Die Deka Vermögensmanagement GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt mit diesem Bericht den Jahresbericht zum 30. Juni 2026 für den Fonds Deka-PB ManagerMandat offensiv vor. Für Anleger ist vor allem wichtig: Der Fonds erzielte im Geschäftsjahr zwar einen kräftigen Wertzuwachs, zugleich blieb das Anlagevehikel kostenseitig anspruchsvoll und verzeichnete netto Mittelabflüsse. Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt.
Vermögen und Wertentwicklung
Das Fondsvermögen stieg trotz Nettoabflüssen und Ausschüttung von 36,14 Mio. Euro zu Beginn des Geschäftsjahres auf 36,53 Mio. Euro zum 30. Juni 2026. Der Anteilwert kletterte von 145,60 Euro auf 170,35 Euro je Anteil. Für Anleger ist das die entscheidende Nachricht: Der Fonds hat im Berichtsjahr Wert aufgebaut, und zwar mit einer Jahresperformance von 19,1 Prozent. Auf Dreijahressicht werden 10,0 Prozent pro Jahr und auf Fünfjahressicht 3,6 Prozent pro Jahr ausgewiesen.
Die Entwicklung speiste sich vor allem aus Wertpapier- und Marktbewegungen, nicht aus hohen laufenden Erträgen. Die laufenden Erträge summierten sich nur auf 120.561,08 Euro beziehungsweise 0,56 Euro je Anteil. Dem standen Aufwendungen von 426.614,88 Euro beziehungsweise 1,99 Euro je Anteil gegenüber. Daraus ergab sich ein negativer ordentlicher Nettoertrag von minus 306.053,80 Euro. Das heißt aus Anlegersicht: Der Fonds verdiente im laufenden Betrieb nicht genug, um die Kosten zu decken; die Wertentwicklung wurde vor allem über Veräußerungsgewinne und Kurszuwächse getragen. Das realisierte Ergebnis lag bei 1,16 Mio. Euro, das nicht realisierte Ergebnis bei 4,94 Mio. Euro, zusammen ergab sich ein Geschäftsjahresergebnis von 6,11 Mio. Euro.
Bei den Mittelbewegungen ist ein klarer Nettoabfluss zu sehen. Zwar flossen über Verkäufe von Anteilen 4,04 Mio. Euro zu, Rücknahmen beliefen sich jedoch auf 9,19 Mio. Euro. Unter dem Strich ergab sich ein Mittelzufluss netto von minus 5,15 Mio. Euro. Aus Anlegersicht ist das auffällig, weil ein Fonds trotz guter Performance also per saldo Geld verloren hat. Das kann auf Gewinnmitnahmen oder geringere Nachfrage hindeuten; der Bericht selbst liefert dazu keine weitergehende Begründung.
Kosten
Die Gesamtkostenquote lag bei 2,02 Prozent. Für einen Dachfonds mit mehreren Zielfonds ist das kein niedriger Wert, zumal bereits in den Zielfonds nochmals Verwaltungsvergütungen anfallen. Allein die Verwaltungsvergütung des Fonds betrug 380.811,97 Euro, die Verwahrstellenvergütung 24.835,57 Euro. Hinzu kamen Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 5.988,38 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 13.352,26 Euro, darunter vor allem Ratinggebühren von 11.457,08 Euro. Insgesamt summierten sich die Aufwendungen auf 426.614,88 Euro.
Die Erträge aus dem Fonds selbst waren mit 120.561,08 Euro deutlich niedriger als die Kosten. Besonders wichtig für Anleger: Die laufenden Erträge deckten nicht einmal die Verwaltungs- und Nebenkosten. Positiv ins Gewicht fielen allerdings 5.155,83 Euro Kick-Back-Zahlungen. Transaktionskosten fielen zusätzlich mit 7.493,93 Euro an; sie sind in der Gesamtkostenquote nicht enthalten.
Für den Erwerb und die Veräußerung der Investmentanteile wurden keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmeabschläge berechnet. Aus Kostensicht bleibt dennoch festzuhalten: Der Fonds ist kein preisgünstiges Standardprodukt, sondern ein aktiv gemanagter Dachfonds mit entsprechendem Kostenprofil.
Portfolio und größte Positionen
Zum Stichtag war das Fondsvermögen zu 99,1 Prozent in Investmentanteilen investiert, die Barreserve betrug 0,9 Prozent. Der Fonds ist damit nahezu vollständig über Zielfonds investiert. Regional verteilten sich die Zielfonds auf Deutschland (14,47 Prozent des Fondsvermögens), Irland (35,02 Prozent) und Luxemburg (49,61 Prozent). Währungsseitig entfielen 71,44 Prozent auf Euro-Positionen und 27,66 Prozent auf US-Dollar-Positionen.
