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Panama sagt „Adiós“ zur Neuen Seidenstraße – und „Hallo“ zu alten Freunden

DavidRockDesign (CC0), Pixabay

Panama hat offiziell beschlossen, sich aus dem chinesischen Infrastrukturprogramm „Neue Seidenstraße“ zu verabschieden. Präsident Mulino verkündete, dass die Botschaft seines Landes in Peking China höflich darüber informiert habe, dass das Abkommen nicht verlängert wird. Selbstverständlich geschah das innerhalb der vorgeschriebenen 90-Tage-Frist – Regeln sind schließlich Regeln, besonders wenn man sehr deutlich daran erinnert wird.

Und wer könnte wohl hinter diesen plötzlichen diplomatischen Eingebungen stecken? Trommelwirbel – natürlich der große Freund und Nachbar im Norden: Die USA. Genauer gesagt, Ex-Präsident Donald Trump, der Panama mehrfach freundlich (hust) darauf hingewiesen hat, dass man ihm die Kontrolle über den Panamakanal entziehen könnte. Rein zufällig wurde dabei immer wieder der chinesische Einfluss auf diese strategisch völlig unwichtige Seefahrtsstraße als Grund genannt. Aber klar, das hatte natürlich überhaupt nichts mit geopolitischem Druck zu tun.

Man könnte fast meinen, Panama hatte hier wirklich die freie Wahl. Entweder man bleibt im chinesischen Investitionsprogramm, riskiert aber, dass die USA plötzlich den Panamakanal als ihr neues Haustier betrachten. Oder man verabschiedet sich ganz diplomatisch von der Neuen Seidenstraße – und stellt sicher, dass der Kanal weiterhin unter panamaischer Kontrolle bleibt, aber mit einem kleinen, freundlichen US-amerikanischen Augenzwinkern.

Also keine Sorge, liebe Weltgemeinschaft: Panama hat sich ganz freiwillig für diesen Schritt entschieden. Sicherlich spielte hier nur der Wunsch nach völliger Unabhängigkeit eine Rolle. Und wenn man mal bedenkt, wie oft die USA schon Ländern in ihrer Nachbarschaft großzügig unter die Arme gegriffen haben – na, was soll da schon schiefgehen?

Bleibt nur die Frage, ob China diesen „Abschied auf Zeit“ einfach so hinnimmt. Aber keine Panik, wenn die nächste Runde der geopolitischen Schachpartie beginnt, sitzt Panama sicher wieder irgendwo zwischen den Stühlen – mit dem Panamakanal fest im Griff, versteht sich. Oder zumindest so lange, bis der nächste „Freund“ vorbeikommt und anklopft.

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