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1842 Potential: Solide Jahresrendite von 9,0 Prozent bei hoher Kassenquote und weiterhin aktiver Umschichtung

Die Deka Vermögensmanagement GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt den Jahresbericht für den Fonds 1842 Potential vor; das Fondsmanagement hat die Deka Investment GmbH, Frankfurt am Main, übernommen, beraten wird der Fonds von der Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Für Anleger ist der Bericht vor allem deshalb interessant, weil der Fonds trotz schwankender Marktlage eine positive Wertentwicklung erzielt hat, zugleich aber mit einer vergleichsweise hohen Liquiditätsquote und einer flexiblen, nicht benchmarkgebundenen Steuerung gearbeitet wurde.

Zum Stichtag 30. Juni 2026 belief sich das Fondsvermögen auf 18,13 Millionen Euro, nach 14,04 Millionen Euro zu Beginn des Geschäftsjahres. Der Anteilwert stieg auf 69,60 Euro; auf Jahressicht entsprach das einer Wertentwicklung von plus 9,0 Prozent. Der Zuwachs kam nicht nur aus Kurs- und Bewertungsgewinnen, sondern auch aus einem ordentlichen Nettoertrag und vor allem aus realisierten Veräußerungsgewinnen. Für Anleger heißt das: Das Plus war nicht allein ein „Buchgewinn“, sondern wurde durch tatsächlich realisierte Ergebnisse gestützt.

Vermögen und Wertentwicklung

Der Fonds verzeichnete im Berichtsjahr Nettozuflüsse von 2,96 Millionen Euro. Den Zuflüssen aus Anteilschein-Verkäufen über 4,06 Millionen Euro standen Rücknahmen von 1,11 Millionen Euro gegenüber. Hinzu kam eine Ausschüttung bzw. ein Steuerabschlag für das Vorjahr von 254.308,76 Euro. Dass trotz dieser Abflüsse und Ausschüttungen das Fondsvermögen kräftig zulegte, spricht für eine robuste Performance und zugleich für frisches Anlegerinteresse.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres betrug 1,44 Millionen Euro beziehungsweise 5,54 Euro je Anteil. Davon entfielen 47.611,51 Euro auf den ordentlichen Nettoertrag, also auf laufende Erträge nach Kosten. Der größere Teil kam mit 798.039,51 Euro aus Veräußerungsgeschäften sowie mit 599.107,51 Euro aus nicht realisierten Bewertungsgewinnen. Aus Anlegersicht ist auffällig, dass die laufenden Erträge im Verhältnis zur Gesamtrendite eher klein blieben; die Performance hing damit stark an Marktbewegungen und an taktischen Umschichtungen.

Im längerfristigen Vergleich nennt der Bericht eine Performance von 8,4 Prozent p.a. auf drei Jahre und 4,4 Prozent p.a. auf fünf Jahre. Eine Benchmark wird bewusst nicht verwendet, weil der Fonds benchmarkfrei gesteuert wird.

Kosten

Die Gesamtkostenquote lag bei 1,79 Prozent. Das ist für einen aktiv gemanagten Dachfonds kein ungewöhnlicher Wert, aber für Anleger dennoch spürbar, weil die laufenden Kosten die Rendite direkt mindern. Die Verwaltungsvergütung belief sich auf 208.748,69 Euro, die Verwahrstellenvergütung auf 13.916,64 Euro. Hinzu kamen Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 4.506,24 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 2.003,19 Euro. Insgesamt summierten sich die Aufwendungen auf 229.174,76 Euro, während die Erträge 276.786,27 Euro erreichten.

Das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen fällt damit relativ hoch, aber noch tragfähig aus: Rund 83 Prozent der Erträge wurden durch Aufwendungen aufgezehrt. Positiv ist, dass der Fonds zusätzliche Erträge aus Rückvergütungen und Kick-Back-Zahlungen vereinnahmte, insgesamt 20.154,34 Euro. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds muss erst einmal genügend Ertrag erwirtschaften, damit die laufenden Kosten nicht zu stark auf das Ergebnis drücken.

