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Jahresbericht zum 30.06.2026 – Genius Strategie (EUR)

{„title“:“Genius Strategie (EUR): Solider Aktienfonds mit hoher Aktienquote, aber auch deutlichen Derivatekosten und Branchengewichtung bei Technologie und Banken“,“content“:“

Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH mit Sitz in Stuttgart legt diesen Jahresbericht für den Fonds Genius Strategie (EUR) vor und verwaltet das Sondervermögen. Einen externen Fondsmanager oder Anlageberater nennt der Bericht nicht. Aus Anlegersicht zeigt der Bericht vor allem: Der Fonds hat im Geschäftsjahr bis zum 30.06.2026 ordentlich verdient, blieb aber in hohem Maße ein Aktienfonds mit erheblichen Derivateumsätzen, nennenswerten Kosten und spürbaren Währungsabsicherungen.

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Vermögen und Wertentwicklung

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Das Fondsvermögen belief sich zum Stichtag auf 1.806,17 Mio. Euro. Der Anteilwert lag bei 158,56 Euro bei 11.391.190 umlaufenden Anteilen. Gegenüber dem Stichtag wirkten also weder ein kleines noch ein geschlossenes Produkt, sondern ein sehr großes Sondervermögen mit breiter Anlegerbasis. Im Berichtszeitraum erzielte der Fonds nach BVI-Methode eine Wertentwicklung von 15,12 Prozent. Für Anleger bedeutet das: Die Strategie konnte im zurückliegenden Jahr deutlich zulegen und lieferte damit ein zweistelliges Ergebnis.

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Der Bericht verweist zugleich auf die Struktur des Ertrags: Das Gesamtergebnis wurde nicht nur über laufende Erträge erzielt, sondern vor allem über Kurs- und Veräußerungseffekte. Die realisierten Gewinne kamen insbesondere aus Devisentermingeschäften (55,68 Mio. Euro), Effektengeschäften (50,73 Mio. Euro), Finanzterminkontrakten (36,60 Mio. Euro) und Optionsgeschäften (17,75 Mio. Euro). Dem standen aber auch erhebliche realisierte Verluste gegenüber, vor allem aus Devisentermingeschäften (57,18 Mio. Euro) und Optionsgeschäften (47,36 Mio. Euro). Aus Anlegersicht ist das ein Hinweis darauf, dass das Ergebnis stark von aktivem Derivateeinsatz und Marktbewegungen geprägt war, nicht von laufenden Zins- oder Dividendenerträgen.

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Portfolio und größte Positionen

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Zum Stichtag bestand das Portfolio überwiegend aus Aktien. Der Aktienbestand lag bei 91,45 Prozent des Fondsvermögens, die Bankguthaben bei 8,61 Prozent; die Derivatepositionen wiesen netto -0,55 Prozent aus. Damit war der Fonds faktisch fast vollständig in Aktien investiert, hielt aber zugleich eine relevante Liquiditätsreserve. Der Bericht nennt für die Kasse eine Größenordnung von rund 8,74 Prozent als Mittel zur Erfüllung von Margin-Anforderungen im Futures-Bereich.

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Regional dominieren die USA mit 28,70 Prozent des Fondsvermögens und Deutschland mit 28,43 Prozent. Es folgen Frankreich mit 14,20 Prozent, die Niederlande mit 9,04 Prozent und Spanien mit 6,92 Prozent. Das zeigt eine klare Schwerpunktbildung auf die großen US- und europäischen Aktienmärkte. Branchenseitig war Technologie mit 27,60 Prozent die größte Position im Aktienvermögen, gefolgt von Kreditinstituten mit 12,55 Prozent, Industrieprodukten und Services mit 11,61 Prozent sowie Versicherungen mit 7,29 Prozent. Auffällig aus Anlegersicht ist damit die starke Gewichtung in zyklischen und wachstumsstarken Sektoren.

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Zu den wesentlichen Einzelpositionen im Bericht zählen unter anderem große Namen wie Apple, Microsoft-nahe Technologiepositionen wie SAP, ASML und Infineon, außerdem Banktitel wie Deutsche Bank, Commerzbank, JPMorgan Chase und Banco Santander sowie Industrie- und Qualitätswerte wie Siemens, Allianz, Münchener Rück, Schneider Electric, LVMH und Hermès. Daraus wird erkennbar, dass der Fonds nicht breit neutral, sondern mit markanten Schwerpunkten in Technologiewerten, Finanzwerten und europäischen Blue Chips arbeitet. Einzelwerte können dabei das Ergebnis spürbar beeinflussen, auch wenn die Streuung insgesamt hoch ist.