Die strategische Grundausrichtung blieb laut Bericht weitgehend unverändert: rund 70 Prozent Aktienfonds und rund 30 Prozent Rentenfonds. Tatsächlich betrug der Aktienfondsanteil zuletzt 69,9 Prozent, der Rentenfondsanteil 29,2 Prozent. Derivate waren zum Stichtag nicht im Bestand. Die Liquiditätsquote lag bei 0,9 Prozent und damit sehr niedrig, was bei einem breit investierten Fonds nicht ungewöhnlich ist, aber wenig Puffer für größere Rückgaben lässt.
Zu den größten Einzelpositionen zählten Quoniam F.S.-European Equities mit 8,94 Prozent, MFS Mer.-Blend.Res.Europ.Eq. mit 8,74 Prozent, Empureon US Equity Fund mit 8,61 Prozent, Neub. Berm.-Gl.Eq.Megatrends mit 10,23 Prozent, Polar Capit.Fds-North American mit 9,34 Prozent und Ashoka WhiteOak-AWO EM Equity mit 9,71 Prozent. Auf der Rentenseite fielen unter anderem BlueBay Fds-Inv.Gr.Euro Gov.Bd mit 6,07 Prozent, Carmignac Credit mit 5,77 Prozent, Jupiter Global Dynamic Bond mit 5,77 Prozent sowie PIMCO Global Bond ESG mit 5,74 Prozent ins Gewicht. Die fünf größten Einzeltitel lagen damit jeweils nur im einstelligen Prozentbereich; Klumpenrisiken in einem einzelnen Zielfonds sind also begrenzt, dafür besteht eine breite Streuung über zahlreiche Manager und Strategien.
Im Berichtszeitraum wurden Veräußerungsgewinne vor allem aus Zielfonds und Investmentvermögen erzielt, nämlich 1,54 Mio. Euro. Verluste fielen im Wesentlichen ebenfalls dort an, allerdings deutlich geringer in Höhe von 73.735,63 Euro. Das spricht dafür, dass die Wertentwicklung des Fonds klar aus der Auswahl und Kursentwicklung der Zielfonds resultierte.
Risiken und Auffälligkeiten
Aus Anlegersicht auffällig ist zunächst das Zusammenspiel aus guter Wertentwicklung und negativem ordentlichem Nettoertrag. Der Fonds verdient im laufenden Betrieb also derzeit nicht genug, um die Kosten zu tragen; die Rendite hängt wesentlich von Markt- und Kursbewegungen ab. Hinzu kommen Fremdwährungsrisiken, weil ein erheblicher Teil des Portfolios in US-Dollar notiert ist. Außerdem bestehen die für einen Dachfonds typischen mittelbaren Risiken aus Zinsänderungen, Adressausfällen und Aktienmarktschwankungen über die Zielfonds.
Der Bericht nennt keine wesentlichen Liquiditätsrisiken und keine besonderen operationellen Risiken. Der potenzielle Risikobetrag für das Marktrisiko lag im Berichtszeitraum zwischen 4,84 Prozent und 9,20 Prozent, im Durchschnitt bei 6,85 Prozent. Das zeigt: Das Produkt bleibt klar marktabhängig und kann in schwächeren Marktphasen deutliche Rückschläge erleiden. Im Berichtsjahr halfen vor allem die freundlichen Aktienmärkte, während die Rentenseite nur ergänzend wirkte.
Bei der Nachhaltigkeit weist der Bericht darauf hin, dass die Investitionen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten berücksichtigen. Zugleich werden PAI-Kriterien angewendet, also nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen systematisch geprüft und begrenzt. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds ist nicht als klassisches Artikel-8- oder Artikel-9-Produkt einzuordnen, verfolgt aber intern Ausschluss- und Steuerungsmechanismen.
Fazit für Anleger
In Summe zeigt der Bericht einen Fonds, der 2025/26 solide bis stark abgeschnitten hat, mit 19,1 Prozent Jahresperformance und einem Anstieg des Anteilwerts auf 170,35 Euro. Gleichzeitig bleiben zwei Punkte aus Verbrauchersicht wichtig: die merklichen Kosten von 2,02 Prozent laufender Kostenquote und der negative ordentliche Nettoertrag. Positiv ist die breite Streuung über Zielfonds, Länder und Anlageklassen; weniger erfreulich sind die Nettoabflüsse von 5,15 Mio. Euro. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr beträgt 3,42 Euro je Anteil; der unabhängige Abschlussprüfer bescheinigt dem Jahresbericht ein den Vorschriften entsprechendes, in allen wesentlichen Belangen zutreffendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Fonds.