Die wirtschaftliche Unsicherheit in den USA wächst, doch Finanzminister Scott Bessent dämpft Hoffnungen auf eine klare Prognose:
„Es gibt keine Garantien, dass eine Rezession ausbleibt.“
In einem Interview mit NBCs „Meet the Press“ verteidigte er die Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung, betonte aber, dass das Land sich in einer „Übergangsphase“ befinde, in der sich die Auswirkungen erst zeigen würden.
Trump-Regierung auf Sparkurs – doch Konsumenten sind skeptisch
Die Trump-Administration hat sich das Ziel gesetzt, die hohe Staatsverschuldung zu reduzieren und das Land von „massiven staatlichen Ausgaben“ zu entwöhnen. Doch während Bessent diesen Kurs als „nachhaltig“ bezeichnet, zeigen sich Finanzmärkte und Verbraucher zunehmend besorgt:
- 54 % der US-Wähler lehnen laut einer NBC-Umfrage Trumps Wirtschaftspolitik ab.
- J.P. Morgan schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Jahr 2025 auf 40 %.
- Der S&P 500 fiel vergangene Woche um über 10 % in den Korrekturbereich, nachdem Trump einen Handelskrieg mit der EU angedroht hatte.
Bessent: „Eine Korrektur ist normal“
Trotz des Einbruchs an den Börsen und der unsicheren Wirtschaftslage zeigt sich Bessent gelassen:
„Ich bin seit 35 Jahren im Investmentgeschäft. Marktkorrekturen sind gesund und normal.“
Die S&P-500-Verluste der letzten Woche seien kein Zeichen für eine tiefergehende Krise, sondern lediglich eine „Anpassung“ an die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Trump: Vom Wirtschaftsboom zur Warnung vor „Turbulenzen“
Während Trump im Wahlkampf 2024 noch einen Wirtschaftsboom versprach, bereitet er die Amerikaner nun auf eine schwierige Übergangszeit vor:
„Es gibt eine Phase der Umstellung, weil das, was wir tun, sehr groß ist.“
Ob Trumps wirtschaftspolitische Maßnahmen langfristig erfolgreich sind oder die USA tatsächlich in eine Rezession rutschen, bleibt ungewiss. Sicher ist nur: Die Märkte und Verbraucher blicken zunehmend skeptisch auf die Zukunft.