Aktenzeichen: 403 IN 2104/24
Das Amtsgericht Leipzig hat am 20. Februar 2025 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Ercon Mobile GmbH mangels Masse abgewiesen. Damit bleibt das Unternehmen ohne gerichtliche Insolvenzverwaltung, da nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, um ein Insolvenzverfahren durchzuführen.
Hintergrund der Entscheidung
Die Ercon Mobile GmbH, mit Sitz in Leipzig, ist im Handelsregister unter HRB 17952 eingetragen und wird durch Geschäftsführer René Wegewitz vertreten. Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde gestellt, nachdem sich das Unternehmen in einer finanziellen Notlage befand. Das Gericht kam jedoch zu dem Ergebnis, dass die Verfahrenskosten nicht gedeckt werden können, weshalb eine Abwicklung über die Insolvenzordnung nicht möglich ist.
Folgen der Abweisung des Antrags
🔹 Kein Insolvenzverfahren: Da kein Insolvenzverwalter bestellt wird, erfolgt keine geordnete Abwicklung oder Verteilung möglicher Vermögenswerte.
🔹 Gläubiger gehen leer aus: Ohne Insolvenzmasse besteht für Gläubiger keine Möglichkeit, ihre Forderungen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens geltend zu machen.
🔹 Mögliche Löschung des Unternehmens: In vielen Fällen führt eine solche Entscheidung zur Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister, sofern keine weiteren Schritte unternommen werden.
Welche Optionen haben Gläubiger?
Da kein Insolvenzverfahren eröffnet wird, bleibt den Gläubigern nur die Möglichkeit, zivilrechtliche Schritte gegen das Unternehmen oder gegebenenfalls gegen den Geschäftsführer einzuleiten, falls eine persönliche Haftung in Betracht kommt.
Rechtsmittel gegen die Entscheidung
Die Antragstellerin oder andere Betroffene haben die Möglichkeit, innerhalb von zwei Wochen eine sofortige Beschwerde beim Amtsgericht Leipzig einzulegen.
Der vollständige Beschluss kann in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts Leipzig eingesehen werden.