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Deka-BR 85 legt deutlich zu – hohe Aktienquote, starke Derivate- und Einzeltitelabhängigkeit bei 1,05 Prozent laufenden Kosten

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft und Herausgeberin des Berichts ist die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main; sie verwaltet den Fonds Deka-BR 85. Der Bericht zeigt für das Geschäftsjahr bis 30. Juni 2026 eine klar positive Entwicklung: Das Fondsvermögen stieg auf 1,122 Milliarden Euro, der Anteilwert lag am Stichtag bei 134,99 Euro. Aus Anlegersicht ist vor allem bemerkenswert, dass der Fonds trotz eines erhöhten Markt- und Derivateeinsatzes mit einem Plus von 17,4 Prozent deutlich zugelegt hat.

Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt.

Vermögen und Wertentwicklung

Der Fonds profitiert weiterhin von seinem aktiven, breit gestreuten Mischansatz aus Aktien und Anleihen. Die Performance betrug laut Bericht über ein Jahr 17,4 Prozent, über drei Jahre p.a. 11,8 Prozent und über fünf Jahre p.a. 7,7 Prozent. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds hat nicht nur im letzten Jahr kräftig verdient, sondern auch über mehrere Zeiträume hinweg solide Ergebnisse geliefert. Eine Benchmark wird nicht verwendet, daher ist ein direkter Indexvergleich nicht möglich.

Das Fondsvermögen erhöhte sich zum 30. Juni 2026 auf 1.122.158.328,55 Euro. Der Anteilwert von 134,99 Euro zeigt, dass die positive Entwicklung unmittelbar im Wert der Anteile angekommen ist. Angaben zu konkreten Netto-Mittelzuflüssen oder Mittelabflüssen enthält der vorliegende Textausschnitt nicht; aus dem ausgewiesenen Vermögensanstieg lässt sich aber jedenfalls auf ein insgesamt gewachsenes Fondsvolumen schließen.

Die Wertentwicklung stammt nach dem Bericht aus mehreren Quellen: Der Fonds erzielte realisierte Gewinne vor allem aus Futures, Aktien und Renten sowie aus Devisengeschäften. Auf der Ertragsseite stachen außerdem Kompensationszahlungen von 4.589.286,30 Euro hervor. Gleichzeitig gab es auch spürbare realisierte Verluste, vor allem bei Futures, Aktien und Devisentermingeschäften. Für Anleger ist das wichtig, weil die Rendite nicht nur auf laufenden Erträgen beruhte, sondern in erheblichem Umfang aus aktiven Handelsentscheidungen und Marktbewegungen entstand.

Kosten

Die Gesamtkostenquote beträgt 1,05 Prozent. Das ist für einen aktiv gemanagten Fonds mit Aktien- und Anleihebausteinen nicht ungewöhnlich, mindert aber die Nettoerträge spürbar. Im Bericht werden als wesentliche sonstige Aufwendungen unter anderem Beratungsvergütungen von 2.102,73 Euro, EMIR-Kosten von 8.236,16 Euro, fremde Depotgebühren von 27.543,26 Euro sowie Kosten für die Bereitstellung von Analysematerial oder -dienstleistungen durch Dritte von 30.873,30 Euro genannt. Hinzu kamen Transaktionskosten von 359.933,75 Euro.

Aus Anlegersicht auffällig ist das Verhältnis zwischen Erträgen und Kosten: Zwar liegen die Sonstigen Erträge mit 4.589.286,30 Euro aus Kompensationszahlungen und weiteren Positionen deutlich über den laufenden Zusatzaufwendungen, doch die Summe der laufenden Kosten und Transaktionskosten zeigt, dass die Rendite des Fonds nicht kostenfrei erzielt wurde. Die Verwaltungsgesellschaft fließen nach eigenen Angaben keine Rückvergütungen der an die Verwahrstelle und an Dritte gezahlten Vergütungen und Aufwandserstattungen zu.

