Die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt als Herausgeberin und verwaltende Gesellschaft des Fonds Deka-Zielfonds 2025-2029 diesen Jahresbericht vor; mit der Fondsverwaltung war im Berichtszeitraum die Deka Vermögensmanagement GmbH beauftragt. Aus Anlegersicht zeigt der Bericht vor allem eines: Der Fonds hat im Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2026 zwar ein positives Ergebnis erzielt, musste aber zugleich spürbare Mittelabflüsse verkraften, wodurch das Fondsvermögen von 51,62 Millionen Euro auf 47,78 Millionen Euro sank.
Der Anteilwert stieg dennoch von 61,47 Euro auf 63,36 Euro je Anteil. Das heißt: Wer investiert blieb, profitierte von der Wertentwicklung; die Rücknahmen haben den Fonds aber insgesamt verkleinert. Die ausschüttungsrelevanten Erträge wurden nicht ausgeschüttet, sondern wieder angelegt.
Vermögen und Wertentwicklung
Zum Stichtag 30. Juni 2026 verwaltete der Fonds ein Vermögen von 47.781.997,42 Euro bei 754.193 umlaufenden Anteilen. Gegenüber dem Jahresbeginn war das ein Rückgang um rund 3,84 Millionen Euro. Der Hauptgrund waren Netto-Mittelabflüsse von 5.337.300,51 Euro, die nur teilweise durch das Jahresergebnis von 1.435.998,50 Euro und einen positiven Ertragsausgleich kompensiert wurden.
Die Wertentwicklung lag im Berichtsjahr bei plus 3,1 Prozent. Der Bericht ordnet das Ergebnis damit ein, dass der Fonds von der Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten nur begrenzt profitieren konnte, weil die Aktienquote konzeptbedingt niedrig blieb. Für Anleger bedeutet das: Das Produkt erfüllte seinen defensiveren Mischfondscharakter, war aber nicht darauf ausgelegt, an starken Aktienmärkten voll mitzuziehen.
Erträge kamen vor allem aus Zinsen auf Liquiditätsanlagen in Höhe von 168.501,99 Euro, aus Erträgen der Investmentanteile von 869.467,51 Euro sowie aus sonstigen Erträgen von 71.681,77 Euro, darunter Kick-back-Zahlungen von 45.303,22 Euro und Rückvergütungen aus Zielfonds von 26.378,55 Euro. Nach Aufwendungen von 289.630,80 Euro verblieb ein ordentlicher Nettoertrag von 820.020,47 Euro. Hinzu kamen Veräußerungsgewinne von netto 314.430,86 Euro sowie ein nicht realisiertes Ergebnis von 301.547,17 Euro.
Kosten
Die laufenden Kosten werden mit einer Gesamtkostenquote von 0,74 Prozent angegeben. Das ist für Anleger zunächst ein ordentlicher, aber keineswegs kostenloser Kostensatz für einen Dachfonds mit Zielfondsstruktur. Allein die Verwaltungsvergütung schlug mit 235.383,15 Euro zu Buche, die Verwahrstellenvergütung mit 47.076,63 Euro. Prüfungs- und Veröffentlichungskosten beliefen sich auf 6.176,15 Euro, sonstige Aufwendungen auf 994,87 Euro.
Im Verhältnis zu den Erträgen fällt auf: Die Gesamtaufwendungen von 289.630,80 Euro entsprachen rund einem Viertel der Bruttoerträge von 1.109.651,27 Euro. Positiv ist, dass dem Fonds keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmeabschläge berechnet wurden und dass der Gesellschaft aus den an Verwahrstelle und Dritte gezahlten Vergütungen keine Rückvergütungen zufließen. Anleger sollten aber beachten, dass die Gesamtkostenquote nur die laufenden Kosten abbildet, nicht die Transaktionskosten. Diese lagen im Geschäftsjahr insgesamt bei 1.235,07 Euro.
Zusätzlich weist der Bericht auf Verwaltungsvergütungen der Zielfonds von bis zu 0,65 Prozent p. a. hin. Für einen Dachfonds ist wichtig, dass die Kosten auf mehreren Ebenen anfallen können. Aus Anlegersicht ist daher nicht nur die eigene Fondsebene, sondern auch die Kostenbelastung der eingesetzten Zielfonds relevant.
