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Jahresbericht zum 30. Juni 2026. – Deka Bund + S Finanz: 7-15 – I

{„title“:“Bundesanleihen, etwas Rendite – aber kaum Spielraum: Deka Bund + S Finanz baute Vermögen aus, blieb bei der Jahresrendite jedoch nur knapp im Plus“,“content“:“

Die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main hat den Jahresbericht zum 30. Juni 2026 für den Fonds Deka Bund + S Finanz: 7-15 – I vorgelegt; eine weitere externe Fondsmanagerin oder ein externer Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Aus Anlegersicht zeigt der Bericht einen sehr staatsanleihelastigen Rentenfonds, der sein Vermögen auf rund 313,1 Mio. Euro ausbaute, im Geschäftsjahr aber nur eine moderate Wertentwicklung von 0,7 Prozent erzielte. Gleichzeitig wurden die Erträge durch hohe realisierte Verluste aus Veräußerungsgeschäften deutlich belastet, sodass der Jahresgewinn vor allem aus laufenden Zinsen und nicht aus dem Handel mit Papieren kam.

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Vermögen und Wertentwicklung

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Zum Ende des Geschäftsjahres lag das Fondsvermögen bei 313.097.382,48 Euro nach 300.277.123,97 Euro ein Jahr zuvor. Der Anteilwert der Klasse I betrug 87,42 Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert von 88,41 Euro. Für Anleger ist das wichtig: Das Fondsvermögen ist gewachsen, der Anteilwert hat sich aber im Jahresvergleich leicht abgeschwächt, weil Ausschüttungen und die Marktbewegungen stärker wirkten als der Vermögenszuwachs.

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Der Fonds verzeichnete einen Netto-Mittelzufluss von 15.603.285,20 Euro. Dem standen Mittelzuflüsse aus Verkäufen von 67.610.557,87 Euro und Mittelabflüsse aus Rücknahmen von 52.007.272,67 Euro gegenüber. Auffällig ist aus Anlegersicht, dass der Fonds damit trotz merklicher Rückgaben insgesamt weiter Kapital anzog. Das spricht für anhaltendes Anlegerinteresse, auch wenn es keine außergewöhnlich starke Nettoneuaufnahme war.

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Bei der Wertentwicklung meldet der Bericht für die Anteilklasse I plus 0,7 Prozent auf Jahressicht, plus 1,5 Prozent p. a. über drei Jahre und minus 3,7 Prozent p. a. über fünf Jahre. Im Vergleich zeigt sich damit: Das aktuelle Jahr war freundlich, die längerfristige Entwicklung bleibt aber wechselhaft. Der Bericht nennt als Referenz den ICE BofA German Federal Governments 8-15 Jahre in EUR, betont jedoch, dass der Fonds aktiv und unabhängig von diesem Referenzwert gemanagt wird.

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Die Erträge stammten vor allem aus dem Zinsgeschäft. Zinsen aus inländischen Wertpapieren brachten 4.151.959,60 Euro, Zinsen aus ausländischen Wertpapieren weitere 1.429.091,95 Euro. Dazu kamen 105.764,89 Euro aus Liquiditätsanlagen und 69.958,10 Euro aus Wertpapier-Darlehen. Besonders ins Gewicht fielen zudem sonstige Erträge von 1.945.903,42 Euro, die laut Bericht aus Kompensationszahlungen stammten. Insgesamt summierten sich die Erträge auf 7.702.677,96 Euro.

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Dem standen Aufwendungen von 1.898.580,44 Euro gegenüber, darunter vor allem die Verwaltungsvergütung von 1.614.226,59 Euro und die Verwahrstellenvergütung von 199.896,17 Euro. Der ordentliche Nettoertrag betrug 5.804.097,52 Euro. Das ist für Rentenfonds ein solider laufender Ertrag. Allerdings zeigt der Abschnitt über Veräußerungsgeschäfte, dass der Fonds im Handel mit Positionen erheblich verlor: realisierte Gewinne von 4.249.221,86 Euro standen realisierten Verlusten von 14.495.976,76 Euro gegenüber. Unter dem Strich resultierte daraus ein realisiertes Ergebnis von minus 4.442.657,38 Euro. Erst die nicht realisierten Bewertungsgewinne von 6.710.339,71 Euro drehten das Jahresergebnis insgesamt auf plus 2.267.682,33 Euro.

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Kosten

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Die Gesamtkostenquote lag bei 0,60 Prozent. Das ist für einen aktiv gemanagten Rentenfonds ein ordentlicher, aber keineswegs niedriger Wert. Für Anleger bedeutet das: Ein Teil der laufenden Erträge wird regelmäßig von Verwaltungs- und Nebenkosten aufgezehrt. Der Vergleich mit den Erträgen zeigt zudem, dass die Kosten einen spürbaren, aber nicht dominierenden Anteil ausmachten. Auf Erträge von 7,70 Mio. Euro kamen Aufwendungen von 1,90 Mio. Euro; die Verwaltungsvergütung war dabei der mit Abstand größte Einzelposten.