Portfolio und größte Positionen

Die Struktur des Portfolios bleibt klar aktienlastig. 63,5 Prozent des Fondsvermögens entfielen auf Aktien, 29,8 Prozent auf Renten und 6,7 Prozent auf Barreserve und Sonstiges. Bankguthaben, Geldmarktpapiere und Geldmarktfonds machten 6,47 Prozent aus. Die Netto-Derivateposition war leicht negativ mit -0,16 Prozent des Fondsvermögens. Für Anleger heißt das: Der Fonds bleibt stark von der Entwicklung der Aktienmärkte abhängig, obwohl Anleihen und Liquidität stabilisierend wirken sollen.

Regional lagen die Schwerpunkte in den USA mit 40,80 Prozent des Fondsvermögens auf Aktienebene sowie in Deutschland, Großbritannien, Japan und Kanada. Unter den Anleihen dominierten Deutschland und die USA. Branchenseitig lag der Fokus laut Bericht auf Technologie, danach auf Industrie und Pharma. Zu den größten Einzelpositionen gehörten Alphabet, Nvidia, Apple, Microsoft und Amazon; sie bestimmten die Aktienseite also deutlich mit. Aus Anlegersicht ist das ein Klumpenrisiko, weil ein Teil des Erfolgs stark von wenigen globalen Technologiewerten abhängt.

Auf der Rentenseite waren 29,8 Prozent des Vermögens investiert, unter Berücksichtigung von Zinsderivaten betrug die wirksame Rentenquote 28,6 Prozent. Im Zentrum standen Staatsanleihen, insbesondere aus den USA, Großbritannien und Deutschland, sowie Anleihen halbstaatlicher Emittenten und eine kleinere Pfandbriefposition. Das spricht für einen eher hochwertigen, liquiden Rentenmix.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt als Hauptrisiken Marktpreisrisiken, Zinsänderungsrisiken, Ausfallrisiken von Emittenten, Aktienkursrisiken, Fremdwährungsrisiken und Kontrahentenrisiken aus dem Derivateeinsatz. Derivate wurden sowohl zur Investition als auch zur Absicherung genutzt; das zugrunde liegende Exposure aus Derivaten betrug 313.235.819,90 Euro. Der potenzielle Risikobetrag für das Marktrisiko lag im Berichtszeitraum zwischen 5,35 Prozent und 9,71 Prozent, im Durchschnitt bei 7,93 Prozent. Das zeigt: Der Fonds bewegt sich in einem Bereich spürbarer Marktchancen, nimmt dafür aber auch ein ordentliches Schwankungsrisiko in Kauf.

Keine wesentlichen Liquiditätsrisiken und keine besonderen operationellen Risiken wurden berichtet. Auffällig ist zudem, dass 80,3 Prozent Aktienquote inklusive Aktienindex-Derivate zum Stichtag fast dem Vorjahreswert von 80,2 Prozent entsprachen. Die Anlageausrichtung blieb also stabil, obwohl das Umfeld von Zinsbewegungen und geopolitischen Belastungen geprägt war. Thesaurierungs- oder Ausschüttungsangaben sind im vorliegenden Textausschnitt nicht ausdrücklich genannt.

Fazit für Anleger

Für Anleger ist der Bericht insgesamt positiv zu lesen: Der Fonds hat im Berichtsjahr kräftig an Wert gewonnen, das Vermögen ist auf über 1,1 Milliarden Euro gestiegen und die langfristige Entwicklung bleibt solide. Gleichzeitig bleibt das Produkt ein chancenorientierter Mischfonds mit hoher Aktienquote, konzentrierten US- und Technologiewetten sowie zusätzlichem Derivateeinsatz. Das kann Renditechancen erhöhen, macht die Anlage aber auch spürbar marktabhängig.

Der unabhängige Abschlussprüfer kommt in einem Satz auf ein uneingeschränkt positives Prüfungsurteil: Der Jahresbericht entspricht nach seiner Beurteilung in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des deutschen Kapitalanlagegesetzbuchs und der einschlägigen europäischen Verordnungen.

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