Portfolio und größte Positionen

Der Fonds war zum Stichtag überwiegend in Investmentanteilen investiert. Diese machten 67,41 Prozent des Vermögens aus. Hinzu kamen Bankguthaben, Geldmarktpapiere und Geldmarktfonds mit 26,27 Prozent sowie Zertifikate mit 4,93 Prozent und Anleihen mit 1,54 Prozent. Die Barreserve ist damit relativ hoch; zusammen mit den sonstigen liquiden Mitteln weist der Fonds eine deutlich defensive Liquiditätsposition aus.

Regional lag der Schwerpunkt bei Deutschland und Europa, ergänzt um US-amerikanische und globale Fondskonzepte. Inhaltlich war der Technologie-Sektor besonders gewichtig. Zu den größten Positionen gehörten der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF mit 1,79 Millionen Euro, der Deka DAX ETF mit 1,74 Millionen Euro, Deka-GlobalChampions mit 1,62 Millionen Euro, Fidelity Global Technology mit 1,24 Millionen Euro sowie VanEck World Equal Weight mit 1,20 Millionen Euro. Auch Carmignac Long-Short European Equity, JPMorgan European Equity Absolute Alpha, OptoFlex und Deka-DividendenStrategie spielten relevante Rollen. Einzelne Zertifikate auf den EURO STOXX 50 und ein Gold-Zertifikat ergänzten das Portfolio.

Aus Anlegersicht wichtig: Das Portfolio ist breit gestreut, aber nicht frei von Schwerpunkten. Die starke Präsenz von Aktienfonds, insbesondere mit Technologiebezug, macht den Fonds weiter empfindlich gegenüber Aktienmarkt- und Sektorrotationen. Gleichzeitig dämpfen gemischte Strategien, Zertifikate und die hohe Kassenquote das Schwankungsprofil etwas.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt keine wesentlichen Liquiditätsrisiken und keine besonderen operationellen Risiken. Das Marktrisiko wird über den relativen Value-at-Risk gesteuert; der potenzielle Risikobetrag lag im Berichtszeitraum zwischen 3,71 Prozent und 8,15 Prozent, im Durchschnitt bei 6,27 Prozent. Der Leverage betrug nach der Brutto-Methode 104,31 Prozent. Das zeigt: Der Fonds arbeitet aktiv und mit moderatem Einsatz von Derivaten, bleibt aber klar marktgetrieben.

Auffällig ist die flexible Steuerung der Aktienfondsquote. Sie lag zu Beginn bei 75,8 Prozent, wurde dann zeitweise auf rund 60 Prozent zurückgenommen, später wieder auf 75 bis 80 Prozent angehoben und zum Stichtag auf 57,2 Prozent reduziert. Diese Schwankung zeigt einen taktischen Ansatz, der auf Zinsentwicklung, geopolitische Risiken und Marktbewertung reagiert. Für Anleger heißt das: Der Fonds verfolgt keinen starren Kurs, sondern kann das Risiko spürbar herunter- oder heraufsetzen.

Nachhaltigkeitsseitig investiert der Fonds nicht in EU-taxonomiekonforme nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten, berücksichtigt aber PAI-Kriterien und schließt bestimmte Emittenten mit schwerwiegenden negativen Nachhaltigkeitsauswirkungen aus. Das ist keine grüne Spezialstrategie, sondern ein selektiver Ausschlussansatz im Rahmen des regulären Portfoliomanagements.

Fazit für Anleger

Unterm Strich zeigt der Bericht einen Fonds, der 2025/26 ordentlich verdient hat, vor allem durch Veräußerungsgewinne und Bewertungszuwächse, nicht durch hohe laufende Erträge. Die Ausschüttung erfolgte am 26. August 2026; das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers lautet ohne Einschränkung: Der Jahresbericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben und vermittelt ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Für Anleger bleibt vor allem zweierlei festzuhalten: Der Fonds hat geliefert, aber nicht besonders billig; und er wird aktiv, flexibel und mit merklicher Kassenhaltung gesteuert. Wer ihn hält, sollte daher weniger auf eine starre Benchmark, sondern auf das Managementkonzept, die Kostenbelastung und die taktischen Allokationsentscheidungen achten.

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