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Deka-Zielfonds 2035-2039 baut Rentenquote aus und erzielt kräftigen Jahresgewinn – doch der ordentliche Ertrag bleibt negativ

Die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main hat als Kapitalverwaltungsgesellschaft und verwaltende Gesellschaft des Fonds Deka-Zielfonds 2035-2039 den Jahresbericht zum 30. Juni 2026 vorgelegt; das Fondsmanagement ist an die Deka Vermögensmanagement GmbH übertragen, ebenfalls in Frankfurt am Main. Für Anleger ist vor allem bemerkenswert: Der Fonds hat im Geschäftsjahr zwar deutlich zugelegt, zugleich aber weiterhin einen negativen ordentlichen Nettoertrag ausgewiesen und die laufenden Kosten bleiben spürbar.

Am Stichtag belief sich das Fondsvermögen auf 37.535.445,27 Euro, der Anteilwert lag bei 91,88 Euro. Gegenüber dem Vorjahresstichtag ist das Vermögen damit im Ergebnis höher ausgefallen; die Entwicklung war vor allem von der Marktentwicklung und dem planmäßigen Umbau des Portfolios geprägt. Ausschüttung oder Thesaurierung werden im vorliegenden Textauszug nicht ausdrücklich benannt.

Vermögen und Wertentwicklung

Der Fonds war zum Ende des Berichtsjahres zu 99,1 Prozent in Wertpapiere investiert. Das ist für Anleger ein Hinweis darauf, dass die Mittel nahezu vollständig im Markt arbeiteten und die Liquiditätsreserve mit 0,95 Prozent relativ klein blieb. Die Wertentwicklung in der Berichtsperiode betrug plus 16,6 Prozent. Das ist angesichts des Mischcharakters des Zielfonds ein erfreuliches Ergebnis, auch wenn der Fonds konzeptbedingt nur teilweise an der kräftigen Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte teilnehmen konnte.

Die Ertragsquelle des Jahres war nicht der laufende Ertrag, sondern vor allem die Markt- und Veräußerungsentwicklung. Der ordentliche Nettoertrag lag bei minus 136.634,23 Euro beziehungsweise minus 0,33 Euro je Anteil. Dem standen realisierte Gewinne von 2.255.093,79 Euro und realisierte Verluste von 48.942,81 Euro gegenüber; daraus ergab sich ein Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften von 2.206.150,98 Euro. Hinzu kam ein nicht realisiertes Ergebnis von 3.211.984,50 Euro, vor allem aus nicht realisierten Gewinnen. Für Anleger heißt das: Der positive Jahresausweis beruhte überwiegend auf Kurs- und Bewertungsgewinnen sowie auf Umschichtungen, nicht auf laufenden Ausschüttungserträgen.

Im Geschäftsjahr erzielte der Fonds ein Ergebnis von insgesamt 5.281.501,25 Euro oder 12,93 Euro je Anteil. Die im Bericht genannte Performance von 16,6 Prozent bestätigt, dass der Umbau des Portfolios im Umfeld freundlicher Kapitalmärkte insgesamt gelungen ist.

Portfolio und größte Positionen

Die strategische Verschiebung hin zu weniger Aktien und mehr Renten setzte sich fort. Der Aktienfondsanteil sank auf 60,3 Prozent nach 67,6 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Rentenfondsanteil auf 38,8 Prozent nach 31,0 Prozent. Das entspricht dem im Bericht beschriebenen Umschichtungspfad: Der Fonds bewegt sich mit zunehmender Laufzeit weg von chancenorientierten Aktieninvestments und hin zu ertragsorientierten Renten-, Geldmarkt- und Liquiditätsbausteinen.

Regional blieb das Portfolio breit gestreut. Schwerpunkte lagen laut Bericht weiterhin auf Europa und den USA; zusätzlich waren Japan und Schwellenländer vertreten. Währungsseitig entfielen 68,4 Prozent auf Euro, 29,0 Prozent auf US-Dollar und 1,7 Prozent auf japanische Yen. Aus Anlegersicht ist das wichtig, weil damit trotz Euro-Basis ein erheblicher Fremdwährungsanteil im Fonds steckt.

