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wpd Windpark Rieseby Beteiligungs GmbH: Jahresüberschuss von 42.835 Euro – Gesellschaft bleibt bilanziell überschuldet

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die wpd Windpark Rieseby Beteiligungs GmbH hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 vorgelegt. Die Gesellschaft mit Sitz in Bremen ist beim Amtsgericht Bremen unter der Registernummer HRB 34579 HB eingetragen und gehört zum Konzern der wpd GmbH. Geschäftsführer ist Dr. Gernot Blanke.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zeigt gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung. Während die Gesellschaft 2024 noch einen Jahresfehlbetrag von 55.104,26 Euro auswies, schloss sie das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von 42.834,55 Euro ab. Damit konnte sie einen erheblichen Teil ihrer zuvor aufgelaufenen Verluste ausgleichen.

Der Verlustvortrag erhöhte sich allerdings zunächst von 16.789,99 Euro auf 71.894,25 Euro. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses und des gezeichneten Kapitals von 25.000 Euro verbleibt zum 31. Dezember 2025 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 4.059,70 Euro. Ein Jahr zuvor hatte dieser noch 46.894,25 Euro betragen.

Damit ist es der Gesellschaft gelungen, ihre bilanzielle Unterdeckung erheblich zu reduzieren. Vollständig beseitigt wurde sie jedoch nicht. Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt weiterhin null Euro.

Auch die Vermögensstruktur hat sich im Berichtsjahr deutlich verändert. Erstmals weist die Gesellschaft Finanzanlagen in Höhe von 50.000 Euro aus. Nach den Angaben im Anhang handelt es sich dabei um Beteiligungen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden. Soweit erforderlich, wird ein niedrigerer beizulegender Wert angesetzt. Welche konkreten Beteiligungen die Gesellschaft hält, lässt sich dem veröffentlichten Jahresabschluss nicht entnehmen.

Demgegenüber verringerte sich das Umlaufvermögen von 13.796,08 Euro auf 8.405,62 Euro. Die im Vorjahr noch ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 3.874,22 Euro waren zum Jahresende 2025 vollständig abgebaut. Auch die liquiden Mittel gingen zurück. Während Ende 2024 noch 9.921,86 Euro an Bankguthaben und sonstigen flüssigen Mitteln vorhanden waren, belief sich dieser Betrag zum 31. Dezember 2025 auf 8.405,62 Euro.

Die Bilanzsumme erhöhte sich insgesamt leicht von 60.690,33 Euro auf 62.465,32 Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auf der Aktivseite neben den Finanzanlagen und dem Umlaufvermögen auch der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 4.059,70 Euro ausgewiesen wird. Dieser Bilanzposten stellt keinen tatsächlich verfügbaren Vermögenswert dar, sondern bildet die bilanzielle Unterdeckung ab.

Auf der Passivseite dominieren weiterhin die Verbindlichkeiten. Sie erhöhten sich von 58.490,33 Euro auf 60.962,27 Euro. Nach den Angaben im Anhang handelt es sich dabei vollständig um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ausgewiesen. Die Rückstellungen gingen dagegen von 2.200 Euro auf 1.503,05 Euro zurück.

Besondere Bedeutung kommt der weiterhin bestehenden bilanziellen Überschuldung zu. Der Jahresabschluss wurde dennoch unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zur Begründung verweist die Geschäftsführung darauf, dass ein Gläubiger mit der Gesellschaft eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung in ausreichender Höhe abgeschlossen hat. Eine solche Vereinbarung regelt, dass der betreffende Gläubiger mit seinen Forderungen unter bestimmten Voraussetzungen hinter andere Gläubiger zurücktritt.

Aus der bilanziellen Überschuldung allein lässt sich deshalb nicht ableiten, dass auch eine insolvenzrechtliche Überschuldung vorliegt. Eine abschließende Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit ist anhand der veröffentlichten Bilanz und des Anhangs allerdings nicht möglich. Insbesondere fehlen detaillierte Angaben zur künftigen Liquiditätsentwicklung und zu den erwarteten Erträgen aus den Beteiligungen.

Auch die Ursachen der deutlichen Ergebnisverbesserung bleiben offen. Aus den vorliegenden Unterlagen geht nicht hervor, ob der Jahresüberschuss beispielsweise auf Beteiligungserträge, einmalige Geschäftsvorfälle oder andere Erträge zurückzuführen ist. Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung ist in den veröffentlichten Abschlussunterlagen nicht enthalten.

Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Sie erfüllt nach eigenen Angaben die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet. Die wpd Windpark Rieseby Beteiligungs GmbH wird in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen.

Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 von Geschäftsführer Dr. Gernot Blanke unterzeichnet und am 20. April 2026 festgestellt. Die Veröffentlichung erfolgte am 21. September 2026.

Insgesamt dokumentiert der Abschluss eine deutliche wirtschaftliche Verbesserung gegenüber dem verlustreichen Vorjahr. Der Jahresüberschuss von rund 42.835 Euro hat die bilanzielle Unterdeckung erheblich verringert. Gleichzeitig bleibt die Gesellschaft auf die bestehende Finanzierungsstruktur angewiesen. Ob die positive Ergebnisentwicklung dauerhaft fortgesetzt und das negative Eigenkapital vollständig ausgeglichen werden kann, lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen für 2025 noch nicht beurteilen.

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