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VZ VermögensZentrum Bank: Eigenkapitalquote steigt auf 58,18 Prozent – Bank meldet 2,82 Millionen Euro Gewinn vor Steuern

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Die VZ VermögensZentrum Bank AG mit Sitz in München hat ihren aufsichtsrechtlichen Offenlegungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen eine gestärkte Kapitalausstattung und weiterhin hohe Liquiditätskennzahlen. Das harte Kernkapital stieg gegenüber dem Vorjahr von 18,81 Millionen Euro auf 21,32 Millionen Euro. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von 56,56 auf 58,18 Prozent.

Gleichzeitig weist die Bank für 2025 einen Umsatz von 20,81 Millionen Euro und einen Gewinn vor Steuern von 2,82 Millionen Euro aus. Die Liquiditätsquoten gingen im Jahresvergleich deutlich zurück, liegen aber weiterhin erheblich über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen.

Der Bericht wurde am 20. Oktober 2026 veröffentlicht und bezieht sich auf den Stichtag 31. Dezember 2025.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2024
Hartes Kernkapital (CET1) 21,32 Mio. € 18,81 Mio. €
Gesamtrisikobetrag 36,65 Mio. € 33,25 Mio. €
Harte Kernkapitalquote 58,18 % 56,56 %
Gesamtkapitalquote 58,18 % 56,56 %
Gesamtkapitalanforderung einschließlich Puffer 11,25 % 13,23 %
Verschuldungsquote (Leverage Ratio) 24,65 % 24,61 %
Liquiditätsdeckungsquote (LCR) 1.889,20 % 2.448,61 %
Strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) 546,48 % 981,42 %

Quelle: Offenlegungsbericht der VZ VermögensZentrum Bank AG für 2025. Kapitalbeträge gerundet.

Hartes Kernkapital wächst um rund 13,4 Prozent

Das harte Kernkapital der Bank erhöhte sich von 18,806 Millionen Euro Ende 2024 auf 21,321 Millionen Euro Ende 2025.

Das entspricht einem Anstieg um rund 2,52 Millionen Euro beziehungsweise 13,4 Prozent.

Das harte Kernkapital, international als Common Equity Tier 1 (CET1) bezeichnet, gehört zu den wichtigsten Kennzahlen für die finanzielle Widerstandsfähigkeit eines Kreditinstituts.

Es dient dazu, mögliche Verluste aufzufangen, ohne dass die Bank unmittelbar auf fremdes Kapital zurückgreifen muss.

Die CET1-Quote stieg im Berichtsjahr von 56,56 auf 58,18 Prozent.

Damit verfügt die VZ VermögensZentrum Bank gemessen an ihren risikogewichteten Positionen über eine hohe regulatorische Kapitalausstattung.

Allerdings ist die Quote nicht mit einer handelsrechtlichen Eigenkapitalquote gleichzusetzen. Sie setzt das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kapital ins Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva und weiteren Risikopositionen.

Risikogewichtete Positionen steigen ebenfalls

Während das harte Kernkapital zunahm, erhöhte sich auch der Gesamtrisikobetrag.

Dieser stieg von 33,250 Millionen Euro auf 36,645 Millionen Euro.

Das entspricht einem Wachstum von rund 10,2 Prozent.

Die risikogewichteten Positionen bilden die Grundlage für die Berechnung der regulatorischen Kapitalquoten.

Dass die Kernkapitalquote trotz des gestiegenen Gesamtrisikobetrags zunahm, zeigt, dass das anrechenbare Kapital im Berichtsjahr prozentual stärker gewachsen ist als die entsprechende Risikobemessungsgrundlage.

Aus dieser Entwicklung allein lässt sich allerdings nicht ableiten, welche konkreten Geschäftsbereiche für den Anstieg verantwortlich waren.

Aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen deutlich übertroffen

Die im Bericht ausgewiesene Gesamtkapitalanforderung einschließlich der kombinierten Kapitalpuffer lag zum 31. Dezember 2025 bei 11,25 Prozent.

Ein Jahr zuvor hatte sie 13,23 Prozent betragen.

Die Bank erreichte dagegen eine Gesamtkapitalquote von 58,18 Prozent.

Damit lag die ausgewiesene Quote rund 46,93 Prozentpunkte über der Gesamtkapitalanforderung.

