Aus der deutschen Industrie kommen neue vorsichtig positive Wirtschaftsnachrichten. Nach den am 19. Oktober veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,7 Prozent gestiegen.
Gegenüber Juli erhöhte sich der Auftragsbestand saison- und kalenderbereinigt um 0,5 Prozent.
Besonders positiv entwickelten sich der Maschinenbau, der sonstige Fahrzeugbau und die Hersteller elektronischer sowie optischer Erzeugnisse.
Im Maschinenbau stieg der Auftragsbestand gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen verzeichneten ein Plus von 1,4 Prozent.
Weniger erfreulich entwickelte sich dagegen die Automobilindustrie. Hier ging der Auftragsbestand um 0,4 Prozent zurück.
Insgesamt reichen die vorhandenen Aufträge rechnerisch aus, um die Industrieunternehmen bei unverändertem Umsatz rund neun Monate zu beschäftigen.
Allerdings bedeutet ein höherer Auftragsbestand nicht zwangsläufig, dass die Unternehmen bereits mehr produzieren oder höhere Gewinne erzielen.
Entscheidend ist, wann die Aufträge tatsächlich abgearbeitet werden und welche Kosten dabei entstehen.
Für Beschäftigte sind die Zahlen grundsätzlich ein positives Signal. Besonders im Maschinenbau könnten die vorhandenen Aufträge zur Stabilisierung der Auslastung beitragen.
Für die Automobilindustrie bleibt die Lage dagegen angespannt.
Fazit: Die neuen Zahlen zeigen, dass Teile der deutschen Industrie über einen vergleichsweise hohen Auftragsbestand verfügen. Eine umfassende wirtschaftliche Erholung lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten.