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PNE Windpark Schlalach startet mit 1.830 Euro Verlust – Projektgesellschaft noch ohne ausgewiesene Windpark-Anlagen

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die in Cuxhaven ansässige PNE Windpark Schlalach GmbH & Co. KG weist für ihr erstes Rumpfgeschäftsjahr eine ausgesprochen kleine Bilanz aus.

Zum 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme auf lediglich 3.197,80 Euro. Zum Beginn des Berichtszeitraums am 22. Februar 2024 waren es 2.500 Euro.

Auffällig ist vor allem, was sich noch nicht in der Bilanz befindet: Anlagevermögen und insbesondere technische Anlagen beziehungsweise Windenergieanlagen werden in dem vorliegenden Abschluss nicht ausgewiesen.

Aus dem Jahresabschluss allein lässt sich allerdings nicht ableiten, in welcher konkreten Entwicklungs- oder Planungsphase sich ein mögliches Windparkprojekt zu diesem Zeitpunkt befand.

Jahresfehlbetrag von 1.830 Euro

Das zentrale Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres ist ein Jahresfehlbetrag von 1.830 Euro.

Der Anhang bestätigt diesen Betrag ausdrücklich.

Nach Angaben der Gesellschaft wurde der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags dem Ergebnissonderkonto der Kommanditistin zugeschrieben.

Dadurch entwickelte sich das Kommanditkapital wie folgt:

Die eingezahlte Kommanditeinlage beträgt 2.500 Euro. Davon werden die bis zum 31. Dezember aufgelaufenen Verluste von 1.830 Euro abgezogen.

Zum Bilanzstichtag verbleibt damit ein ausgewiesenes Kommanditkapital von 670 Euro.

Rechnerisch wurden damit bereits rund 73,2 Prozent der eingezahlten Kommanditeinlage durch die aufgelaufenen Verluste aufgezehrt.

Diese Kennzahl sollte allerdings angesichts der sehr kleinen absoluten Beträge und des kurzen ersten Geschäftsjahres nicht isoliert interpretiert werden.

Eigenkapital beträgt noch 670 Euro

Das gesamte ausgewiesene Eigenkapital beträgt zum Jahresende entsprechend 670 Euro.

Komplementärkapital wird mit null Euro ausgewiesen.

Zum Beginn des Rumpfgeschäftsjahres hatte das Eigenkapital noch 2.500 Euro betragen.

Rechnerisch ergibt sich zum 31. Dezember 2024 bei einer Bilanzsumme von 3.197,80 Euro eine Eigenkapitalquote von knapp 21 Prozent.

Auch diese Quote ist vor dem Hintergrund der äußerst kleinen Bilanzsumme nur eingeschränkt aussagekräftig.

Insbesondere lässt sich daraus keine Aussage über die zukünftige Finanzierung oder wirtschaftliche Tragfähigkeit eines möglichen Windparkprojekts ableiten.

2.236 Euro auf dem Bankkonto

Auf der Aktivseite besteht das Vermögen fast ausschließlich aus kurzfristigen Positionen.

Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende über 2.236,61 Euro Guthaben bei Kreditinstituten.

Weitere 961,19 Euro werden als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Damit ergibt sich das gesamte Umlaufvermögen von 3.197,80 Euro.

Zum Beginn des Geschäftsjahres bestanden dagegen 2.500 Euro eingeforderte ausstehende Pflichteinlage der Kommanditistin. Zum Jahresende steht diese Position bei null Euro.

Nach der im Anhang dargestellten Entwicklung beträgt die eingezahlte Kommanditeinlage zum 31. Dezember 2024 insgesamt 2.500 Euro.

Nur 697,80 Euro Verbindlichkeiten

Auch die Verschuldung der Gesellschaft ist bislang gering.

Zum Bilanzstichtag werden insgesamt 697,80 Euro Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Davon entfallen 147,80 Euro auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 550 Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben nach Angaben im Anhang eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Langfristige Bankverbindlichkeiten oder andere langfristige Finanzierungen werden in diesem Abschluss nicht ausgewiesen.

Auch daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, wie ein Windparkprojekt später finanziert werden soll. Der vorliegende Abschluss enthält hierzu keine Angaben.

Rückstellungen entsprechen dem Jahresfehlbetrag

Daneben weist die Gesellschaft sonstige Rückstellungen von 1.830 Euro aus.

Zum Beginn des Geschäftsjahres waren noch keine Rückstellungen vorhanden.

Welche konkreten Sachverhalte diesen Rückstellungen zugrunde liegen, wird im vorliegenden Anhang nicht weiter aufgeschlüsselt.

Bemerkenswert ist lediglich, dass der Betrag der Rückstellungen mit 1.830 Euro exakt dem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag entspricht.

Aus dieser betragsmäßigen Übereinstimmung lässt sich jedoch ohne weitere Angaben kein ursächlicher Zusammenhang ableiten.

Noch keine Windenergieanlagen in der Bilanz

Für die wirtschaftliche Einordnung des Abschlusses ist vor allem die Struktur der Aktivseite relevant.

Die Bilanz enthält zum 31. Dezember 2024 kein ausgewiesenes Anlagevermögen.

Damit erscheinen in diesem Abschluss insbesondere noch keine Grundstücke, Windenergieanlagen oder Anlagen im Bau.

Der Name „PNE Windpark Schlalach“ allein erlaubt keine Aussage darüber, wann beziehungsweise in welcher Form entsprechende Vermögenswerte entstehen oder von dieser Gesellschaft bilanziert werden könnten.

Auch zu Investitionsvolumen, Finanzierung, geplanter Leistung, Stromproduktion oder erwartetem Inbetriebnahmezeitpunkt enthält der vorgelegte Jahresabschluss keine entsprechenden Angaben.

PNE AG stellt Konzernabschluss auf

Die Projektgesellschaft ist in die Konzernstruktur der PNE AG eingebunden.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist nach dem Abschluss die PNE WIND Verwaltungs GmbH, Cuxhaven, deren gezeichnetes Kapital mit 25.000 Euro angegeben wird.

Als Geschäftsführer werden Jörg Schröder, Leiter M&A/Projektakquisition der PNE AG, und Sabine Roes genannt.

Der Anhang weist außerdem darauf hin, dass die PNE AG als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2024 einen Konzernabschluss erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Damit sollte auch hier zwischen der wirtschaftlichen Situation der einzelnen Projektgesellschaft und derjenigen des gesamten PNE-Konzerns unterschieden werden.

Was der erste Abschluss tatsächlich aussagt

Der Jahresabschluss der PNE Windpark Schlalach GmbH & Co. KG liefert bislang nur einen sehr begrenzten wirtschaftlichen Einblick.

Zum 31. Dezember 2024 stehen 3.197,80 Euro Vermögen, 670 Euro Eigenkapital, 1.830 Euro Rückstellungen und 697,80 Euro kurzfristige Verbindlichkeiten in der Bilanz.

Für das Rumpfgeschäftsjahr entstand ein Jahresfehlbetrag von 1.830 Euro.

Aussagen über Umsatz oder einzelne Aufwandspositionen lassen sich aus den vorliegenden Angaben nicht treffen, obwohl der Anhang auf eine Gewinn- und Verlustrechnung Bezug nimmt. Die konkreten Werte dieser Rechnung sind in den übermittelten Unterlagen nicht enthalten.

Ebenso wenig lassen sich aus diesem Abschluss belastbare Aussagen über die zukünftigen Investitionen, die Finanzierung oder die Rentabilität eines Windparks ableiten.

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