Auffällig ist zudem, dass für 2025 keine zusätzliche Eigenmittelanforderung für andere Risiken als das Risiko übermäßiger Verschuldung ausgewiesen wird. Für 2024 hatte diese noch 2,00 Prozent betragen.

Die im Bericht genannte SREP-Gesamtkapitalanforderung sank entsprechend von 10,00 auf 8,00 Prozent.

Die Gründe für diese Veränderung werden im vorliegenden Offenlegungsbericht nicht näher erläutert.

Der Vorstand erklärt, dass sämtliche aufgeführten aufsichtsrechtlichen Quoten während des gesamten Berichtszeitraums eingehalten wurden.

Liquiditätsdeckungsquote sinkt deutlich

Eine der auffälligsten Entwicklungen betrifft die Liquiditätsdeckungsquote, auch Liquidity Coverage Ratio (LCR) genannt.

Sie sank von 2.448,61 Prozent im Jahr 2024 auf 1.889,20 Prozent im Jahr 2025.

Das entspricht einem Rückgang um 559,41 Prozentpunkte.

Die LCR misst vereinfacht, in welchem Umfang eine Bank über hochwertige liquide Vermögenswerte verfügt, um einen modellierten kurzfristigen Liquiditätsbedarf unter Stressbedingungen abzudecken.

Die regulatorische Mindestanforderung liegt grundsätzlich bei 100 Prozent.

Mit 1.889,20 Prozent übertrifft die VZ VermögensZentrum Bank diesen Schwellenwert weiterhin um ein Vielfaches.

Der Rückgang ist deshalb nicht automatisch als Liquiditätsproblem zu interpretieren.

Die im Bericht ausgewiesenen durchschnittlichen hochwertigen liquiden Aktiva gingen von 64,446 Millionen Euro auf 58,786 Millionen Euro zurück.

Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen angepassten Nettomittelabflüsse von 2,638 Millionen Euro auf 3,120 Millionen Euro.

Beide Veränderungen trugen zur niedrigeren Liquiditätsdeckungsquote bei.

Strukturelle Liquiditätsquote fällt von 981 auf 546 Prozent

Auch die strukturelle Liquiditätsquote, international Net Stable Funding Ratio (NSFR), verringerte sich deutlich.

Sie lag Ende 2025 bei 546,48 Prozent, nachdem im Vorjahr noch 981,42 Prozent ausgewiesen worden waren.

Die NSFR soll sicherstellen, dass Kreditinstitute über eine ausreichend stabile Refinanzierung für ihre längerfristigen Vermögenswerte und außerbilanziellen Verpflichtungen verfügen.

Die regulatorische Mindestanforderung beträgt grundsätzlich 100 Prozent.

Trotz des Rückgangs liegt die Bank damit weiterhin erheblich über der Mindestschwelle.

Der Offenlegungsbericht zeigt, dass die verfügbare stabile Refinanzierung von 69,115 Millionen Euro auf 76,923 Millionen Euro zunahm.

Deutlich stärker erhöhte sich allerdings die erforderliche stabile Refinanzierung: von 7,042 Millionen Euro auf 14,076 Millionen Euro.

Sie hat sich damit nahezu verdoppelt.

Diese Entwicklung erklärt rechnerisch einen wesentlichen Teil des Rückgangs der NSFR.

Welche konkreten Bilanzpositionen den höheren Refinanzierungsbedarf verursacht haben, lässt sich aus den veröffentlichten Schlüsselparametern allein nicht bestimmen.

Verschuldungsquote bleibt nahezu unverändert

Die aufsichtsrechtliche Verschuldungsquote der Bank lag zum Jahresende 2025 bei 24,65 Prozent.

Im Vorjahr hatte sie 24,61 Prozent betragen.

Damit blieb diese Kennzahl nahezu konstant.

Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital ins Verhältnis zu einer regulatorisch definierten Gesamtrisikopositionsmessgröße.

Anders als bei den risikogewichteten Kapitalquoten erfolgt dabei grundsätzlich keine vergleichbare Risikogewichtung der einzelnen Positionen.

Die Gesamtrisikopositionsmessgröße stieg von 76,425 Millionen Euro auf 86,504 Millionen Euro.

Das entspricht einem Anstieg um rund 13,2 Prozent.

