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Jahresbericht zum 30.06.2026 – BANTLEON Global Challenges Corporates – Anteilklasse I;BANTLEON Global Challenges Corporates – Anteilklasse P

{„title“:“Bantleon Global Challenges Corporates bleibt ein reiner Euro-Anleihefonds mit solider Ausschüttung, aber schwächerem Buchergebnis durch Kursverluste“,“content“:“

Die Bantleon Invest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hannover legt mit diesem Jahresbericht den Rechenschaftsbericht für den Fonds BANTLEON Global Challenges Corporates – Anteilklasse I und Anteilklasse P vor; eine externe Fondsmanager- oder Beratergesellschaft wird im Bericht nicht genannt. Für Anleger ist vor allem wichtig: Der Fonds blieb klar auf Euro-Unternehmensanleihen ausgerichtet, erzielte im Geschäftsjahr 2025/2026 eine positive, aber nicht durchweg aus Kursgewinnen getragene Wertentwicklung und schüttete in der Anteilklasse I aus, während die Anteilklasse P thesaurierungsähnlich ohne Ausschüttung blieb.

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Vermögen und Wertentwicklung

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Das Fondsvermögen stieg im Berichtsjahr von 49,18 Mio. Euro auf 50,81 Mio. Euro. Hinter diesem Zuwachs standen vor allem positive Nettozuflüsse von 1,71 Mio. Euro; daneben wirkte die Ausschüttung des Vorjahres mit 1,32 Mio. Euro belastend. Aus Anlegersicht ist das ein stabiler, aber kein spektakulärer Mittelaufbau: Der Fonds wuchs, obwohl er im Jahresverlauf 3.610,88 Euro an Rückgaben in der Anteilklasse I verzeichnete und in der Anteilklasse P keine Zuflüsse oder Abflüsse hatte.

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Die Anteilklasse I kam zum Stichtag auf einen Anteilwert von 101,88 Euro, die Anteilklasse P auf 108,70 Euro. Für die Anteilklasse I weist der Bericht für das Geschäftsjahr eine Wertentwicklung von 2,51 % aus; für die Anteilklasse P lag das Ergebnis des Geschäftsjahres bei 3,12 Euro je Anteil, bezogen auf einen Startwert von 105,58 Euro entspricht das rund 2,96 %. Eine Benchmark ist nicht festgelegt. Das ist wichtig, weil sich der Fonds damit nicht an einer Vergleichsgröße messen lassen muss, Anleger das Ergebnis aber stärker im Kontext des allgemeinen Rentenmarkts einordnen sollten.

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Die Ertragsquellen waren gemischt: Die laufenden Zinsen waren hoch und trugen den größten Teil des Ergebnisses, zugleich belasteten nicht realisierte Verluste das Jahresergebnis. Bei Anteilklasse I beliefen sich die Erträge auf 1,54 Mio. Euro, die Aufwendungen auf 241.825 Euro. Daraus resultierte ein ordentlicher Nettoertrag von 1,30 Mio. Euro. Zusätzlich kamen realisierte Gewinne von 629.411 Euro und realisierte Verluste von 56.960 Euro hinzu. Dem stand jedoch ein nicht realisiertes Minus von 610.883 Euro gegenüber. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds verdiente im laufenden Geschäft an Zinsen und Verkäufen ordentlich Geld, doch Kursrückgänge im Bestand schmälerten den Gesamterfolg spürbar.

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Kosten

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Bei den Kosten zeigt sich ein deutliches Bild zwischen den Anteilklassen. Die Gesamtkostenquote beträgt in Anteilklasse I 0,48 % und in Anteilklasse P 0,05 %. Die Verwaltungsvergütung ist in der Anteilklasse I mit 0,341 % p.a. deutlich niedriger als in Anteilklasse P mit 0,800 % p.a.; dafür kommt bei P ein Ausgabeaufschlag von bis zu 2,5 % hinzu, während bei I kein Ausgabeaufschlag anfällt. Die Verwahrstellenvergütung ist mit 0,025 % p.a. identisch.

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Aus Anlegersicht auffällig ist, dass die Gesamtkosten in Relation zu den Erträgen vor allem in der Anteilklasse I spürbar ins Gewicht fallen, die laufenden Zinsen und sonstigen Erträge aber dennoch deutlich darüber lagen. In der Anteilklasse I standen 1,54 Mio. Euro Erträgen 241.825 Euro Aufwendungen gegenüber; das ist ein Verhältnis, das die Ertragskraft des Portfolios grundsätzlich trägt. Zusätzlich weist der Bericht für die Anteilklasse I sonstige Aufwendungen von 39.054 Euro aus, darunter insbesondere Indexlizenzgebühren von 29.938,09 Euro. In der Anteilklasse P fallen die absoluten Kosten wegen des sehr kleinen Volumens kaum ins Gewicht; dort wurden nur 0,05 Euro Aufwendungen ausgewiesen.

