Die steigenden Energiekosten treffen zunehmend auch den europäischen Flugverkehr.
Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat am 16. Oktober bestätigt, dass sie ihr Flugangebot reduzieren und für Beschäftigte Kurzarbeit prüfen will.
Hintergrund sind die erheblich gestiegenen Kerosinpreise infolge der Konflikte im Nahen Osten.
Nach Unternehmensangaben entstehen Eurowings im laufenden Jahr voraussichtlich rund 250 Millionen Euro höhere Treibstoffkosten als ursprünglich geplant.
Die Fluggesellschaft will ihr Winterangebot deshalb um ungefähr fünf Prozent reduzieren.
Betroffen sind unter anderem die Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai.
Zusätzlich sollen in der Verwaltung bis Ende 2028 rund 100 Stellen wegfallen.
Über mögliche Kurzarbeit führt das Unternehmen Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit. Eine endgültige Entscheidung über deren Umfang liegt bislang nicht vor.
Für Verbraucher ist die Entwicklung besonders bei bereits gebuchten Reisen relevant.
Werden Flüge gestrichen, können abhängig von den Umständen Ansprüche auf Erstattung oder anderweitige Beförderung bestehen. Ob darüber hinaus Ausgleichszahlungen geschuldet sind, muss im Einzelfall geprüft werden.
Die Entwicklung zeigt, dass hohe Energiepreise nicht nur die Kosten des Reisens erhöhen, sondern inzwischen auch das Flugangebot und die Beschäftigung in der Luftfahrtbranche beeinflussen.