Die zunehmende Digitalisierung, die vielerorts den Behördenweg vereinfachen sollte, erweist sich für viele Bürgerinnen und Bürger laut einer aktuellen Umfrage der Caritas als große Hürde. Für einen erheblichen Teil der Menschen, die Sozialleistungen in Anspruch nehmen wollen, bedeutet der Umstieg auf digitale Prozesse vor allem eines: Überforderung. So gaben in der Befragung des Wohlfahrtsverbandes 42 Prozent der Teilnehmenden an, Schwierigkeiten beim Umgang mit digitalen Anträgen zu haben. Besonders alarmierend ist, dass 86 Prozent nicht nur beim Ausfüllen, sondern auch beim Abschicken der digitalen Formulare Probleme hatten.
Die Caritas fordert daher dringende Nachbesserungen: Um digitale Hürden zu reduzieren, müsse der Zugang zum Sozialstaat durch verständliche digitale Schnittstellen erleichtert und die Bearbeitungsprozesse deutlich beschleunigt werden. „Digitale Lösungen sind nur dann echte Fortschritte, wenn sie niemanden ausgrenzen,“ so ein Sprecher der Caritas.