Die Monega Kapitalanlagegesellschaft mbH hat am 30. September 2026 den neuen Jahresbericht des Murphy&Spitz Green Bond Fund R mit der ISIN DE000A3CQVS2 zum 31. Mai 2026 veröffentlicht.
Der Fonds verfolgt einen klar definierten nachhaltigen Ansatz. Mindestens 75 Prozent seines Wertes sollen in verzinsliche Wertpapiere und Geldmarktinstrumente investiert werden, die den maßgeblichen Green-Bond-Grundsätzen entsprechen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität, ökologisches Bauen, Gesundheit, Bildung und Wasser.
Ein vergleichsweise kleiner Fonds
Mit einem Fondsvolumen von zuletzt rund 3,6 Millionen Euro handelt es sich um ein relativ kleines Sondervermögen.
Das ist nicht automatisch ein Nachteil. Anleger sollten bei kleineren Fonds allerdings unter anderem darauf achten, wie sich die laufenden Fixkosten auf das Fondsvermögen verteilen und wie sich Mittelzu- oder -abflüsse entwickeln.
Zum Vergleich: Bereits im Geschäftsjahr 2023/2024 war das Fondsvermögen von rund 2,53 Millionen Euro zu Beginn des Geschäftsjahres auf rund 3,58 Millionen Euro angewachsen. Ein erheblicher Teil dieses Zuwachses beruhte damals auf Netto-Mittelzuflüssen.
Interessante Mischung verschiedener Green Bonds
Zu den zuletzt größten Wertpapierpositionen gehörten Anleihen von Unternehmen wie Paul Tech, Acciona, TOMRA Systems, Tennet, Coloplast, UBM Development, Bonheur und KoskiRent.
Auffällig sind teilweise vergleichsweise hohe Kupons. Einzelne Unternehmensanleihen weisen Zinssätze von sieben Prozent und mehr auf.
Für Anleger gilt dabei eine wichtige Grundregel: Ein hoher Kupon ist zunächst eine höhere versprochene Verzinsung – aber keine Garantie für eine höhere sichere Rendite. Die Bonität des jeweiligen Schuldners und dessen Fähigkeit, Zinsen und Kapital zurückzuzahlen, bleiben entscheidend.
Nachhaltigkeit beseitigt das Kreditrisiko nicht
Gerade bei einem Green-Bond-Fonds besteht die Gefahr eines Missverständnisses. Die Bezeichnung „Green Bond“ beschreibt im Wesentlichen den vorgesehenen Verwendungszweck des aufgenommenen Kapitals beziehungsweise bestimmte Nachhaltigkeitskriterien.
Sie bedeutet nicht, dass die Anleihe besonders ausfallsicher ist.
Auch ein Emittent einer grünen Anleihe kann wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommen. Daneben bestehen Zinsänderungsrisiken: Steigen die Marktzinsen, können bereits ausgegebene Anleihen mit niedrigeren Kupons an Wert verlieren.
Kosten
Die Gesamtkostenquote des Fonds liegt zuletzt bei etwa 1,46 Prozent. Die laufende Verwaltungsvergütung beträgt derzeit 0,45 Prozent jährlich. Eine erfolgsabhängige Vergütung ist nicht vorgesehen.
Damit liegt die Kostenstruktur deutlich unter derjenigen mancher aktiv verwalteter Aktienfonds, ist aber weiterhin ein Faktor, der die tatsächlich beim Anleger verbleibende Rendite reduziert.
Was Anleger aus dem Jahresbericht mitnehmen sollten
Für Anleger ist insbesondere die Zusammensetzung nach einzelnen Emittenten wichtig. Bei einem kleineren Fonds können größere Einzelpositionen einen stärkeren Einfluss auf das Gesamtergebnis haben.
Eine der zuletzt größten Positionen machte beispielsweise mehr als acht Prozent des Nettoinventarwertes aus. Gerät ein solcher Emittent wirtschaftlich unter Druck, kann dies das Fondsvermögen entsprechend stärker beeinflussen.
Fazit: Der Murphy&Spitz Green Bond Fund verfolgt eine klar nachhaltige Anlagestrategie und investiert schwerpunktmäßig in grüne Anleihen. Anleger sollten Nachhaltigkeit jedoch strikt von Bonität unterscheiden. Entscheidend bleiben Zahlungsfähigkeit der Emittenten, Zinsentwicklung, Laufzeiten, Streuung und Kosten.