Portfolio und größte Positionen
Der Fonds war zum Stichtag zu 80,8 Prozent in Wertpapieren investiert. Den größten Block bildeten Rentenfonds mit 56,1 Prozent des Fondsvermögens, gefolgt von Geldmarktfonds mit 19,0 Prozent und Aktienfonds mit 5,7 Prozent. Hinzu kamen 19,2 Prozent Barreserve und Sonstiges. Das Portfolio war damit deutlich defensiver ausgerichtet als ein reiner Aktienfonds.
Die größten Einzelpositionen waren Deka-VarioZins TF mit 9,10 Millionen Euro bzw. 19,03 Prozent des Fondsvermögens, Deka-Renten konservativ mit 9,08 Millionen Euro bzw. 19,00 Prozent und Deka-FlexZins CF mit 8,64 Millionen Euro bzw. 18,08 Prozent. Dazu kamen DekaLux-Geldmarkt: Euro mit 9,06 Millionen Euro bzw. 18,97 Prozent sowie Deka-SektorInvest VTIA mit 1,04 Millionen Euro bzw. 2,19 Prozent. Unter den fremden Zielfonds waren JPMorgan-Eur. Equity Pl. Fd Act. Nom. JI2 Acc. mit 1,82 Prozent und BlackRock I-BR Adv.US Equ. Reg.Shs S Acc. mit 1,73 Prozent enthalten.
Regional dominierte bei den Investmentanteilen Luxemburg mit 38,90 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 19,03 Prozent, Österreich mit 2,19 Prozent und Irland mit 1,73 Prozent. Währungsseitig entfielen 60,12 Prozent auf Euro und 1,73 Prozent auf US-Dollar. Die Liquidität war mit Bankguthaben, Geldmarktpapieren und Geldmarktfonds zusammen bei 38,18 Prozent hoch. Das verschafft Flexibilität, drückt aber typischerweise auch die Ertragschancen.
Risiken und Auffälligkeiten
Der Bericht nennt als wesentliche Risiken Marktpreisrisiken, Zinsänderungs- und Adressenausfallrisiken über die Zielfonds, Aktienkursrisiken sowie Fremdwährungsrisiken. Wesentliche Liquiditätsrisiken seien nicht festgestellt worden, ebenso keine besonderen operationellen Risiken. Aus Anlegersicht auffällig ist die starke Abhängigkeit von wenigen großen Zielfonds innerhalb des Portfolios; das schafft zwar Übersichtlichkeit, kann aber Klumpenrisiken erzeugen.
Ebenfalls auffällig ist, dass der Fonds im Berichtszeitraum keine wesentlichen Aktienmarktchancen ausschöpfte, weil die Aktienquote bewusst niedrig blieb. Das ist kein Fehler, sondern Teil des Konzepts – Anleger sollten aber wissen, dass die Wertentwicklung damit eher von Zins- und Geldmarktentwicklungen als von Aktienrallys geprägt wird. Nachhaltigkeitsbezogen weist der Bericht darauf hin, dass die zugrunde liegenden Investitionen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten erfüllen, zugleich aber PAI-Kriterien berücksichtigt wurden.
Die Entwicklung des Fondsvermögens zeigt zudem eine wichtige Veränderung gegenüber dem Vorjahr: Trotz positiver Performance schrumpfte das Volumen weiter, weil die Mittelabflüsse deutlich höher waren als die Zuflüsse. Das kann für bestehende Anleger bedeuten, dass sich die Kosten pro Anteil oder die Portfolioausrichtung künftig indirekt verändern können, wenn der Fonds weiter an Größe verliert.
Fazit für Anleger
Unterm Strich weist der Jahresbericht einen ordentlichen Fonds aus, der im Geschäftsjahr 2025/26 mit plus 3,1 Prozent und einem Ergebnis von 1.435.998,50 Euro positiv abgeschnitten hat. Gleichzeitig blieb das Produkt defensiv positioniert, profitierte also nur begrenzt von den Aktienmärkten, und litt unter Nettoabflüssen von 5,34 Millionen Euro. Die Erträge wurden zur Wiederanlage verwendet; ausgeschüttet wurde nichts.
Der unabhängige Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des deutschen KAGB und den einschlägigen europäischen Verordnungen entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens vermittelt.