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Wenn der Patient „Krankenhaus“ selbst auf die Intensivstation muss

germany_photography (CC0), Pixabay

Es klingt wie der Plot eines satirischen Films: Sechs Krankenhäuser des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind pleite – und das in einer Zeit, in der die Nachfrage nach medizinischer Versorgung alles andere als rückläufig ist. Betroffen sind fünf Standorte in Rheinland-Pfalz und einer in Hessen. „Die Lage der deutschen Krankenhäuser ist so dramatisch wie noch nie“, warnte Gerald Gaß, Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), mit einer Ernsthaftigkeit, die vermutlich auch den letzten optimistischen Anleger verstummen lässt.

Und was sagt die DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt? Sie äußerte sich auf Anfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung – als hätte jemand gefragt, wie sie den Wetterbericht von gestern fand. Die Realität ist allerdings weniger heiter: Das Gesamt-Defizit aller Krankenhäuser in Deutschland hat laut DKG-Berechnungen die Marke von 14 Milliarden Euro überschritten. Aber keine Sorge, es gibt sicherlich einen Plan, das zu lösen – oder vielleicht auch nicht.

Krankenhäuser als defizitäre Betriebe

Ironischerweise sind Krankenhäuser mittlerweile so unrentabel wie ein Eisstand in der Arktis. Die Vorstellung, dass Einrichtungen, die für das Überleben der Gesellschaft so entscheidend sind, derart tief in den roten Zahlen stecken, könnte man als tragikomisch bezeichnen, wäre die Situation nicht so ernst. Die Frage bleibt: Wie schafft man es, ein derart grundlegendes System in die Pleite zu führen? Vielleicht liegt es an den exorbitanten Verwaltungskosten, der chronischen Unterfinanzierung oder der Tatsache, dass jede Gesundheitsreform der letzten Jahre scheinbar darauf abzielte, die Krankenhäuser ein Stückchen mehr zu ruinieren.

„Die Patienten kommen, die Einnahmen nicht“

Die Patientenströme reißen nicht ab – warum auch, schließlich hat sich niemand dazu entschlossen, weniger krank zu werden. Doch während die Menschen weiterhin behandelt werden, bleibt die Finanzierung oft auf der Strecke. Der Spagat zwischen medizinischer Versorgung und wirtschaftlicher Überlebensfähigkeit scheint schlicht unlösbar. Vielleicht ist das deutsche Gesundheitssystem der einzige „Patient“, der selbst auf der Intensivstation keine Heilung erfährt.

Was kommt als Nächstes?

Was also tun? Vielleicht wäre es an der Zeit, Krankenhäuser auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen. Mit ein bisschen Glück könnte man Fördergelder aus dem Artenschutzprogramm abgreifen. Und wer weiß, vielleicht kann ein privater Investor – oder ein besonders spendabler Milliardär – die Rettung bringen. Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Krankenhausaufenthalt nicht durch eine insolvenzbedingte Schließung unterbrochen wird.

Denn eines ist sicher: Die deutsche Krankenhauslandschaft hat derzeit kein Rezept für Gesundheit – weder für die Patienten noch für sich selbst.

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