Seit Sonntagabend zeigt sich der Kölner Dom in einem neuen Licht – im wahrsten Sinne des Wortes: Die weltberühmte Kathedrale wird nun von einer modernen LED-Beleuchtung in Szene gesetzt. Über 700 LED-Lampen, großteils direkt am Bauwerk installiert, ersetzen die bisherigen Halogendampflampen, die von benachbarten Dächern aus den Dom anstrahlten.
Weniger Energie, mehr Präzision
Dombaumeister Peter Füssenich lobte die neue Technik als energieeffizienter, umweltfreundlicher und präziser. „Die LED-Leuchten verbrauchen nicht nur deutlich weniger Strom, sondern sind auch in der Herstellung umweltverträglicher“, so Füssenich. Zudem ermögliche die neue Anlage eine gezieltere Ausleuchtung der gotischen Details – etwa der filigranen Fensterrosen, Wasserspeier und Turmspitzen.
Nachhaltiger Glanz für ein Wahrzeichen
Mit der Umstellung auf LED folgt der Kölner Dom dem Beispiel vieler historischer Gebäude in Europa, die Denkmalschutz und Klimaschutz miteinander vereinen wollen. Der Wechsel bedeutet laut Domverwaltung eine Stromeinsparung von über 70 Prozent – ein wichtiger Schritt angesichts steigender Energiepreise und wachsender ökologischer Verantwortung.
Symbolwirkung weit über Köln hinaus
Die neue Beleuchtung wurde am Sonntagabend erstmals öffentlich eingeschaltet – und sorgte für Staunen bei zahlreichen Passanten und Tourist:innen. Die Lichtstimmung ist dezenter, atmosphärischer und zugleich detailreicher als zuvor – ein Zusammenspiel aus Technik, Ästhetik und Denkmalschutz.
Fazit
Mit der neuen LED-Beleuchtung zeigt der Kölner Dom, dass sich Tradition und Moderne nicht ausschließen. Das gotische Meisterwerk erstrahlt nun nicht nur im besten Licht, sondern auch im Zeichen der Nachhaltigkeit – und setzt damit ein leuchtendes Beispiel für die Verbindung von Kultur und Klimaschutz.