Die anhaltende Trockenheit hinterlässt erste spürbare Spuren in den bayerischen Wäldern: In mehreren Regionen des Allgäus warnen Behörden vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Besonders betroffen sind das Oberallgäu, das Ostallgäu sowie der Landkreis Lindau. Um mögliche Brände frühzeitig zu erkennen, hat die Luftrettungsstaffel Bayern am heutigen Montag mit gezielten Beobachtungsflügen begonnen.
„Die Wetterlage ist angespannt“, teilte ein Sprecher der Luftrettungsstaffel mit. Aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen sei die Vegetation ungewöhnlich trocken – ein Funke reiche bereits aus, um einen Brand auszulösen. Die regelmäßigen Überflüge sollen helfen, potenzielle Gefahrenherde frühzeitig zu entdecken und eine rasche Reaktion der Einsatzkräfte zu ermöglichen.
Auch das Wasserwirtschaftsamt Kempten schlägt Alarm. Der ohnehin zu trockene Winter hat die Lage zusätzlich verschärft: In vielen Regionen ist weniger Schnee gefallen als üblich, was nun auch die Schneeschmelze beeinflusst. Die Experten rechnen mit einem unterdurchschnittlichen Anstieg der Pegel in Flüssen und Bächen – ein weiterer Faktor, der die Gefahr für ausgedehnte Wald- und Flächenbrände erhöht.
Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, in Waldgebieten besonders vorsichtig zu sein, keine offenen Feuer zu entzünden und das Grillen im Freien zu unterlassen. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette kann in dieser angespannten Lage fatale Folgen haben.