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Fast 20 Todesfälle wegen Zeckenbissen – So gefährlich sind Zecken und wie man sich schützt

Nicooografie (CC0), Pixabay

In Deutschland haben Zeckenbisse im Jahr 2023 für eine besorgniserregende Zahl von Behandlungen und sogar Todesfällen gesorgt. Laut den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes wurden 6.000 Menschen wegen Zeckenbissen behandelt, und tragischerweise starben 19 Personen an den Folgen des Bisses. Diese Zahl verdeutlicht, wie gefährlich Zecken sein können, insbesondere da sie verschiedene Krankheiten übertragen, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen können.

Die Risiken von Zeckenbissen

Zecken sind nicht nur unangenehm, sie sind auch gefährlich, da sie Krankheiten übertragen können. Zwei der bekanntesten Erkrankungen, die durch Zeckenbisse verursacht werden können, sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose.

  1. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Diese Viruserkrankung kann schwerwiegende Folgen für das Nervensystem haben und zu Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute führen. In den schlimmsten Fällen kann FSME zu Lähmungen, Koma oder sogar Todesfällen führen. FSME wird durch einen Virus verursacht, den die Zecken übertragen.

  2. Borreliose: Diese Krankheit wird durch Bakterien ausgelöst und kann zu einer chronischen Erkrankung führen, die das Nervensystem, die Gelenke und andere Organe betrifft. Die Symptome reichen von Hautausschlägen bis hin zu Gelenkschmerzen und schwerwiegenderen Folgeerkrankungen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Wie gefährlich ist Borreliose?

Obwohl Borreliose eine ernstzunehmende Krankheit ist, relativiert der Virologe Michael Baier vom Uni-Klinikum Jena die Gefährlichkeit der Borreliose-Infektionen. Laut Baier sind Borreliose-Infektionen sehr selten und werden nur in etwa einem Prozent der Fälle nach einem Zeckenbiss übertragen. Das bedeutet, dass nicht jeder Zeckenbiss zu einer Borreliose-Erkrankung führt.

Allerdings besteht das Risiko immer, weshalb es sehr wichtig ist, Zecken nach einem Biss schnell zu entfernen. Je schneller man die Zecke entfernt, desto geringer ist das Risiko, sich mit Borreliose oder FSME zu infizieren. Die richtige Entfernung einer Zecke spielt also eine entscheidende Rolle beim Schutz vor diesen Krankheiten.

Schutzmaßnahmen und Empfehlungen

Um sich vor den Risiken von Zeckenbissen zu schützen, sollten einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

  1. Schutzkleidung tragen: Besonders in waldreichen und grasbewachsenen Gebieten sollte man lange Hosen und langärmelige Kleidung tragen, um den Kontakt mit Zecken zu minimieren.

  2. Zeckenrepellent verwenden: In Zeckenrisikogebieten ist der Einsatz von Insektenschutzmitteln ratsam, um Zecken fernzuhalten.

  3. Zecken regelmäßig kontrollieren: Besonders nach Aufenthalten in der Natur sollte man sich gründlich auf Zecken abtasten. Zecken nisten sich gerne in Hautfalten oder an schwierig erreichbaren Stellen wie dem Nacken oder hinter den Ohren ein.

  4. Zecke richtig entfernen: Wenn eine Zecke stecken bleibt, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Am besten geht dies mit einer Pinzette oder einem Zeckenentferner, indem die Zecke vorsichtig am Kopf gegriffen und langsam herausgezogen wird. Drücken Sie dabei nicht auf den Körper der Zecke, um eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden.

  5. FSME-Impfung: In vielen Regionen Deutschlands, besonders in den hochrisikobehafteten Gebieten für FSME, wird eine Impfung empfohlen, um sich vor der Virusinfektion zu schützen. Borreliose lässt sich derzeit nicht impfen, jedoch kann eine schnelle Antibiotika-Behandlung nach einem Zeckenbiss oft eine Ausbreitung der Krankheit verhindern.

Fazit

Zeckenbisse können gefährlich sein, aber nicht jeder Biss führt zu einer Krankheit. Borreliose tritt nur in seltenen Fällen auf und kann mit einer schnellen Behandlung gut behandelt werden. Bei FSME ist der Schutz durch eine Impfung der beste Weg, um sich vor schweren gesundheitlichen Folgen zu schützen. Schnelligkeit und richtige Entfernung der Zecke sind entscheidend, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern und das Risiko zu minimieren. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen und einer raschen Reaktion nach einem Zeckenbiss lässt sich das Risiko, an einer durch Zecken übertragenen Krankheit zu erkranken, erheblich verringern.

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