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Jahresbericht zum 30.06.2026 – LBBW Gesund Leben R (EUR);LBBW Gesund Leben I (EUR);LBBW Gesund Leben TF (EUR)

{„title“:“Gesundheitsfonds mit hoher Aktienquote, aber schwacher Jahresbilanz und hohem Kostenniveau“,“content“:“

Der Jahresbericht zum 30.06.2026 wurde von der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH mit Sitz in Stuttgart herausgegeben; sie ist zugleich die verwaltende Gesellschaft des Fonds LBBW Gesund Leben R (EUR); LBBW Gesund Leben I (EUR); LBBW Gesund Leben TF (EUR). Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Aus Anlegersicht steht am Ende des Geschäftsjahres vor allem ein Minus: Alle drei Anteilklassen verzeichneten Verluste, obwohl das Portfolio überwiegend in Aktien investiert blieb und der Gesundheitssektor der strategische Kern des Fonds ist.

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Vermögen und Wertentwicklung

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Das Fondsvermögen belief sich zum 30.06.2026 auf 31,98 Mio. Euro. Davon entfielen 31,07 Mio. Euro auf Aktien; zusammen mit 922.238 Euro Bankguthaben ergab sich eine sehr hohe Aktienquote von 97,15 %. Die drei Anteilklassen waren zum Stichtag unterschiedlich groß: LBBW Gesund Leben R mit 26,95 Mio. Euro, LBBW Gesund Leben I mit 4,34 Mio. Euro und LBBW Gesund Leben TF mit 687.121 Euro. Der Anteilwert lag bei 46,91 Euro (R), 100,66 Euro (I) und 45,15 Euro (TF).

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Im Geschäftsjahr entwickelte sich der Fonds rückläufig. Die Anteilklasse I verlor nach BVI-Methode -0,87 %, die R-Klasse -1,32 % und die TF-Klasse -2,06 %. Damit blieb das Ergebnis hinter der eigenen Zielsetzung zurück, langfristig angemessene Wertzuwächse bei vertretbarem Risiko zu erwirtschaften. Im Vorjahresvergleich fällt zudem auf, dass der Nettoinventarwert des Fonds von 4,81 Mio. Euro auf 4,34 Mio. Euro sank; die Entwicklung wurde also nicht nur durch Marktbewegungen, sondern auch durch Abflüsse belastet.

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Diese Abflüsse waren deutlich: Der Netto-Mittelabfluss betrug -395.765 Euro. Mittelzuflüsse aus Verkäufen spielten mit nur 401,88 Euro praktisch keine Rolle, während Rücknahmen in Höhe von 396.166,88 Euro das Bild bestimmten. Für Anleger ist das ein Hinweis darauf, dass der Fonds in diesem Berichtsjahr eher Kapital verloren als neues Kapital angezogen hat.

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Anlageergebnis und Ursachen

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Das Anlageergebnis war durch Kurs- und Veräußerungsverluste geprägt. Bei der Anteilklasse I lagen die Erträge aus Dividenden und Zinsen zwar bei 69.789 Euro, die Aufwendungen aber bereits bei 45.345 Euro. Unterm Strich blieb ein ordentlicher Nettoertrag von 24.444 Euro. Problematisch war jedoch das Veräußerungsergebnis: Es fiel mit -221.344 Euro klar negativ aus, weil die realisierten Verluste aus Effektengeschäften die Gewinne deutlich überstiegen. Das reale Jahresergebnis der Klasse I lag daher bei -196.900 Euro; erst die nicht realisierten Bewertungsgewinne von netto 153.870 Euro milderten das Gesamtbild etwas ab, sodass für das Geschäftsjahr noch ein Verlust von -43.030 Euro übrig blieb.

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Aus der Erlösseite ist wichtig: Die größten Veräußerungsgewinne und -verluste stammten laut Bericht im Wesentlichen aus Effektengeschäften, also aus Aktiengeschäften. Das heißt: Die negative Jahresbilanz ist vor allem kein Zins- oder Rententhema, sondern eine Folge des Aktienmanagements. Für die anderen Anteilklassen zeigt sich derselbe Grundzug: Auch dort waren die realisierten Gewinne aus Verkäufen niedriger als die realisierten Verluste.

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Kosten

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Die Kostenquote fällt aus Anlegersicht hoch aus, vor allem in der teuersten Anteilklasse TF. Die Gesamtkostenquote beträgt 1,03 % bei der I-Klasse, 1,48 % bei der R-Klasse und 2,23 % bei der TF-Klasse. Hinzu kommen Transaktionskosten von 34.628 Euro auf Fondsebene. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass aus der vereinnahmten Verwaltungsvergütung mehr als 10 % an Vermittler von Anteilen weitergeleitet werden.

