Die Warnung findet sich aktuell bei mehreren Verbraucherzentralen. Genannt werden übereinstimmend der Firmenname „Kronberg Forderungsmanagement GmbH“, der Name Johannes Winter sowie die Anschrift Flughafenstraße 52a in 22335 Hamburg.
Damit sollten Empfänger entsprechender Schreiben eine darin behauptete Forderung keinesfalls allein deshalb bezahlen, weil das Schreiben professionell gestaltet ist oder mit weiteren rechtlichen Konsequenzen gedroht wird.
Hinweise auf ein Fake-Unternehmen
Zusätzliche Hinweise liefert die österreichische Watchlist Internet. Sie berichtet über eine aktuelle Masche mit angeblichen Zahlungsaufforderungen eines Forderungsmanagements. Nach deren Recherche wird die Betrugsmasche auch unter dem Namen „Kronberg Forderungsmanagement GmbH“ verbreitet. Die Organisation erklärt ausdrücklich, dass dieses Unternehmen nicht existiere und nicht im Unternehmensregister zu finden sei.
Für Betroffene ist dabei wichtig: Die Verwendung eines Firmennamens, einer konkreten Anschrift und eines vermeintlich verantwortlichen Ansprechpartners ist kein Nachweis dafür, dass tatsächlich ein ordnungsgemäß registriertes Inkassounternehmen hinter dem Schreiben steht.
Die Verbraucherzentralen weisen generell darauf hin, dass Fake-Inkassoschreiben mit zahlreichen erfundenen Angaben den Eindruck eines seriösen Unternehmens erwecken können. Auch eine deutsche Bankverbindung wäre für sich genommen kein Beleg für die Echtheit einer Forderung.
Verbraucherzentrale: Nicht bezahlen
Wer ein Schreiben der angeblichen „Kronberg Forderungsmanagement GmbH“ erhalten hat, sollte nach der aktuellen Empfehlung der Verbraucherzentralen kein Geld überweisen und keine Einzugsermächtigung erteilen. Ebenso wird davon abgeraten, mit dem vermeintlichen Unternehmen Kontakt aufzunehmen.
Stattdessen sollte das Schreiben einschließlich Umschlag, E-Mail, Telefonnummern, Bankverbindungen und sonstiger Kontaktdaten als Beweismittel aufbewahrt werden.
Besteht der Verdacht eines Betrugsversuchs, empfehlen die Verbraucherzentralen eine Strafanzeige. Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte außerdem möglichst schnell seine Bank kontaktieren und prüfen lassen, welche Möglichkeiten noch bestehen.
Keine Verbindung zu realen Personen oder Unternehmen unterstellen
Bei der öffentlichen Einordnung ist dennoch Vorsicht erforderlich. Aus der Verwendung des Namens „Johannes Winter“ oder der Hamburger Anschrift darf nicht ohne weitere Nachweise geschlossen werden, dass eine tatsächlich existierende Person dieses Namens oder ein an dieser Adresse ansässiger Dritter für die Schreiben verantwortlich ist.
Belastbar ist derzeit vielmehr: Die Verbraucherzentralen warnen ausdrücklich vor Inkassoschreiben unter den Angaben „Kronberg Forderungsmanagement GmbH, Johannes Winter, Flughafenstraße 52a, 22335 Hamburg“.
Wer eine entsprechende Zahlungsaufforderung erhalten hat, sollte deshalb der Empfehlung der Verbraucherschützer folgen: nicht zahlen, keine Einzugsermächtigung erteilen und keinen Kontakt mit dem angegebenen Absender aufnehmen.