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Deka-FlexFonds 65 legt zweistellig zu, bleibt aber bei Kosten und Nettoertrag unter Druck

Die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt als Kapitalverwaltungsgesellschaft und verwaltende Gesellschaft des Deka-FlexFonds 65 den Jahresbericht zum 30. Juni 2026 vor. Der Fonds kam im Berichtsjahr auf eine erfreuliche Wertentwicklung von plus 14,4 Prozent und erhöhte sein Fondsvermögen auf 5,59 Millionen Euro. Aus Anlegersicht auffällig ist jedoch, dass der ordentliche Ertrag trotz der positiven Börsenentwicklung negativ blieb und die laufenden Kosten das Ertragspolster deutlich überstiegen.

Vermögen und Wertentwicklung

Zum Stichtag belief sich der Anteilwert auf 10,90 Euro; im Bestand waren 513.078 Anteile. Gegenüber der im Bericht genannten bisherigen Jahresperformance von 14,4 Prozent zeigt sich damit: Der Fonds hat im Geschäftsjahr klar zugelegt, aber nicht aus laufenden Erträgen, sondern vor allem aus der Entwicklung der Märkte und aus Bewertungsgewinnen. Als positive Treiber nennt der Bericht die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten; belastend wirkten dagegen die Rentenderivate. Die im Berichtszeitraum realisierten Gewinne von 52.261,98 Euro überstiegen die realisierten Verluste von 47.708,83 Euro nur leicht. Entscheidend war daher vor allem die starke nicht realisierte Wertsteigerung von 512.461,17 Euro, die den Gesamterfolg trug.

Ein klassischer Mittelzufluss- oder Mittelabflussbericht ist im Text nicht ausdrücklich enthalten. Die Bilanzsumme und der Anteilbestand zeigen aber, dass der Fonds mit einem eher kleinen Volumen arbeitet und die Schwankungen des Marktwerts damit unmittelbarer auf den Anteilwert durchschlagen als bei großen Fonds.

Erträge, Kosten und Kostenquote

Die Ertragsseite fiel schwach aus: Insgesamt erzielte der Fonds nur 31.246,95 Euro an Erträgen, darunter 10.286,39 Euro Zinsen aus inländischen Wertpapieren, 9.734,99 Euro aus ausländischen Wertpapieren und 6.581,39 Euro aus Liquiditätsanlagen. Dem standen 79.457,36 Euro an Aufwendungen gegenüber. Daraus resultierte ein ordentlicher Nettoertrag von minus 48.210,41 Euro. Für Anleger bedeutet das: Das Portfolio verdient laufend nicht genug, um die Kosten und Gebühren zu decken; der Fonds ist also in hohem Maß auf Kurs- und Bewertungsgewinne angewiesen.

Die größte Kostenposition war die Verwaltungsvergütung mit 67.533,88 Euro. Hinzu kamen 3.896,18 Euro für die Verwahrstelle, 7.088,99 Euro für Prüfung und Veröffentlichung sowie 938,31 Euro sonstige Aufwendungen. Die Gesamtkostenquote lag bei 1,68 Prozent. Das ist für ein Produkt mit hohem ETF-Anteil und einem Fondsvolumen von gut 5,6 Millionen Euro kein kleiner Wert. Aus Anlegersicht fällt außerdem auf, dass die laufenden Kosten deutlich höher waren als die laufenden Erträge; der Fonds musste also erst einmal Kosten verdienen, bevor überhaupt ein Nettoüberschuss entstehen konnte.

Portfolio und größte Positionen

Der Fonds war zum 30. Juni 2026 klar aktien- und renditeorientiert strukturiert, allerdings nicht direkt über Einzeltitel, sondern vor allem über Investmentanteile. Diese machten 65,01 Prozent des Fondsvermögens aus. Hinzu kamen 26,56 Prozent Anleihen, 7,93 Prozent Bankguthaben und Geldmarktpositionen sowie 0,18 Prozent Derivate. Regional lag der Schwerpunkt bei den Investmentanteilen auf Irland und Deutschland; bei den Anleihen dominierten Deutschland, Belgien und Finnland.

Die größten Einzelpositionen waren fünf breit gestreute ESG-ETFs mit jeweils rund 10,6 bis 11,0 Prozent Fondsanteil: der Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF mit 10,65 Prozent, der HSBC ETFS-HSBC D.W.Scr.Eq.ETF mit 10,91 Prozent, der InvMI2-MSCI Wld Univ.Sreen.ETF mit 10,76 Prozent, der iShsIV-iShs MSCI Wld Scr.ETF mit 11,04 Prozent, der iShsIV-MSCI Wld CTB Enh.ESG UE mit 10,64 Prozent sowie der Xtr.(IE)-MSCI World ESG mit 11,01 Prozent. Auf der Rentenseite hielt der Fonds überwiegend sehr sichere Staats- und Quasi-Staatsanleihen in Euro, alle mit Investment-Grade-Rating, Schwerpunkt AAA und AA. Die Barreserve von 7,93 Prozent verschafft dem Fonds zwar Spielraum, deutet aber auch auf eine gewisse Vorsicht im Management hin.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt als wesentliche Risiken vor allem Marktpreisrisiken aus Aktien und Anleihen, Zinsänderungsrisiken, Emittentenrisiken sowie Risiken aus den eingesetzten Derivaten, insbesondere das Kontrahentenrisiko. Wesentliche Liquiditätsrisiken habe es im Berichtszeitraum nicht gegeben, ebenso keine besonderen operationellen Risiken. Der Fonds arbeitete mit Zinsterminkontrakten, wodurch sich der wirtschaftliche Investitionsgrad Ende Juni 2026 um 23,5 Prozentpunkte erhöhte; das macht den Fonds zwar flexibler, erhöht aber auch die Marktreaktion. Der potenzielle Risikobetrag für das Marktrisiko lag im Berichtszeitraum zwischen 3,44 und 8,34 Prozent, im Durchschnitt bei 7,09 Prozent. Auffällig ist zudem die kleine Fondsgröße: Bei einem Vermögen von nur 5,6 Millionen Euro können einzelne Marktbewegungen, Kostenblöcke und Positionen stärker durchschlagen als bei größeren Produkten.

Die Erträge aus Wertpapierdarlehen blieben mit 51,37 Euro sehr gering; auch das zeigt, dass der Fonds kaum Zusatzerträge jenseits der Marktbewegung erzielt. Ausschüttung oder Thesaurierung werden im vorliegenden Text nicht hervorgehoben; maßgeblich für Anleger ist hier vor allem, dass der Gesamterfolg des Jahres über Wertsteigerungen und nicht über laufende Erträge kam.

Fazit für Anleger

Der Deka-FlexFonds 65 hat das Geschäftsjahr mit einem klaren Wertzuwachs abgeschlossen, getragen vor allem von Aktien- und Bewertungsgewinnen. Zugleich bleibt das Produkt kostenintensiv im Verhältnis zu seinen laufenden Erträgen und arbeitet mit einem Mix aus Aktien-ETFs, sicheren Anleihen und Derivaten. Das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers lautet zusammengefasst positiv: Der Jahresbericht entspricht nach dessen Beurteilung in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben und vermittelt ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Fonds.

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