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Für die Anteilklasse I beläuft sich die Verwaltungsvergütung auf 34.965 Euro, die Verwahrstellenvergütung auf 2.295 Euro und die Kostenpauschale auf 7.649 Euro. Zusammen mit weiteren kleinen Positionen ergibt das Aufwendungen von 45.345 Euro gegenüber Erträgen von 69.789 Euro. Das Verhältnis ist noch tragfähig, aber nicht komfortabel: Ein erheblicher Teil der Bruttoerträge wird also durch laufende Kosten aufgezehrt. Bei einer schwachen Wertentwicklung wird das für Anleger besonders spürbar, weil Kosten dann stärker ins Gewicht fallen.

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Portfolio und größte Positionen

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Das Portfolio ist breit gestreut, bleibt aber klar thematisch auf Gesundheit ausgerichtet. Der Gesundheitssektor stellte zum Stichtag 40,34 % des Aktienvermögens, damit weiterhin den größten Branchenblock. Weitere nennenswerte Bereiche waren Industrieprodukte und Services (14,46 %), Einzelhandel (8,44 %), Konsumgüter für den Haushalt (7,49 %), Nahrungs- und Genussmittel (7,25 %) sowie Versicherungen (7,22 %). Regional lag der Schwerpunkt klar in den USA mit 48,59 % des Fondsvermögens; danach folgten Großbritannien (10,48 %), Frankreich (6,94 %), Schweiz (6,25 %) und Irland (6,18 %).

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Der Fonds war zum Jahresende in 89 Aktientiteln investiert. Die größte Einzelposition machte 5,1 % des Fondsvermögens aus, die zehn größten Beteiligungen zusammen 29,5 %. Das spricht für eine gewisse Diversifikation, zeigt aber zugleich: Wenige Kernwerte prägen die Entwicklung spürbar. Zu den größten Positionen zählen unter anderem Eli Lilly mit 5,08 %, AstraZeneca mit 3,28 %, Medtronic mit 3,27 %, Agilent Technologies mit 3,20 %, L’Oréal mit 3,00 % sowie UnitedHealth Group mit 2,61 %.

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Positiv hervorzuheben ist die hohe Liquidität: Mit 2,88 % Bankguthaben liegt die Kasse zwar niedrig, aber für einen weitgehend voll investierten Aktienfonds noch im üblichen Rahmen. Auffällig ist zudem, dass die Aktienquote im Jahresverlauf durchgehend hoch blieb und zum Jahresende bei rund 97 % lag. Eine defensive Umschichtung in Cash wurde also bewusst nicht vorgenommen.

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Risiken und Auffälligkeiten

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Als wesentliche Risiken nennt der Bericht vor allem das Aktienkursrisiko, das bei 4,05 % liegt, sowie ein Währungsrisiko von 1,83 %. Das Liquiditätsrisiko wird mit 99,02 % als sehr niedrig eingestuft, das Zinsänderungsrisiko mit 0,00 % praktisch vernachlässigbar. Das Adressenausfallrisiko beträgt nur 0,05 %. Aus Anlegersicht auffällig ist damit vor allem die Konzentration auf Aktien und Fremdwährungen; klassische Renten- oder Zinsrisiken spielen dagegen keine Rolle.

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Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Gewichtungen einzelner Branchen sichtbar verschoben: Industrieprodukte und Services sowie Immobilien wurden ausgebaut, Finanzdienstleistungen vollständig verkauft. Der Bericht nennt außerdem eine neue Regelung im Liquiditätsmanagement: Seit dem 16.04.2026 gelten Rücknahmebeschränkungen und ein Partial Swing Pricing. Das ist für Anleger relevant, weil es bei Mittelbewegungen die Kosten fairer auf Ein- und Aussteiger verteilen soll, zugleich aber die Rücknahmebedingungen konkreter regelt.

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Bei den Ergebnissen ist außerdem auffällig, dass der ordentliche Nettoertrag zwar positiv war, das Gesamtergebnis aber trotzdem negativ ausfiel. Das zeigt, dass laufende Dividenden die Verluste aus Verkäufen und Marktbewegungen nicht vollständig kompensieren konnten. Die Ausschüttung für die Anteilklasse I betrug 24.158,96 Euro beziehungsweise 0,56 Euro je Anteil; der Fonds blieb damit ausschüttend.

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Fazit für Anleger

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Der Bericht zeigt einen klar auf Gesundheit ausgerichteten, breit diversifizierten Aktienfonds mit hohem USA-Anteil, hoher Aktienquote und moderaten Liquiditätsreserven. Für Anleger belastend waren im Berichtsjahr aber die schwache Wertentwicklung, Nettoabflüsse und ein Kostenbild, das insbesondere in der TF-Klasse schwer ins Gewicht fällt. Der unabhängige Abschlussprüfer kommt dennoch zu dem Urteil, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB und den einschlägigen europäischen Verordnungen entspricht.

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