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1842 Vermögen flexibel: Solides Plus, aber hohe Zielfondsquote und erhöhte Liquidität prägen das Jahr

Die Deka Vermögensmanagement GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt als Kapitalverwaltungsgesellschaft und verwaltende Gesellschaft des Fonds 1842 Vermögen flexibel diesen Jahresbericht vor; die tägliche Anlagepolitik wurde an die Deka Investment GmbH, Frankfurt am Main, ausgelagert, beraten wird der Fonds von der Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Aus Anlegersicht fällt vor allem auf: Der Fonds hat im Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2026 ein moderates Plus erzielt, gleichzeitig ist die Liquiditätsquote spürbar gestiegen und ein großer Teil des Vermögens steckt weiterhin in Renten-Zielfonds.

Das Fondsvermögen erhöhte sich von 22,84 Mio. Euro zum Jahresbeginn auf 26,83 Mio. Euro zum Stichtag. Je Anteil lag der Wert am 30. Juni 2026 bei 95,55 Euro bei 280.756 umlaufenden Anteilen. Zum Wachstum trugen ein positives Geschäftsergebnis von 949.881,63 Euro und Nettozuflüsse von 3,63 Mio. Euro bei; nach Ausschüttung bzw. Steuerabschlag für das Vorjahr sowie Ertrags- und Aufwandsausgleich ergab sich der Endbestand. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds ist im Berichtsjahr nicht geschrumpft, sondern hat sowohl durch Kapitalzuflüsse als auch durch Wertentwicklung zugelegt.

Vermögen und Wertentwicklung

Der Fonds erzielte über zwölf Monate eine Wertentwicklung von plus 3,8 Prozent. Auf Sicht von drei Jahren lag die durchschnittliche Jahresrendite bei 4,5 Prozent p.a., auf fünf Jahre bei 1,1 Prozent p.a. Die Benchmark ist der 3-Monats-Euribor; der Fonds soll diesen Referenzwert langfristig übertreffen. Im Berichtsjahr gelang dies mit einer deutlich positiven nominalen Entwicklung, wobei die Rendite vor allem aus dem laufenden Ertrag und den Kursbewegungen der Rentenbestände stammte. Der ordentliche Nettoertrag betrug 562.674,05 Euro, zusätzlich kamen per saldo 533.198,82 Euro nicht realisiertes Ergebnis hinzu. Veräußerungsgeschäfte belasteten das Ergebnis dagegen: Hier stand ein Verlust von 145.991,24 Euro zu Buche, weil den realisierten Gewinnen von 104.229,79 Euro höhere Verluste von 250.221,03 Euro gegenüberstanden.

Aus Anlegersicht ist die Entwicklung ordentlich, aber nicht spektakulär. Bemerkenswert ist, dass der Fonds trotz eines Zinsumfelds mit veränderten Notenbankentscheidungen und phasenweise schwankenden Kapitalmärkten ein positives Ergebnis hielt. Dabei stützten vor allem die Erträge aus Investmentanteilen mit 684.180,40 Euro das Ergebnis. Das spricht für die starke Abhängigkeit des Fonds von den Erträgen und Kursen seiner Zielfonds.

Kosten

Die laufenden Fondskosten sind mit einer Gesamtkostenquote von 1,36 Prozent ausgewiesen. Im Ergebnis kamen auf die Anleger im Berichtsjahr Verwaltungsvergütungen von 158.492,40 Euro und Verwahrstellenvergütungen von 21.132,29 Euro zu; weitere 4.720,03 Euro entfielen auf Prüfungs- und Veröffentlichungskosten sowie 1.184,19 Euro auf sonstige Aufwendungen. Insgesamt summierten sich die Aufwendungen auf 185.528,91 Euro. Dem standen Erträge von 748.202,96 Euro gegenüber. Damit lagen die Kosten zwar spürbar unter den Erträgen, sie zehren aber einen merklichen Teil der laufenden Einnahmen auf.

