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Ein neuer Papst wird gewählt – So läuft das Konklave ab

Guren-The-Thirdeye (CC0), Pixabay

Papst Franziskus ist gestorben. Nun muss ein neuer Papst gewählt werden. Diese Wahl nennt man Konklave. Das ist ein besonderes Treffen der wichtigsten Kirchenmänner der katholischen Kirche – den Kardinälen.

Sie kommen aus vielen Ländern zusammen, um gemeinsam zu entscheiden, wer der neue Papst werden soll. Die Wahl folgt festen Regeln, die schon sehr alt sind.

Wer darf den neuen Papst wählen?

Nur Kardinäle, die jünger als 80 Jahre sind, dürfen mitmachen. Zurzeit sind das etwa 120 Männer. Sie treffen sich im Vatikan, im Stadtstaat mitten in Rom.

Während der Wahl leben die Kardinäle im Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“. Sie dürfen in dieser Zeit nicht mit der Außenwelt sprechen – kein Handy, kein Internet, keine Zeitung.

Die Wahl findet in der berühmten Sixtinischen Kapelle statt – dort, wo auch Michelangelos berühmte Deckenbilder zu sehen sind.

Wann beginnt das Konklave?

Zuerst gibt es eine Trauerzeit von neun Tagen. In dieser Zeit beten die Gläubigen für den verstorbenen Papst. Auch viele Gedenk-Gottesdienste finden statt.

Etwa zwei bis drei Wochen nach dem Tod von Papst Franziskus beginnt dann das Konklave. Der genaue Tag wird von den Kardinälen gemeinsam festgelegt.

Wie läuft die Wahl ab?

Die Kardinäle stimmen geheim ab. Jeder schreibt den Namen seines Wunsch-Kandidaten auf einen Zettel.
Es gibt vier Wahlgänge pro Tag: zwei am Vormittag und zwei am Nachmittag.

Ein Kandidat braucht zwei Drittel der Stimmen, um gewählt zu werden. Wenn niemand diese Mehrheit erreicht, wird weiter abgestimmt – manchmal über mehrere Tage.

Nach jeder Wahlrunde werden die Stimmzettel verbrannt:

  • Schwarzer Rauch steigt auf, wenn kein neuer Papst gewählt wurde.

  • Weißer Rauch bedeutet: Ein neuer Papst wurde gefunden!

Außerdem wird die große Glocke des Petersdoms geläutet – ein Zeichen für die ganze Welt.

Was passiert nach der Wahl?

Der neue Papst wird gefragt, ob er die Wahl annimmt. Sagt er ja, wählt er auch einen neuen Papstnamen.

Dann tritt der höchste Diakon unter den Kardinälen auf den Balkon des Petersdoms und sagt:
„Habemus Papam!“ – „Wir haben einen Papst!“

Kurz darauf zeigt sich der neue Papst der Welt, spricht einige Worte und gibt den feierlichen Segen „Urbi et Orbi“ – für die Stadt Rom und für alle Menschen.

Ein neuer Anfang für die Kirche

Mit dem Konklave beginnt ein neues Kapitel für die katholische Kirche. Der neue Papst wird viele wichtige Aufgaben übernehmen – für die Kirche, aber auch für die ganze Welt.

Wer Papst Franziskus nachfolgen wird, ist noch offen. Doch bald wird eine Entscheidung getroffen.

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