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Weitere ausgewiesene Kosten waren die Verwahrstellenvergütung von 199.896,17 Euro, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 9.075,69 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 41.445,39 Euro. Darin enthalten waren unter anderem Kosten aus Wertpapier-Darlehen, EMIR-Kosten, fremde Depotgebühren und Ausgaben für Analysematerial. Eine Beratervergütung wird im Bericht nicht gesondert ausgewiesen. Positiv aus Anlegersicht ist, dass dem Fondsmanagement aus den an Verwahrstelle und Dritte gezahlten Vergütungen keine Rückvergütungen zufließen.

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Portfolio und größte Positionen

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Der Fonds blieb sehr klar auf Euro-Staats- und staatsnahe Anleihen ausgerichtet. Nach der Vermögensübersicht entfielen 96,66 Prozent des Fondsvermögens auf Anleihen, 1,53 Prozent auf Bankguthaben, Geldmarktpapiere und Geldmarktfonds, 0,39 Prozent auf Derivate und 1,77 Prozent auf sonstige Vermögensgegenstände. Die Liquiditätsquote war damit niedrig, aber nicht unbedeutend. Der Bericht nennt einen wirtschaftlichen Investitionsgrad von 98,2 Prozent; durch Zinsterminkontrakte erhöhte sich dieser um 9,4 Prozentpunkte.

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Regional lag der Schwerpunkt klar auf Deutschland mit 80,80 Prozent des Fondsvermögens. Hinzu kamen kleinere Positionen in Belgien, Spanien, Portugal, Irland, Litauen, Niederlande, Estland, Lettland, Österreich und der Slowakei. Die Fondsstruktur nach Anlageart zeigt 83,5 Prozent Staatsanleihen, 14,1 Prozent Quasi-Staatsanleihen, 0,6 Prozent Pfandbriefe und 1,8 Prozent Barreserve/Sonstiges. Für Anleger heißt das: Der Fonds ist eng auf eine vergleichsweise defensive Rentenklasse fokussiert, aber stark von der Entwicklung deutscher Bundesanleihen abhängig.

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Zu den größten Einzelpositionen zählten unter anderem Bundesanleihen 24/34 mit 13,26 Prozent, Bundesanleihen 22/38 mit 8,42 Prozent, Bundesanleihen 21/36 mit 7,24 Prozent, Bundesanleihen 24/41 mit 5,95 Prozent, Bundesanleihen 05/37 mit 8,95 Prozent und Bundesanleihen 08/40 mit 6,42 Prozent. Auch mehrere weitere Bundesanleihen und Emissionen von EU, Ländern und halbstaatlichen Emittenten waren im Bestand. Der größte Ausreißer ist damit nicht eine Einzelaktie oder ein Unternehmenspapier, sondern die sehr starke Konzentration auf deutsche Staatsanleihen.

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Derivate wurden vor allem zur Zinssteuerung genutzt, insbesondere Bund-, Bobl-, Buxl-, BTP- und OAT-Futures sowie ein EURIBOR-Zinsswap. Der Fonds setzte also nicht auf exotische Strategien, sondern auf das aktive Management der Zinsduration und der Laufzeitstruktur.

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Risiken und Auffälligkeiten

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Der Bericht nennt als wesentliche Risiken vor allem Marktpreisrisiken, Zinsänderungsrisiken, Adressenausfallrisiken und bei Derivaten Kontrahentenrisiken. Da der Fonds ausschließlich in Euro investiert, bestanden keine Fremdwährungsrisiken. Das Adressenausfallrisiko wurde durch die hohe Qualität der Titel und den überwiegenden AAA-Anteil gering gehalten. Liquiditätsrisiken seien im Berichtszeitraum nicht wesentlich gewesen.

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Aus Anlegersicht auffällig ist jedoch, dass das realisierte Ergebnis deutlich negativ ausfiel, weil Verluste aus Renten- und Zinsderivaten die Gewinne überkompensierten. Gleichzeitig stützten positive Bewertungsänderungen das Gesamtergebnis. Das macht deutlich: Der Fonds lebt nicht allein von Kupons, sondern stark von aktiver Zins- und Spread-Steuerung. Der Bericht nennt zudem eine Veränderung in der Handelssteuerung: Swing Pricing fand ab dem 16. April 2026 keine Anwendung mehr; stattdessen nutzt die Gesellschaft Rücknahmebeschränkungen und die Verlängerung der Rückgabefrist als Liquiditätsmanagementinstrumente.

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Ausschüttung und Prüfungsurteil

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Der Fonds schüttete 6.912.590,29 Euro bzw. 1,93 Euro je Anteil aus; eine Thesaurierung ist für diese Anteilklasse nicht ausgewiesen. Der unabhängige Abschlussprüfer erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil: Der Jahresbericht entspreche in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB und der einschlägigen europäischen Verordnungen.

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Fazit für Anleger

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In der Summe zeigt der Bericht einen konservativen, stark auf Deutschland fokussierten Rentenfonds mit hoher Staatsanleihequote und aktivem Zinsmanagement. Für Anleger ist positiv, dass das Vermögen gewachsen ist, laufende Zinserträge erwirtschaftet wurden und die Ausschüttung gesichert war. Gleichzeitig bleibt die Performance stark von Zinsbewegungen und der Steuerung über Derivate abhängig. Aus Anlegersicht wichtig ist daher vor allem: Der Fonds liefert Stabilität im Anlageuniversum, aber keine gleichmäßige Ertragsentwicklung ohne Schwankungen.

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