Zu den größten Positionen gehörten unter anderem Deka-Investmentfonds und internationale Zielfonds mit breiter Aktien- und Rentenausrichtung. Besonders ins Gewicht fielen unter anderem der Deka-Institutionell Renten Europa mit 2,91 Millionen Euro, JPMorg.I.-US Select Equity Fd mit 2,88 Millionen Euro, Schroder ISF Euro Corp.Bond mit 2,63 Millionen Euro, Deka MSCI Europe UCITS ETF mit 2,33 Millionen Euro, Deka-SektorInvest VTIA mit 2,18 Millionen Euro sowie Deka-Europa Aktien Spezial AV mit 1,76 Millionen Euro. Daneben waren weitere Positionen in US-Aktien-, Europa-Aktien-, Emerging-Markets- und High-Yield-Rentenfonds erheblich. Aus Anlegersicht fällt die deutliche Konzentration auf andere Fonds als Zielfondsstruktur auf: Das Fondsvermögen besteht praktisch vollständig aus Investmentanteilen, also aus einem Dachfondsportfolio.

Kosten

Die Gesamtkostenquote betrug 1,63 Prozent. Das ist für Anleger ein zentraler Punkt, weil diese laufenden Kosten die Rendite spürbar mindern. In der Ertragsrechnung standen Erträge von 251.595,79 Euro Aufwendungen von 388.230,02 Euro gegenüber. Damit überstiegen die Kosten die laufenden Erträge deutlich; der Fonds musste also auf Kurs- und Veräußerungsgewinne angewiesen sein, um insgesamt ein positives Jahresergebnis zu erzielen.

Die Verwaltungsvergütung belief sich auf 346.110,54 Euro, die Verwahrstellenvergütung auf 34.610,97 Euro. Hinzu kamen Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 6.323,15 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 1.086,81 Euro. Wesentliche Ertragsbestandteile auf der Gegenseite waren Erträge aus Investmentanteilen von 208.598,25 Euro, sonstige Erträge von 32.804,75 Euro sowie 10.192,79 Euro Zinsen aus Liquiditätsanlagen. Außerdem vereinnahmte der Fonds Rückvergütungen aus Zielfonds in Höhe von 25.638,83 Euro und Kick-back-Zahlungen von 7.119,79 Euro. Für Anleger bedeutet das: Die laufenden Fondskosten werden nur teilweise durch interne Rückvergütungen und sonstige Erträge abgefedert.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt als wesentliche Risiken mittelbar Zinsänderungs-, Adressenausfall- und Aktienkursrisiken, zusätzlich Fremdwährungsrisiken. Liquiditätsrisiken seien im Berichtszeitraum nicht wesentlich gewesen, operationelle Risiken hätten ebenfalls nicht bestanden. Das Marktrisiko wurde über einen relativen Value-at-Risk gesteuert; der durchschnittliche potenzielle Risikobetrag lag bei 6,37 Prozent, der kleinste bei 3,82 Prozent und der größte bei 7,56 Prozent. Das zeigt: Der Fonds bewegte sich innerhalb eines klar begrenzten Risikorahmens, blieb aber marktpreislich durchaus schwankungsanfällig.

Aus Anlegersicht auffällig ist der negative ordentliche Nettoertrag trotz der laufenden Erträge aus Zielfonds und Liquiditätsanlagen. Ebenfalls zu beachten ist die hohe Abhängigkeit von Zielfonds und damit die Überlagerung mehrerer Managemententscheidungen in einem einzigen Produkt. Positiv fällt dagegen auf, dass der Fonds planmäßig umgeschichtet wurde und keine besonderen Liquiditäts- oder operationellen Risiken verzeichnete.

Fazit für Anleger

Unterm Strich zeigt der Jahresbericht einen Fonds, der im Berichtsjahr von der Kapitalmarktentwicklung profitiert und mit 16,6 Prozent eine starke Wertentwicklung erzielt hat, dabei aber weiterhin wenig laufende Erträge ausweist und auf Kursgewinne angewiesen bleibt. Der Abschlussprüfer bestätigt, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens vermittelt.

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