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Vorsicht vor falscher AOK-Rückerstattung: 478,90 Euro sollen Verbraucher in die Phishing-Falle locken

Tumisu (CC0), Pixabay

Mit einer angeblichen Rückerstattung von 478,90 Euro versuchen Kriminelle, Empfänger einer gefälschten AOK-Mail zum Anklicken eines Links zu bewegen. Die Nachricht trägt den Betreff „Ihre Rückerstattung über 478,90 € wartet auf Bestätigung“ und erweckt den Eindruck, eine Auszahlung stehe unmittelbar bevor.

Als Begründung wird eine vermeintliche Prüfung von eingereichten Belegen und Beiträgen aus vergangenen Jahren genannt. Das Geld sei angeblich bereits zur Auszahlung vorbereitet. Es fehle lediglich noch die Autorisierung durch den Empfänger.

Genau hier setzt die Phishing-Masche an: Die angebliche Rückerstattung soll über einen in der E-Mail enthaltenen Link freigegeben werden. Empfänger werden damit gezielt dazu gebracht, die Nachricht zu verlassen und eine verlinkte Seite aufzurufen.

478,90 Euro als Köder

Zusätzlichen Druck erzeugt eine angebliche Frist. Die Auszahlung müsse bis zum 7. Oktober 2026 bestätigt werden. Danach, so die Behauptung in der Nachricht, erlösche der Anspruch und die Rückerstattung müsse erneut beantragt werden.

Mehrere Merkmale sprechen jedoch für einen Phishing-Versuch. Dazu gehören die unpersönliche Anrede und eine unseriöse Absenderadresse. Hinzu kommen die Aussicht auf eine unerwartete Geldzahlung, die Aufforderung zur Freigabe über einen Link sowie die vergleichsweise kurze Frist.

Auch die Verwendung von Referenz- und Bearbeitungsangaben sollte nicht vorschnell als Beweis für die Echtheit der Nachricht angesehen werden. Solche Angaben können eingesetzt werden, um einer betrügerischen E-Mail einen offizielleren Eindruck zu verleihen.

Link nicht anklicken

Wer eine entsprechende Nachricht erhält, sollte der Aufforderung nicht folgen und den enthaltenen Link nicht anklicken. Die E-Mail sollte unbeantwortet in den Spam-Ordner verschoben werden.

AOK-Versicherte, die überprüfen möchten, ob tatsächlich eine Mitteilung oder Erstattung vorliegt, sollten dafür ausschließlich die ihnen bekannte offizielle AOK-App, das Kundenportal oder die reguläre Internetseite der AOK nutzen.

Entscheidend ist: Eine in Aussicht gestellte Rückzahlung von 478,90 Euro sollte nicht dazu verleiten, unter Zeitdruck persönliche oder sensible Daten über einen Link in einer unerwarteten E-Mail preiszugeben.

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