Deutschland könnte ein ungewöhnlich milder Winter bevorstehen. Nach aktuellen Langfristprognosen europäischer und amerikanischer Wettermodelle ist mit überdurchschnittlichen Temperaturen zu rechnen. Eine mögliche Ursache ist das Klimaphänomen El Niño, das die weltweiten Luftströmungen beeinflusst.
Ein starker Polarwirbel könnte dafür sorgen, dass kalte Luft überwiegend in der Arktis bleibt und milde Westwinde häufiger nach Deutschland gelangen. Einzelne Frostperioden und kräftige Schneefälle sind dennoch nicht ausgeschlossen.
Für Verbraucher hätte ein milder Winter durchaus Vorteile. Durch den geringeren Heizbedarf könnten die Energiekosten sinken. Allerdings hängt die tatsächliche Ersparnis auch von den Energiepreisen und dem individuellen Verbrauch ab.
Problematisch könnte die Entwicklung für Wintersportgebiete werden. Besonders in niedrigeren Lagen drohen Schneemangel und wirtschaftliche Einbußen.
Noch unsicher ist die Niederschlagsentwicklung. Während im Westen und Südwesten Deutschlands etwas mehr Regen möglich erscheint, könnten längere trockene Phasen die Erholung der Grundwasserstände erschweren.
Die Meteorologen betonen, dass langfristige Wetterprognosen keine Gewissheit bieten. Auch ein insgesamt milder Winter kann einzelne sehr kalte Wochen mit Schnee und Eis bringen.
Für Verbraucher bedeutet dies: Niedrigere Heizkosten sind möglich, auf winterliche Wetterbedingungen sollte man dennoch vorbereitet bleiben.