen jetzt richtig laut werden!“

Sie warnte davor, dass afroamerikanische Museen ohnehin nur weniger als 1 % des Bundeshaushalts erhalten.
Bei Kürzungen könnten ausgerechnet die ohnehin am meisten unterfinanzierten Institutionen am stärksten betroffen sein.
Bereits während des diesjährigen Black History Month blieben vielerorts Besucherzahlen aus – eine direkte Folge der Anti-DEI-Rhetorik, so Coleman-Robinson.

„Wenn man mit einer Axt im Bundeshaushalt wütet, sollte man nicht bei den Kleinsten anfangen.“

Fazit

Die Verteidigung der afroamerikanischen Geschichte ist nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein politisches Statement:
Das Nationalmuseum bleibt ein Symbol für Erinnerung, Identität und den Kampf um Gleichberechtigung.

Die Aktionswoche soll ein deutliches Zeichen setzen:
Geschichte darf nicht ausgelöscht werden – und schon gar nicht aus politischen Gründen.

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