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Hitzewellen im Meer

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Csillagvirág (CC0), Pixabay

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Hitzewellen im Meer nicht nur an der Oberfläche auftreten, sondern auch zwischen 50 und 250 Metern Tiefe besonders intensiv sind. Diese Erwärmung hält in der Tiefe sogar bis zu zwei Jahre länger an als an der Oberfläche und hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Ökosysteme.

Bisherige Untersuchungen zur marinen Hitzewellen konzentrierten sich hauptsächlich auf die Oberflächentemperaturen der Meere. In der neuen Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Nature Climate Change“, wurde festgestellt, dass die stärkste Intensität der Hitzewellen nicht an der Oberfläche, sondern in Tiefen von 50 bis 250 Metern auftritt.

Das Forschungsteam, unter der Leitung von Meeresbiologin Eliza Fragkopoulou von der Universität der Algarve, analysierte Temperaturdaten von 1993 bis 2019 bis zu einer Tiefe von 2.000 Metern und kombinierte sie mit einer Untersuchung der Artenvielfalt von 25.000 Arten. Die Ergebnisse zeigen, dass marine Hitzewellen sich auch weit unter der Oberfläche ausbreiten und negative Auswirkungen auf dort lebende Tiere und Pflanzen haben. Dies reicht von Massensterben in der Nähe des Meeresbodens über Korallenbleichen bis hin zum Rückgang der Fischbestände.

Marine Hitzewellen sind Zeiträume ungewöhnlich hoher Wassertemperaturen im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt. Diese Temperaturen können mehrere Wochen bis Monate anhalten und Millionen von Quadratkilometern eines Meeres betreffen. Aufgrund des Klimawandels treten diese Ereignisse häufiger und intensiver auf.

Die Studie zeigt, dass die höchste Intensität der Hitzewellen nicht an der Oberfläche, sondern zwischen 50 und 250 Metern Tiefe liegt. Die biologische Vielfalt in den obersten 250 Metern ist besonders gefährdet, insbesondere in Teilen des Indischen Ozeans und des Nordatlantiks, wo hohe Intensität der Hitzewellen auf hohe Empfindlichkeit der Arten gegenüber Wärmestress trifft.

Die Forscher betonen, dass diese Ereignisse voraussichtlich mit der Erderwärmung zunehmen werden, und weitere Forschung ist erforderlich, um ihre Auswirkungen auf die Ökosysteme unter der Meeresoberfläche zu verstehen. Diese Ergebnisse sind auch alarmierend in Bezug auf die Artenvielfalt und die Ernährungssicherheit, da sie wichtige Regionen für die Fischerei betreffen.

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