Für Anleger wichtig: Die Kostenlast ist bei einem Dachfonds mit vielen Zielfonds naturgemäß nicht niedrig. Hinzu kommt, dass die anteiligen laufenden Kosten der Zielfonds in der Quote bereits berücksichtigt werden. Positiv ist, dass keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmeabschläge angefallen sind. Zudem flossen der Gesellschaft aus den an Verwahrstelle und Dritte geleisteten Vergütungen und Erstattungen keine Rückvergütungen zu; ausgewiesen sind lediglich Kick-Back-Zahlungen von 281,16 Euro und Rückvergütungen aus Zielfonds von 3.345,46 Euro.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio blieb klar auf Renten ausgerichtet. 85,7 Prozent des Fondsvermögens steckten in Investmentanteilen, 1,1 Prozent in einer Unternehmensanleihe mit besonderer Ausstattung und 13,2 Prozent in Barreserve und Sonstigem. Die Kassenposition wurde gegenüber dem Vorjahr von 6,0 Prozent auf 13,2 Prozent erhöht. Aus Anlegersicht ist das auffällig, weil der Fonds damit vorsichtiger positioniert war und mehr Flexibilität für Neuengagements oder zur Risikosteuerung hielt.

Regional lag der Schwerpunkt der Zielfonds auf Deutschland, Irland und Luxemburg; die Bestände selbst waren zum Stichtag ausschließlich in Euro denominiert. Der Fonds hielt überwiegend breit gestreute Rentenfonds mit unterschiedlichen regionalen und thematischen Schwerpunkten. Größte Einzelpositionen waren unter anderem AXA WORLD FDS-EO CRED.TOT.RET. mit 6,29 Prozent, Candr-Candr.Bonds Cred.Alp. Act. mit 5,43 Prozent, Capitulum Weltzins-Invest mit 5,43 Prozent, Carmignac Portf.-Credit mit 5,18 Prozent, iShsIII-EO Crp.Bd BBB-BB U.ETF mit 5,09 Prozent und MSIF – Euro Corp. Bd- Dur. Hgd mit 4,77 Prozent. Die einzige direkte Anleiheposition war eine Landesbank-Baden-Württemberg-Bonitätsanleihe mit 1,04 Prozent des Fondsvermögens.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt die üblichen Rentenrisiken: Zinsänderungsrisiko, Emittenten- bzw. Ausfallrisiko, Fremdwährungsrisiken und die Risiken aus Zielfonds. Explizit heißt es, dass keine wesentlichen Liquiditätsrisiken festgestellt wurden und keine besonderen operationellen Risiken vorlagen. Das Marktrisikopotenzial wurde im Mittel mit 1,16 Prozent ausgewiesen, der Leverage lag bei 103,31 Prozent.

Aus Anlegersicht besonders relevant ist der starke Fokus auf Zielfonds. Das macht den Fonds flexibel und breit gestreut, führt aber zu einer gewissen Abhängigkeit von der Qualität und Entwicklung der Zielvehikel. Zudem konnte der Fonds durch die Konzentration auf Investment-Grade-Anleihen nicht vollständig an der stärkeren Entwicklung im High-Yield-Segment partizipieren; das begrenzt die Renditechancen, mindert aber auch das Risiko. Als positiv zu werten ist, dass das Geschäftsjahr trotz der erhöhten Liquiditätsquote und der Marktverwerfungen im Rentensegment mit einem klaren Gewinn abgeschlossen wurde.

Fazit für Anleger

Unterm Strich zeigt der Bericht einen defensiv ausgerichteten Rentenfonds, der 2025/26 ein solides Ergebnis erwirtschaftet hat und das Jahr mit einem höheren Fondsvermögen beendete. Die Ausschüttung bzw. der Steuerabschlag für das Vorjahr minderte zwar den Bestand, dennoch kam der Anteilwert auf 95,55 Euro und die Wertentwicklung lag bei plus 3,8 Prozent. Der Abschlussprüfer bestätigt, dass der Bericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens vermittelt.

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