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USA und Iran zeigen sich nach zweiter Runde der Atomgespräche vorsichtig optimistisch

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Die zweite Runde hochrangiger Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über Teherans Atomprogramm ist am Samstag in Rom zu Ende gegangen. Beide Seiten äußerten sich vorsichtig optimistisch über mögliche Fortschritte auf diplomatischem Weg.

Die Gespräche fanden erneut unter Vermittlung des Sultanats Oman statt, obwohl sie geografisch in Italien abgehalten wurden. Auf US-amerikanischer Seite leitete Nahost-Sondergesandter Steve Witkoff die Delegation, während die iranische Seite vom stellvertretenden Außenminister Abbas Araghchi geführt wurde.

Laut US-Angaben seien „sehr gute Fortschritte“ erzielt worden. Man habe sich auf ein weiteres Treffen in der kommenden Woche geeinigt. Auch Araghchi bestätigte, dass man sich in wichtigen Punkten angenähert habe. Dennoch betonte er, dass das Atomabkommen von 2015 (JCPOA), das ursprünglich zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland geschlossen worden war, „nicht mehr ausreichend“ sei.

Trotz positiver Zwischentöne warnte Araghchi vor zu viel Euphorie. Auf der Plattform X schrieb er, dass zwar Bewegung in die Verhandlungen gekommen sei, Optimismus aber weiterhin mit großer Vorsicht zu genießen sei.

Technische Gespräche folgen

Vor der nächsten Runde auf hoher Ebene sollen bereits am Mittwoch Gespräche auf technischer Ebene in Oman stattfinden. Das iranische Außenministerium bestätigte, dass diese Gespräche zur Vorbereitung des dritten Treffens am kommenden Samstag dienen sollen.

Die Delegationen kommunizieren weiterhin nicht direkt miteinander. Stattdessen vermitteln omanische Diplomaten zwischen den beiden Seiten. Ein direktes Treffen zwischen Witkoff und Araghchi gab es nur kurz während der ersten Runde in Muscat – ein solcher direkter Dialog hatte seit der Präsidentschaft Obamas nicht mehr stattgefunden.

Hintergrund: Atomprogramm und Sanktionen

Die USA fordern von Iran, die Produktion von hochangereichertem Uran einzustellen, da dieses Material für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte. Teheran beharrt hingegen auf seinem Recht zur Urananreicherung, signalisiert aber Kompromissbereitschaft – insbesondere im Austausch gegen die Lockerung internationaler Sanktionen, die die iranische Wirtschaft massiv belasten.

Seit dem Rückzug der USA aus dem JCPOA im Jahr 2018 unter Donald Trump hat der Iran die Beschränkungen des Abkommens deutlich überschritten, betont jedoch weiterhin, keine Atomwaffen anzustreben.

Internationale Gespräche und Sicherheitslage

Im Vorfeld der Gespräche hatte Witkoff in Paris mit dem israelischen Sicherheitsberater Ron Dermer und dem Mossad-Chef David Barnea gesprochen. Israel verfolgt traditionell eine harte Linie gegenüber dem iranischen Atomprogramm und lehnt diplomatische Lösungen weitgehend ab.

Auch mit den europäischen Verbündeten – Frankreich, Deutschland und Großbritannien – wurde über mögliche Konsequenzen bei einem erneuten Scheitern der Verhandlungen gesprochen, insbesondere über eine mögliche Rückkehr zu UN-Sanktionen („Snapback“-Mechanismus), da der Iran aktuell nicht den Auflagen des ursprünglichen Abkommens entspricht.

Araghchi war vor seinem Rom-Besuch auch in Moskau, wo er mit Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow zusammentraf. Russland gilt weiterhin als Unterstützer Irans in diesen Verhandlungen.

Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, sprach von einem „kritischen Moment“ in den Gesprächen. Man sei sich bewusst, dass „nicht mehr viel Zeit“ bleibe.

Regionale Dynamiken

Zusätzlich zur US-Iran-Diplomatie hat es auch Bewegung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien gegeben. Der saudische Verteidigungsminister Khalid bin Salman besuchte diese Woche Teheran – ein seltenes Zeichen der Annäherung zwischen den regionalen Rivalen. Ziel war es laut Beobachtern, die diplomatischen Beziehungen zu verbessern und eine Vermittlerrolle bei der Deeskalation zu übernehmen.

Wie lange die derzeitige Gesprächsbereitschaft anhält, bleibt jedoch unklar – insbesondere angesichts möglicher strategischer Unvorhersehbarkeiten auf amerikanischer Seite.

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