Die neue EU-Richtlinie zu fixierten Plastikdeckeln an Flaschen hat unerwartet den Plastikverbrauch erhöht, entgegen der ursprünglichen Absicht, Kunststoffabfälle zu reduzieren. Seit der Einführung der Regelung, dass Verschlüsse nach dem Öffnen an den Flaschen befestigt bleiben müssen, hat sich gezeigt, dass die neuen Deckelkonstruktionen mehr Kunststoff erfordern. Ein führender Forscher an einer technischen Universität äußerte, dass idealerweise die Verbraucher keine Beeinträchtigung durch die Neugestaltung der Verschlüsse spüren sollten.
Ein großer Getränkehersteller berichtete, dass die Umstellung auf die neuen Verschlüsse jährlich etwa sieben Tonnen mehr Kunststoff verbraucht. Dies steht im klaren Widerspruch zu den Umweltzielen, da eine Reduktion des Kunststoffverbrauchs angestrebt war. Verbraucher haben zudem festgestellt, dass die neuen Deckel in der Handhabung problematisch sind, insbesondere beim Autofahren oder Einschenken.
Obwohl die fixierten Deckel theoretisch das Recycling erleichtern sollten, da sie an den Flaschen bleiben und gemeinsam recycelt werden können, zeigen Erfahrungen aus der Recyclingindustrie, dass viele Verbraucher die Deckel dennoch abreißen und separat entsorgen. Die Industrievertreter plädieren daher für eine Überarbeitung der Richtlinie oder für ein Lernen von effektiveren Recyclingsystemen anderer Länder.