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Ist eine Ster­begeld­versicherung sinnvoll?

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652234 (CC0), Pixabay

Sterbegeldversicherungen sind eine beliebte Option, um die Bestattungskosten abzusichern. Ein Vergleich von 31 Angeboten durch die Stiftung Warentest zeigt jedoch, dass es für viele Menschen bessere Lösungen geben könnte.

Die Sterbegeldpolice ist eine Lebensversicherung mit geringen Versicherungssummen, typischerweise 3.000 Euro oder 7.000 Euro. Im Todesfall wird die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen ausgezahlt, wobei Tarife ohne Wartezeit auch für kurzfristige Verträge gelten. Trotzdem empfiehlt die Stiftung Warentest die Sterbegeldversicherung als Absicherung für Beerdigungskosten nur eingeschränkt, da viele Kunden im Laufe der Jahre mehr einzahlen, als sie letztendlich erhalten.

Die Angebote für Sterbegeldversicherungen variieren in den Preisklassen, beginnend bereits ab 5 Euro monatlich. Der Beitrag steigt mit dem Alter des Versicherungsnehmers. Die Versicherungssumme wird vom Kunden selbst festgelegt, oft zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro. Die durchschnittlichen Beiträge für eine 65-Jährige mit einer Versicherungssumme von 7.000 Euro und 20-jähriger Beitragszahlung liegen im Test zwischen 39 Euro und 53 Euro monatlich.

Die Lebensversicherer garantieren derzeit einen Zins von 0,25 Prozent, während die Sterbekassen, die Sterbegeldtarife anbieten, einen Rechnungszins zwischen 0,9 und 4 Prozent aufweisen. Der Schutz der Police gilt lebenslang, unabhängig von der Beitragszahlungsdauer, und die Verjährungsfrist beträgt in der Regel drei Jahre. Hinterbliebene müssen im Todesfall Sterbeurkunde und Versicherungsschein vorlegen.

In Deutschland sind Hinterbliebene verpflichtet, die Bestattung zu bezahlen. Für vermögenslose Angehörige besteht die Möglichkeit, beim Sozialamt eine Kostenübernahme zu beantragen. Die Bestattungskultur in Deutschland verändert sich, wobei traditionelle Familiengräber seltener werden. Die Kosten einer Bestattung hängen von den individuellen Wünschen ab, inklusive Bestattungsunternehmen, Friedhofskosten und zusätzlichen Gebühren je nach Beisetzungsart.

Ein häufiges Problem sind vergessene Sterbegeldpolicen, die oft erst zufällig entdeckt werden. Die Suche nach solchen Policen gestaltet sich schwierig, wenn keine Kontoabbuchungen mehr erfolgen und der Vertrag beitragsfrei gestellt wurde. Einige Verträge werden möglicherweise nie von Angehörigen abgerufen, was dazu führen kann, dass die Versicherungssumme nach einer gewissen Zeit zurückfällt.

Weitere Informationen zum Test finden Sie hier: https://www.test.de/Sterbegeldversicherungen-im-Vergleich-1791104-0/.

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