Die Bank weist eine Mindestanforderung an die Verschuldungsquote von 3,00 Prozent aus.

Mit 24,65 Prozent liegt sie auch bei dieser Kennzahl deutlich darüber.

20,81 Millionen Euro Umsatz und 2,82 Millionen Euro Vorsteuergewinn

Neben den aufsichtsrechtlichen Kennzahlen enthält der Bericht Angaben zur Geschäftstätigkeit in Deutschland.

Für das Geschäftsjahr 2025 weist die Bank folgende Werte aus:

Kennzahl Geschäftsjahr 2025
Umsatz nach bankeigener Definition gemäß Offenlegungsbericht 20,810 Mio. €
Gewinn vor Steuern 2,819 Mio. €
Steuern auf Einkommen und Ertrag 196.000 €
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 78 Vollzeitäquivalente
Öffentliche Beihilfen Keine

Die Bank definiert ihren Umsatz anhand mehrerer Positionen der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung, darunter Zins- und Provisionserträge sowie die entsprechenden Aufwendungen und weitere Ergebnisbestandteile.

Diese Umsatzdefinition unterscheidet sich von der klassischen Umsatzerlösgröße vieler Industrie- oder Handelsunternehmen.

Aus dem ausgewiesenen Vorsteuergewinn und den Steuern auf Einkommen und Ertrag lässt sich zwar eine rechnerische Differenz von rund 2,62 Millionen Euro bilden. Der Bericht weist jedoch keinen ausdrücklich so bezeichneten Jahresüberschuss aus. Deshalb sollte diese Differenz nicht ohne Abgleich mit der vollständigen Gewinn- und Verlustrechnung als bestätigter Jahresgewinn dargestellt werden.

Vergleichswerte für Umsatz und Vorsteuergewinn des Jahres 2024 enthält der vorliegende Offenlegungsbericht nicht.

Eine belastbare Aussage über die Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr ist daher anhand dieses Dokuments nicht möglich.

Schweizer Muttergesellschaft hält sämtliche Aktien

Die VZ VermögensZentrum Bank AG ist ein nicht börsennotiertes Kreditinstitut mit Sitz in München.

Das Grundkapital wird vollständig von der VZ Holding AG mit Sitz in Zürich gehalten.

Nach Angaben des Berichts hat die Schweizer Muttergesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, die auf die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen der deutschen Bank ausgerichtet ist.

Die Bank verfügte Ende 2025 neben ihrem Hauptsitz in München über Niederlassungen in Frankfurt am Main, Düsseldorf, Nürnberg, Lörrach und Berlin.

Ausländische Niederlassungen bestanden nach eigenen Angaben nicht.

Die veröffentlichten länderspezifischen Geschäftszahlen beziehen sich daher ausschließlich auf Deutschland.

Was bedeuten die Zahlen für Bankkunden?

Für Verbraucher sind insbesondere die Kapital- und Liquiditätskennzahlen von Bedeutung.

Eine hohe regulatorische Kapitalquote kann darauf hindeuten, dass ein Institut im Verhältnis zu seinen risikogewichteten Positionen über einen erheblichen Kapitalpuffer verfügt.

Auch die ausgewiesenen Liquiditätsquoten zeigen, dass die Bank die maßgeblichen regulatorischen Mindestanforderungen zum Berichtszeitpunkt deutlich übertraf.

Gleichzeitig ist eine einzelne Kennzahl kein vollständiger Maßstab für die Sicherheit eines Kreditinstituts.

Für eine umfassende Beurteilung wären unter anderem die Qualität der Vermögenswerte, die Ertragsentwicklung, die Geschäftsrisiken und weitere Angaben aus dem Jahresabschluss und Risikobericht zu berücksichtigen.

Verbraucher sollten außerdem zwischen der wirtschaftlichen Stabilität einer Bank und der rechtlichen Absicherung ihrer Einlagen unterscheiden.

Die Höhe der Eigenkapitalquote sagt für sich genommen nichts darüber aus, welche konkreten Einlagen durch gesetzliche oder freiwillige Sicherungssysteme geschützt sind.

Wer größere Guthaben bei einem Kreditinstitut halten möchte, sollte daher die für das jeweilige Institut geltenden Einlagensicherungsbedingungen gesondert prüfen.

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