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Wichtig für Anleger: Es gab keine erfolgsabhängige Vergütung, keine Pauschalvergütung und keine nennenswerten Rückvergütungen. Transaktionskosten fielen mit 1.094,80 Euro vergleichsweise niedrig aus.

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Portfolio und größte Positionen

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Der Fonds ist fast vollständig in Rentenpapieren investiert. Zum 30.06.2026 entfielen 98,16 % des Fondsvermögens auf verzinsliche Wertpapiere, 0,71 % auf Bankguthaben und 1,20 % auf Forderungen, überwiegend Zinsansprüche. Die Liquiditätsquote war damit gering, was zu einem aktiv gemanagten Anleiheportfolio passt. Der Fonds hielt keine Zielfonds und setzte im Berichtszeitraum keine Derivate ein.

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In der Struktur dominieren weiterhin Corporates: 100 % der Rentenbestände waren zum Stichtag Unternehmensanleihen, davon 98,16 % am Fondsvermögen. Semi-Governments, die im Vorjahr noch 1,86 % des Fondsvermögens ausmachten, waren nicht mehr im Bestand. Die Anleihen waren ausschließlich in Euro denominiert. Die durchschnittliche Restlaufzeit lag bei 16,94 Jahren und damit etwas niedriger als im Vorjahr. Das zeigt: Der Fonds bleibt langfristig positioniert und damit zins- und kursanfälliger als ein kurzlaufendes Anleiheportfolio.

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Beim Rating liegt der Schwerpunkt weiterhin im Investment-Grade-Bereich, wobei der Bericht die im Bestand befindlichen Rentenpapiere insgesamt im Bereich AA- bis BB- verortet und ein durchschnittliches Rating von BBB+ nennt. Das spricht für eine grundsätzlich solide, aber nicht risikofreie Bonitätsausrichtung. Zu den größten Positionen zählen unter anderem SAP SE, Stedin Holding N.V., Société Générale, General Mills, Fluvius, Telenor, Tele2, La Banque Postale, Sandvik, Royal Schiphol Group, Epiroc, Ferrovial und mehrere Infrastruktur- und Versorgeranleihen. Regional dominiert Europa klar; sektorseitig finden sich vor allem Industrie-, Finanz- und Infrastrukturadressen. Klumpenrisiken sind wegen der breiten Streuung über viele Emittenten begrenzt, ganz ausgeschlossen sind sie bei langen Laufzeiten und einzelnen größeren Positionen aber nicht.

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Risiken und Auffälligkeiten

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Als zentrale Risiken nennt der Bericht Marktpreis-, Adressenausfall-, Liquiditäts-, Zinsänderungs- und operationelle Risiken. Für Anleger besonders relevant ist das Zinsänderungsrisiko: Bei einer Effective Duration von 4,47 reagiert der Fonds spürbar auf Renditebewegungen. Steigen die Zinsen, können die Kurse der langlaufenden Anleihen unter Druck geraten. Genau darin dürfte auch der Grund liegen, weshalb die nicht realisierten Ergebnisse im Geschäftsjahr negativ ausfielen.

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Positiv ist, dass der Fonds ohne Fremdwährungsrisiko und ohne Derivate arbeitet. Auffällig ist zudem die Nettozuflussentwicklung: Zwar flossen per saldo 1,71 Mio. Euro zu, doch das verwaltete Vermögen bleibt im Verhältnis zur Breite des Portfolios eher mittelgroß. Die Ausschüttung in Anteilklasse I betrug 1,30 Mio. Euro beziehungsweise 2,60 Euro je Anteil. In Anteilklasse P wurde keine Ausschüttung vorgenommen; dort erhöhte sich der Anteilwert von 105,58 Euro auf 108,70 Euro.

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Fazit für Anleger

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Für Anleger zeigt der Bericht einen konservativ ausgerichteten Euro-Unternehmensanleihefonds mit nachhaltigem Auswahlrahmen, ordentlichen laufenden Zinserträgen und moderater Ausschüttung, der im Geschäftsjahr aber unter Kursrückgängen litt. Das Ergebnis war insgesamt positiv, jedoch klar vom Zinsumfeld geprägt. Der Abschlussprüfer bestätigt, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens vermittelt.

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