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Kosten und Erträge

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Die Gesamtkostenquote beträgt 1,28 Prozent. Für Privatanleger ist das kein Schnäppchen, aber im Kontext eines aktiv verwalteten, optionen- und futuresgestützten Mischkonzepts auch kein ungewöhnlich niedriger Wert. Der Bericht nennt keine separate Beratervergütung; eine solche ist demnach im Text nicht als eigene Position ausgewiesen. Wesentliche sonstige Aufwendungen waren Depotgebühren von 55.938,19 Euro, während als wesentliche sonstige Erträge 98.987,14 Euro aus erstatteter ausländischer Quellensteuer zuflossen. Die Verwahrstelle stellte Transaktionskosten von 561.800,87 Euro in Rechnung.

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Für die Einordnung ist wichtig: Der Fonds bewegt sich in einem kostenintensiven Umfeld, weil neben der Verwaltungsvergütung auch Handels- und Absicherungskosten anfallen. Das passt zu den hohen Derivateumsätzen im Berichtsjahr, unterstreicht aber auch, dass ein Teil der erwirtschafteten Performance durch laufende Kosten und Handelsaufwand aufgezehrt werden kann. Die Gesellschaft weist zudem darauf hin, dass sie aus der vereinnahmten Verwaltungsvergütung mehr als 10 Prozent an Vermittler von Anteilen auf den Bestand vermittelter Anteile zahlt.

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Risiken und Auffälligkeiten

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Die Risikokennzahlen zeigen ein gemischtes Bild. Das Adressenausfallrisiko lag mit 0,14 Prozent auf sehr niedrigem Niveau. Das Zinsänderungsrisiko wurde mit 0,00 Prozent ausgewiesen, was zum fast reinen Aktienprofil des Fonds passt. Das Aktienkursrisiko wurde dagegen mit 6,90 Prozent als hoch eingestuft. Das Liquiditätsrisiko lag mit 70,44 Prozent im mittleren Bereich und damit zwar nicht kritisch, aber auch nicht komfortabel. Das Währungsrisiko wurde mit 0,00 Prozent ausgewiesen, weil das USD-Risiko systematisch abgesichert wird.

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Aus Anlegersicht auffällig ist die starke Derivateintensität: Das zugrunde liegende Exposure aus Derivaten betrug 763,27 Mio. Euro, der durchschnittliche Leverage durch Derivategeschäfte 328,73 Prozent. Das spricht für einen erheblichen Einsatz von Absicherungs- und Steuerungsinstrumenten. Positiv ist, dass der Fonds laut Bericht die monatliche Verlustbegrenzung über Wertsicherungsoptionen anstrebt; zugleich weist der Bericht ausdrücklich darauf hin, dass dies keine rechtliche Garantie ist und im Extremfall auch alternative Verfahren zu einer deutlich reduzierten Partizipation führen können. Neu im Berichtszeitraum war zudem die Einführung von Rücknahmebeschränkungen und Partial Swing Pricing ab dem 16.04.2026, was für Anleger insbesondere in Stressphasen relevant ist.

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Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich laut Bericht vor allem ein Aufbau bzw. eine Anpassung der regionalen und sektoralen Gewichte innerhalb eines ohnehin stark aktienorientierten Portfolios. Die Gewichtung lag zur Jahresmitte näherungsweise bei 60 Prozent Europa und 40 Prozent USA. Eine konkrete Benchmark-Über- oder Unterrendite nennt der Bericht nicht, verweist aber darauf, dass der Kompositindex aus EURO STOXX 50 ESG-X, STOXX USA 500 ESG-X und DAX 50 ESG nicht zwingend übertroffen werden soll.

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Fazit für Anleger

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Für Anleger zeigt der Jahresbericht einen Fonds, der trotz Wertsicherungsansatz klar vom Aktienmarkt lebt und 2025/26 mit 15,12 Prozent ordentlich abgeschnitten hat. Die Kehrseite sind ein hoher Handels- und Derivateeinsatz, eine Gesamtkostenquote von 1,28 Prozent und eine Struktur, in der einzelne Marktsegmente wie Technologie und Banken deutlich dominieren. Die Ausschüttungs- oder Thesaurierungsart wird im vorliegenden Auszug nicht ausdrücklich genannt; der Abschlussprüfer kommt jedoch zu dem Urteil, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens ermöglicht.

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